Staatlich geprüfter Techniker oder Meister?

Wenn du Meister oder staatlich geprüfter Techniker werden willst, dann findest du mit diesem Artikel eine wertvolle Hilfe. Dieses dient dazu, dass du dich besser entscheiden kannst. Am Ende kennst du beide Aufstiegsfortbildung sehr gut. Du kennst die Vorteile aber auch die Nachteile. Auf dieser Grundlage solltest du eine objektive Entscheidung treffen können. Was du jedoch wissen solltest ist, dass dir die endgültige Entscheidung niemand abnehmen kann. Am Ende solltest bzw. musst du dich entscheiden. Kein Mensch kann dir eine Garantie für deinen Erfolg geben. Mit dem Wissen über die beiden Aufstiegsfortbildungen, stehen die Chancen jedoch sehr gut.

Staatlich geprüfter Techniker oder Meister?

Staatlich geprüfter Techniker – was ist das?

Der staatlich geprüfte Techniker ist wie der Meister eine Aufstiegsfortbildung. Dies bedeutet, dass du im ersten Schritt einen Beruf erlernen musst. Es handelt sich um eine geschützte Bezeichnung. Dies bedeutet, dass du die Fortbildung an einer Fachschule für Technik absolvieren oder flexibel per Fernstudium machen musst. Dabei handelt es sich um eine Aufstiegsfortbildung aus dem tertiären Bildungsbereich. Dahinter verbergen sich folgende Anforderungen:


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  • erfolgreicher Schulabschluss – in einigen Bundesländern mindestens Realschulabschluss bzw. mittlere Reife
  • erfolgreicher qualifizierender Berufsabschluss
  • mindestens 1 Jahr Berufserfahrung im jeweiligen Bereich
  • Alternativ zur Ausbildung ca. 7 Jahre relevante Berufserfahrung

Voraussetzung für die Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker ist das Erlernen eines technisch orientierten Berufes. Diese kann u.a. im Bereich

  • Industrietechnik
  • Elektrotechnik
  • Maschinenbautechnik
  • Mechatronik
  • aber auch in anderen spezifischen Bereichen erfolgt sein.

Besuch einer Meisterschule – der Meister

Planst du den Besuch einer Meisterschule, sind die Voraussetzungen identisch mit denen des Staatlich geprüften Technikers. Dies bedeutet, dass du ebenfalls einen Beruf erlernt haben musst. Den Meister absolvierst du an einer Meisterschule oder einer Fernschule und nicht an einer Fachschule für Technik.

Es ist üblich, in Handwerksberufen einen Meister abzulegen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn du dich selbstständig machen und Lehrlinge ausbilden möchtest. Grundsätzlich gibt es für die Selbstständigkeit in vielen Bereichen jedoch keinen Meisterzwang mehr, sodass du dich auch schon vor dem Besuch der Meisterschule mit deinem eigenen Handwerksbetrieb niederlassen kannst.

Was hier auch noch erwähnt werden soll ist, dass es sowohl Handwerksmeister, als auch Industriemeister und Fachmeister gibt. Handwerksmeister werden von den Handwerkskammern geprüft. Industriemeister hingegen werden von den Industrie- und Handelskammern geprüft.

Kursdauer

Du hast verschiedene Möglichkeiten, die Fortbildungen zu besuchen. Dies gilt sowohl für den Meister als auch für den staatlich geprüften Techniker. Grundsätzlich stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

* Vollzeit
* Teilzeit
* Selbststudium/Fernstudium

Die Fortbildung in Vollzeit geht am schnellsten. Während dieser Zeit hast du aber nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Du besuchst tagsüber die Bildungseinrichtung und musst in der Regel auch Hausaufgaben erledigen, sodass die Zeit für die Ausübung eines Nebenjobs knapp ist.

Die Fortbildung in Teilzeit bietet dir die Möglichkeit, deiner Berufstätigkeit weiter nachzugehen. Die Schule besuchst du an Freitagen und Samstagen. Auch Kurse, die das gesamte Wochenende beanspruchen, sind möglich.

Am flexibelsten bist du, wenn du dich für ein Fernstudium* entscheidest. Bei diesem Studium bekommst du das Material nach Hause geschickt. Du arbeitest es durch und sendest die Aufgaben an einen Fernlehrer. Oftmals hast du auch die Möglichkeit, einen Lehrer persönlich zu kontaktieren. Diese Form der Weiterbildung erlaubt dir eine volle Berufstätigkeit.

Du solltest jedoch bereit sein, deine Freizeit für die Bearbeitung des Unterrichtsstoffes zu investieren und brauchst eine sehr gute Motivation. Außerdem ist es wichtig, dass du der Doppelbelastung aus Fernstudium und Berufstätigkeit gewachsen bist.

Die Kursdauer richtet sich somit nach der gewählten Lehrmethode. Du kannst sie selbst beeinflussen, indem du eine für dich geeignete Lehrmethode auswählst.

Checkliste Kursdauer der Fortbildungen

Staatlich geprüfter Techniker

* 2.400 Stunden Unterricht sind vorgeschrieben
* Dauer in Vollzeit: etwa ein Jahr
* Dauer in Teilzeit: etwa zwei bis drei Jahre
* Dauer im Fernstudium: flexibel, durchschnittlich zwei bis vier Jahre

Meister

* Dauer in Vollzeit: weniger als ein Jahr
* Dauer in Teilzeit: zwei Jahre
* Dauer im Fernstudium: flexibel, durchschnittlich zwei Jahre

Stundenzahl – Lernzeit?

Eine vorgeschriebene Stundenzahl gibt es nur beim staatlich geprüften Techniker. Sie liegt einheitlich bei 2.400 Stunden. Die Lernzeit, die du für die Aneignung der Inhalte benötigst, ist nicht zuletzt von deinem individuellen Lernverhalten abhängig. Grundsätzlich solltest du aber davon ausgehen, dass du nicht alle Inhalte während des Unterrichts bearbeiten kannst und zu Hause eine Nacharbeit leisten musst. Plane in der Woche vier bis sechs Stunden ein, um die Angebote aus dem Unterricht aufzuarbeiten.

Wenn du im Fernstudium lernst, solltest du am Tag ein bis zwei Stunden für die Bearbeitung der Hausaufgaben und der Lehrbriefe einplanen. Die Wochenenden nutzt du, um nicht verstandene Inhalte nachzuarbeiten und die Einsendeaufgaben zu erledigen.

Der Meister kennt keine vorgeschriebene Stundenzahl. Die Vermittlung der Inhalt erfolgt abhängig von erlernten Beruf. Die Lernzeit ist auch hier sehr individuell. Wenn du die Zusammenhänge schnell begreifst, ist eine individuelle Lernzeit von zwei bis drei Stunden in der Woche für die Nachbereitung der Inhalte empfehlenswert. Solltest du aus deiner Schulzeit wissen, dass du einen höheren Lernbedarf hast, planst du wöchentlich bis zu sechs Stunden ein.

Checkliste Stundenzahl und Lernzeit

Staatlich geprüfter Techniker

* 2.400 Stunden vorgeschrieben
* hinzu kommt individuelle Lernzeit von wöchentlich zwei bis sechs Stunden

Meister

* keine Stundenanzahl vorgeschrieben
* individuell am Beruf orientierte Ausbildungsinhalte
* hinzu kommt individuelle Lernzeit von wöchentlich zwei bis sechs Stunden

Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzungen sind sowohl für den staatlich geprüften Techniker als auch für den Meister einheitlich geregelt, und zwar unabhängig davon, welchen Beruf du erlernt hast.

In einem ersten Schritt absolvierst du die Regelschule und schließt diese mindestens mit einem Hauptschulabschluss ab. Dieser berechtigt dich zum Erlernen eines technischen oder handwerklichen Berufes. Wenn du einen höheren Schulabschluss hast, ist dies von Vorteil. Du wirst den Lernaufwand einfacher bewältigen können. Eine Verkürzung der Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker oder zum Meister kannst du mit einem höheren Schulabschluss jedoch nicht erreichen.

Nach dem Ende der Regelschule erlernst du einen Beruf. Dabei ist für beide Fortbildungen eine Ausbildungsdauer von mindestens drei Jahren vorgesehen. Es gibt Berufe, die eine längere Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren haben. Wenn du keine Berufsausbildung abgeschlossen hast, dann lässt sich diese oft durch langjährige Erfahrung ersetzen. Beim staatlich geprüften Techniker sind dabei in den meisten Bundesländern 7 Jahre nötig.

Nicht in jedem Beruf kannst du eine Aufstiegsfortbildung zum Meister oder zum Staatlich geprüften Techniker absolvieren. Dies ist nur in technischen oder handwerklichen Berufen möglich. Wenn du demnach eine Aufstiegsfortbildung anstrebst, ist es wichtig, dass dein gewünschter Beruf eine solche Fortbildung erlaubt.

Nach dem Ende der Ausbildung musst du für die Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker zunächst mindestens ein Jahr berufliche Erfahrungen sammeln. Dann kannst du dich mit den entsprechenden Nachweisen zum staatlich geprüften Techniker ausbilden lassen.

Wenn du deine handwerkliche Ausbildung erfolgreich mit einem Gesellenbrief abgeschlossen hast, kannst du direkt in die Meisterausbildung einsteigen. Für die Meisterprüfung ist es nicht erforderlich, dass du berufliche Erfahrung gesammelt hast. Das ist zumindest beim Handwerksmeister der Fall. Wenn du den Industriemeister bei einer IHK machen möchtest, brauchst du insgesamt 2 Jahre Erfahrung.

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Egal ob du den staatlich geprüften Techniker oder Handwerksmeister machen willst à die Berufserfahrung muss erst zur Prüfung vorliegen.

Checkliste Zugangsvoraussetzungen


Staatlich geprüfter Techniker

* mindestens Hauptschulabschluss nach dem Besuch der Regelschule
* erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in einem technischen Beruf
* mindestens einjährige berufliche Tätigkeit in dem erlernten Beruf

Meister

* mindestens Hauptschulabschluss nach dem Besuch der Regelschule
* erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in einem handwerklichen Beruf

WISSENSWERT: Beim staatlich geprüften Techniker handelt es sich um einen staatlichen Abschluss. Dieser wird durch das jeweilige Bundesland vergeben. Daher sind auch Zugangsvoraussetzungen und Lerninhalte nicht in jedem Bundesland identisch, wenn auch fast gleich.

Der Meister ist ein öffentlich-rechtlicher Abschluss und in ganz Deutschland gleich. Er wird u.a. von der IHK und Handwerkskammer vergeben.

Ist Weiterbildung neben dem Beruf möglich?

Eine Weiterbildung neben dem Ausüben der beruflichen Tätigkeit ist immer eine Doppelbelastung, die du über mehrere Jahre tragen musst. Wenn du dich nicht für eine Fortbildung in Vollzeit entscheidest, weil du Geld verdienen musst, dauert die Fortbildung sowohl an der technischen Fachschule als auch an der Meisterschule mindestens zwei Jahre. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dich für eine Teilzeitausbildung oder für ein Fernstudium entscheidest.

Die Weiterbildung neben dem Beruf ist sowohl für den staatlich geprüften Techniker als auch für den Besuch der Meisterschule möglich. Wichtig ist, dass du bereit bist, die Wochenenden in deine Ausbildung zu investieren und in den Abendstunden die Schule zu besuchen. Dann kannst du die Weiterbildung sehr erfolgreich neben deinem Beruf ausüben.

Abhängig von der Region, in der du lebst, kann es sein, dass du längere Fahrtwege in Kauf nehmen musst, um die Schule zu erreichen. Auch diesen Aspekt solltest du in deine Überlegungen einbeziehen. Die Berufstätigkeit, das Lernen und Nachbearbeiten des Lernstoffes, aber auch die Fahrt zur Schule und die familiären Verpflichtungen müssen vereinbart werden. Nur wenn dir das gelingt, wirst du die Fortbildung erfolgreich abschließen können.

Entscheide dich nur dann für eine Weiterbildung neben dem Beruf, wenn du ganz sicher bist, dass du die Anforderungen in der vorgesehenen Zeit bewältigen kannst. Andernfalls ist es eine bessere Alternative, wenn du dich für eine etwa einjährige Vollzeitausbildung entscheidest, in der du dich ganz auf die Schule und deine Aufstiegsfortbildung konzentrieren kannst. In vielen Fällen ist es möglich, die Monate durch Rücklagen oder die Hilfe der Familie finanziell oder das Aufstiegs-Bafög zu überprüfen.

Checkliste Weiterbildung neben dem Beruf


Staatlich geprüfter Techniker

* Weiterbildung neben dem Beruf ist möglich, erfordert aber einen hohen Aufwand

Meister

* Weiterbildung neben dem Beruf ist möglich, erfordert aber einen hohen Aufwand


Weiterbildungmöglichkeiten zum Meister oder Techniker per Fernstudium:


Was sind die Kosten?

Die Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker, aber auch die Meisterschule kosten in der Regel Geld. Was das Ganze jedoch erträglich macht ist, dass du sowohl für den Meister, als auch für den staatlich geprüften Techniker Aufstiegs-Bafög beantragen kannst. Eine kostenfreie Möglichkeit, die Fortbildungen zu absolvieren, gibt es kaum.

Sowohl die Fortbildung zum Meister als auch jene zum Techniker kosten Geld. Doch du musst das als Investition in deine berufliche Zukunft sehen.

Die Kosten fallen unabhängig von der Wahl deiner Fortbildung an. Dies bedeutet, dass du sie sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit oder für das Fernstudium übernehmen musst. In vielen Fällen wird dir eine Ratenzahlung gewährt, sodass du die Kosten auf einen längeren Zeitraum aufteilen kannst.

Da es sich bei beiden Ausbildungen um eine Fortbildung handelt, die dir einen beruflichen Aufstieg ebnen kann, sind die Kosten in jedem Fall sehr gut investiert. Du hast nach dem Ende der Aufstiegsfortbildung deutlich bessere Verdienstchancen, als wenn du nur die klassische Berufsausbildung absolviert hast. So machen sich die Kosten bezahlt.

Beim staatlich geprüften Techniker unterscheiden sich die Kosten durch die vorgeschriebene Dauer an Stunden nicht so stark wie beim Meister. In jedem Fall solltest du die verschiedenen Angebote vergleichen. Entscheide in einem ersten Schritt, ob ein Fernstudium oder eine klassische Schule für dich die bessere Variante darstellen.

Dabei solltest du wissen, dass ein Fernstudium nicht unbedingt günstiger ist als der Besuch einer Schule. Die Kosten für die Vollzeit- und Teilzeitausbildung sind in etwa identisch. Im Durchschnitt musst du für die Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker mit Kosten zwischen 4.000 EUR und 9.000 EUR rechnen. Da es in den verschiedenen Regionen Deutschlands eine Vielzahl an Angeboten gibt, können die Kosten nach oben oder unten variieren.

Eine Ausnahme bilden staatliche Fachschulen, die dir eine Aufstiegsfortbildung in Vollzeit oder in Teilzeit anbieten. Hier brauchst du für die Lehrmaterialien und die Betreuung, aber auch für die Teilnahme am Unterricht keine Gebühren zu zahlen.

Es werden aber häufig Prüfungsgebühren verlangt, und auch eine Semestergebühr, wie du sie vielleicht von einer Hochschule oder Universität kennst, sind üblich. Wenn eine staatliche Fachschule für dich gut erreichbar ist und wenn du dich für diesen Weg entscheidest, musst du mit Kosten von bis zu 600 EUR pro Semester rechnen.

Der Besuch der Meisterschule muss grundsätzlich selbst bezahlt werden. Auch hier können Förderungen in Anspruch genommen werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen dafür vorliegen. Beim Aufstiegs-Bafög ist es so, dass die Kursgebühren in der Regel auf jeden Fall übernommen werden. Ein Teil davon ist ein Zuschuss welchen du nicht zurückzahlen musst. Der andere Teil ist ein zinsgünstiges Darlehen.

Wie teuer die Meisterschule ist, hängt von dem erlernten Beruf und der angestrebten Meisterausbildung ab. So sind die Weiterbildungen für den Fleischer oder den Friseur mit etwa 4.000 EUR vergleichsweise günstig. Für die Meisterausbildung in der Elektrotechnik zahlst du hingegen bis zu 9.000 EUR. Da dich die Meisterschule nur auf die IHK- oder Handwerkskammerprüfung vorbereitet, musst du an die Handelskammer Prüfungsgebühren bezahlen. Diese belaufen sich auf bis zu 750 Euro.

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So kostet die Meisterausbildung durchschnittlich zwischen 5.000 und 10.000 EUR. Hinzu kommen eventuell noch Fahrtkosten, wenn die Meisterausbildung in der unmittelbaren Nähe nicht absolviert werden kann.

Checkliste Kosten

Staatlich geprüfter Techniker

* an staatlichen Fachschulen zwischen 400 EUR und 600 EUR pro Semester für Studien- und Prüfungsgebühren

* an privaten Ausbildungsstätten 4.000 EUR bis 6.000 EUR für die gesamte Ausbildung

Meister

* abhängig von dem erlernten Beruf zwischen 5.000 EUR und 10.000 Euro

Welche Förderungen gibt es?

Sowohl für die Fortbildung zum Meister als auch für den staatlich geprüften Techniker kannst du das sogenannte Aufstiegs-Bafög nutzen.

Aufstiegs-Bafög Förderung:

Staatlich geprüfter Techniker à Förderung möglich

Meister à Förderung möglich

Das Aufstiegs-Bafög wurde früher Meister-Bafög genannt. Wie du vielleicht schon weißt, wurde es für die Förderung von Aufstiegsfortbildungen ins Leben gerufen. Dies meiner Meinung nach eine unheimlich wertvolle Hilfe. Was es dazu noch zu wissen gibt ist, dass das Ganze aus zwei Teilen besteht:

  • Förderung der Kursgebühren und anfallenden Fortbildungskosten
  • Förderung zum Lebensunterhalt

Die Förderung der Kursgebühren und anfallenden Fortbildungskosten, sollte eigentlich jeder bekommen, der Meister oder Techniker wird. Dabei wird ein Teil der Förderung als zinsgünstiges Darlehen und der andere Teil als Zuschuss gewährt. Mehr zu Aufstiegs-Bafög erfahren!!

Checkliste Förderungen

Staatlich geprüfter Techniker

  • finanzielle Unterstützung durch den Betrieb
  • Aufstiegs-Bafög
  • Schüler-Bafög

Meister

  • Meister-Bafög
  • Bildungskredit (Infos findest du auf der Website der KFW-Bank)
  • finanzielle Unterstützung durch den Betrieb

Wo stehen die Abschlüsse im Qualifikationsrahmen?

Bezüglich des Deutschen Qualifikationsrahmens / Europäischen Qualifikationsrahmens, steht der staatlich geprüfte Techniker und der Meister auf dem gleichen Niveau.

Insgesamt hat dieser Qualifikationsrahmen 8 Stufen. Auf der selben Stufe, auf der sich sowohl der Meister als auch der Techniker befindet, befindet sich auch der akademische Bachelorabschluss

Staatlich geprüfter Techniker -> Stufe 6

Meister -> Stufe 6

Wenn du mehr zum Qualifikationsrahmen erfahren möchtest, dann findest du auf der entsprechenden Website mehr Infos. à hier klicken für Infos zum Qualifikationsrahmen

Anerkennung in den Unternehmen?

Der staatlich geprüfte Techniker findet in den Unternehmen eine hohe Anerkennung. Wenn du die Aufstiegsfortbildung erfolgreich absolviert hast, kannst du dich im technischen Bereich, gemäß deiner Berufsausbildung und Qualifikation, für eine leitende Tätigkeit bewerben. Du kannst Führungsverantwortung übernehmen und wird in wichtige Prozesse und Unternehmensentscheidungen einbezogen.

Hast du die Meisterschule erfolgreich abgeschlossen, kannst du selbstständig einen Handwerksbetrieb führen. In den letzten Jahren ist der Meisterzwang für viele Berufe des Handwerks abgeschafft worden. Dennoch ist es empfehlenswert, wenn du eine Meisterprüfung bestehst. Diese ist vor allem im selbstständigen Bereich für den guten Namen sehr wichtig.

In einer Anstellung wirst du als Meister für die Ausbildung von Lehrlingen eingesetzt und du kannst innerhalb des Betriebes Führungsverantwortung übernehmen. Zudem besitzt du spezifische Kenntnisse in dem Bereich, in dem du ausgebildet worden bist, was für die Übertragung verantwortungsvoller Aufgaben sehr wichtig ist. Die Anerkennung als Meister ist somit sehr hoch. Wenn du die Meisterschule erfolgreich besucht hast und dich auf eine Stelle bewirbst, hast du gegenüber dem Gesellen Vorteile, weil deine Ausbildung von jedem Unternehmen als hochwertiger erkannt werden wird.

Checkliste Anerkennung in den Unternehmen

Staatlich geprüfter Techniker

  • hohe Anerkennung der Aufstiegsfortbildung
  • Übernahme von Führungsverantwortung möglich
  • Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens
  • Möglichkeit einer erfolgreichen selbstständigen Tätigkeit

Meister

  • hohe Anerkennung bei einer Bewerbung mit dem Abschluss der Meisterschule
  • auch ohne Meisterzwang beim Eintritt in die Selbstständigkeit unverzichtbar
  • Ausbildung von Lehrlingen möglich
  • Möglichkeit einer erfolgreichen selbstständigen Tätigkeit

Es kommt vor, dass bei Stellenanzeigen sowohl Techniker als auch Meister gesucht werden. Es kann also sein, dass Meister und Techniker gleiche Aufgaben machen. Oft heißt es in Stellenanzeigen aber auch, Ingenieur oder alternativ Techniker. Hier steht der Techniker mit dem Ingenieur auf einem Niveau.

Wenn wir uns dem Bereich der Metall- und Elektrobranche anstehen, dann steht der staatlich geprüfte Techniker tariflich gesehen eine Stufe über dem Meister.

Entgeltübersicht Metall- und Elektrobranche ERA:

Meister = EG 7

Techniker = EG 8

Das zeigt auch mein Bild bzw. meine Erfahrung aus der Ganzen Materie. Der staatlich geprüfte Techniker steht in aller Regel zwischen Meister und Ingenieur.

Was du dabei beachten musst ist, dass es darauf ankommt, was du daraus machst. Ein Meister, der sich regelmäßig weiterbildet, kann einen eher faulen Techniker schnell überholen. In der Regel ist es jedoch schon so, dass der Techniker bei den meisten Unternehmen etwas über dem Meister steht.

Wenn du dich selbständig machen möchtest, dann ist es egal. Du kannst sowohl als Techniker als auch als Meister ein entsprechendes Unternehmen eröffnen.

Wer verdient was?

Als staatlich geprüfter Techniker besitzt du Spezialkenntnisse, die dich zur Ausführung anspruchsvoller Aufgaben befähigen. Wenn du dich für eine Stelle bewirbst, wird die Fortbildung in der Regel sehr gut anerkannt und schlägt sich auch in dem Gehalt* nieder. Als Berufseinsteiger verdienst du etwa 3.000 EUR brutto im Monat. Wenn du einige Jahre Berufserfahrung hast, steigt das Durchschnittsgehalt auf bis zu 3.450 Euro. Der Spitzenverdienst in dem beruflichen Bereich liegt bei 5.200 Euro brutto im Monat und kann als Führungskraft sicherlich noch viel höher sein.

Das Gehalt, das du nach dem Abschluss deiner Meisterausbildung beanspruchen kannst, liegt sehr weit auseinander. Es kommt darauf an, ob du in einer Anstellung tätig bist oder ob du dich selbstständig gemacht hast. Bei der Selbstständigkeit bestimmt die Auftragslage das Gehalt ganz entscheidend mit.

Auch bei einer Anstellung in einem kleineren oder größeren Handwerks- oder Industriebetrieb ist die Auftragslage für die Zahlung der Gehälter an den Meister entscheidend. Zudem gibt es Branchen, in denen du grundsätzlich weniger oder mehr verdienst als der Durchschnitt. So wird der Friseurmeister in einer Anstellung nicht so viel verdienen wie der Industriemeister, der in der gut dotierten Chemiebranche tätig ist.

Die niedrigsten Gehälter für den Meister liegen zwischen 2.000 EUR und 2.500 EUR. Dabei handelt es sich um Einstiegsgehälter oder um solche, die in Branchen mit Niedriglöhnen (z. B. Friseurhandwerk) gezahlt werden.

Sehr gutverdienende Meister, die einem erfolgreichen eigenen Unternehmen vorstehen oder in einer gut bezahlten Branche tätig sind, kommen auf Gehälter von bis zu 6.250 EUR monatlich. Dazwischen liegt eine sehr breite Spanne, die nahezu alle Branchen abdeckt.

Checkliste Verdienstmöglichkeiten

Staatlich geprüfter Techniker

  • Berufseinsteiger bis zu 3.000 EUR brutto monatlich
  • Berufserfahrene bis zu 5.200 EUR brutto monatlich
  • bei Selbstständigkeit von der Auftragslage abhängig

Meister

  • stark von der Branche abhängig
  • geringstes Gehalt für Berufseinsteiger 2.000 EUR
  • Spitzengehalt in erfolgreichen Unternehmen 6.250 EUR
  • bei Selbstständigkeit von der Auftragslage abhängig

Welche Fortbildungsmöglichkeiten gibt es?

Hast du die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker oder die Meisterschule erfolgreich abgeschlossen, heißt dies nicht, dass deine Fortbildungsmöglichkeiten damit ausgeschöpft sind. Du kannst weitere branchenspezifische Fortbildungen abschließen und dir damit zusätzliche Qualifikationen aneignen, die dich beruflich voranbringen.

Möglich ist auch ein Studium neben dem Beruf an einer Fachschule oder eine Berufsakademie. Alternativ kannst du dich auch für ein Studium in Vollzeit oder per Fernstudium entscheiden.

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Checkliste Fortbildungsmöglichkeiten

Staatlich geprüfter Techniker

  • spezifische Weiterbildungen für die Erweiterung der beruflichen Kompetenzen
  • Studium neben dem Beruf an einer Fachschule oder Akademie
  • Hochschulstudium möglich
  • Geprüfter Technischer Betriebswirt IHK
  • Geprüfter Technischer Industriemanager IHK
  • Geprüfter Betriebswirt HWO

Meister

  • spezifische Weiterbildungen für die Erweiterung der beruflichen Kompetenzen
  • Studium neben dem Beruf an einer Fachschule oder Akademie
  • Hochschulstudium
  • Geprüfter Technischer Betriebswirt IHK
  • Geprüfter Technischer Industriemanager IHK
  • Geprüfter Betriebswirt HWO

Studium nach dem Beruf?

Hast du die Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker erfolgreich bestanden, hast du damit die Möglichkeit an einer Fachhochschule oder Universität zu studieren. Dies bedeutet, dass du ein Studium an einer Fachhochschule, einer Hochschule oder einer Universität aufnehmen kannst und das Ganze ohne Abitur oder Fachhochschulreife. Dabei bist du in der Studienwahl frei.

Du kannst ein Studium aufnehmen, was auf deinen bisherigen Kenntnissen und Fähigkeiten aufbaut. Du kannst dich aber auch für einen ganz anderen Weg entscheiden, wenn du dich beruflich verändern möchtest.

Auch als Meister hast du die gleichen Möglichkeiten. Du brauchst dafür keine weiteren Ausbildungs- oder Weiterbildungsabschnitte vorweisen und auch keine Anerkennung zu durchlaufen. Wenn du nach dem erfolgreichen Abschluss der Meisterschule ein Studium an einer Hochschule oder einer Universität aufnehmen möchtest, ist dies mit dem Meisterabschluss möglich.

Checkliste Studium nach dem Beruf

Staatlich geprüfter Techniker

  • Zugang zu allen Studiengängen an Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten
  • freie Wahl der Fachrichtung

Meister

  • Zugang zu allen Studiengängen an Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten
  • freie Wahl der Fachrichtung

Typische Aufgabenschwerpunkte

Die Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker ist eher theoretischer Natur. Dadurch wirst du am ehesten in der Planung eingesetzt. Staatlich geprüfte Techniker finden sich häufig in der Entwicklung, aber auch der Konstruktion wieder. Techniker sind aber auch im Qualitätsmanagement, der Leitung einer Produktion, im Supply Chain Management oder dem Vertrieb zu finden. Staatlich geprüfte Techniker übernehmen häufig die folgenden Aufgaben:

  • Konstruktion
  • Vertrieb (Account Manager, Technischer Vertrieb, Key Account Manager etc.)
  • Einkauf
  • Forschung und Entwicklung
  • Produktionsleitung, Produktionsplanung
  • Arbeitsvorbereitung
  • Supply Chain Management, Lagerleitung etc.
  • Technische Betriebsleitung kleinerer Firmen
  • Qualitätsmanagement

Die Fortbildung zum Meister ist in der Regel praktischer als jene zum staatlich geprüften Techniker. Als Meister hast du die Fähigkeit, einen Betrieb selbstständig zu leiten und Führungsverantwortung zu übernehmen. Du darfst Lehrlinge ausbilden und die Betreuung anspruchsvoller Aufgaben kann an dich übertragen werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche des Handwerkes, in denen du mit Menschen arbeitest. Dies kann das Friseurhandwerk sein oder das Optikerhandwerk. Im klassischen gewerblichen Bereich wirst du ebenfalls vorwiegend in führenden Positionen eingesetzt.

Wie auch beim staatlich geprüften Techniker der Fall, finden sich Meister im Qualitätsmanagement, der Produktion, im Lager oder der Arbeitsvorbereitung als leitende Angestellte oder übernehmen besonders anspruchsvolle Fachaufgaben.

Checkliste typische Aufgabenschwerpunkte

Staatlich geprüfter Techniker

  • Ausbildung von Lehrlingen
  • Führungsverantwortung
  • Leitung von Personal
  • Einsatz in der Betriebsleitung
  • Betreuung von Projekten
  • Einsatz in der Forschung, Entwicklung, Konstruktion usw. Siehe weiter oben

Meister

  • Ausbildung von Lehrlingen
  • Führung eines eigenen Betriebes
  • Leitung von Personal
  • Einsatz in der Betriebsleitung
  • Übernahme anspruchsvoller Aufgaben

Ablauf der Prüfungen

Die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker endet mit einer Abschlussprüfung, die sich aus vier Teilen zusammensetzt. Darüber hinaus musst du an einem Projekt und an einem Kolloquium teilnehmen. Die vier Prüfungen setzen sich aus Fächern der Ausbildung zusammen. Die Fächer, die im Einzelnen geprüft werden, unterscheiden sich in den einzelnen Bundesländern. So kannst du die Fächer in einigen Ländern selbst wählen. In anderen Ländern werden die Fächer vorgeschrieben.

Einheitlich ist festgelegt, dass du an einem Projekt teilnehmen und eine Technikerarbeit schreiben musst. In einem Kolloquium tauschst du dich mit anderen Teilnehmern aus. Die Arbeit muss zum Abschluss der Ausbildung verteidigt werden.

Die Meisterprüfung unterscheidet sich in den einzelnen Fachgebieten, wenn auch nur geringfügig. Wenn du den Handwerksmeister anstrebst, absolvierst du vier Prüfungsteile. Diese unterteilen sich in einen fachtheoretischen, einen fachpraktischen, einen rechtlichen und wirtschaftlichen und in einen arbeitspädagogischen Teil. Letzterer wird gemäß der Ausbilder-Eignungsverordnung geprüft und befähigt dich, später Lehrlinge auszubilden. Um die Prüfung zu bestehen, musst du in allen vier Ausbildungsteilen eine positive Note -mindestens eine vier- nachweisen.

Neben dem Handwerksmeister gibt es noch den Industriemeister. Dieser besteht aus zwei Teilen. Nämlich:

  • Fachübergreifende Basisqualifikationen
  • Handlungsspezifischen Qualifikationsteil

Checkliste Ablauf der Prüfungen

Staatlich geprüfter Techniker

  • Prüfung in vier Fächern, die abhängig vom Bundesland selbst gewählt werden können oder vorgeschrieben sind
  • Fertigung einer Projektarbeit mit Kolloquium und Verteidigung

Meister

  • fachpraktische Prüfung,
  • fachtheoretische Prüfung,
  • wirtschaftliche und rechtliche Prüfung (in allen Meisterberufen einheitlich
  • arbeitspädagogische Prüfung nach Ausbilder-Eignungsverordnung (in allen Meisterberufen einheitlich)

Wichtige Fachrichtungen beim Techniker

  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Maschinenbau
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Mühlenbau, Getreide- und Futtermitteltechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Gießereitechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Bergbautechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Maschinentechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Mechatronik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Kältetechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugtechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Elektrotechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Papiertechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Druck- und Medientechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Informatik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Luftfahrzeugsystemtechnik & Triebwerkstechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Mikrosystemtechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Bautechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Heizungs- Lüftungs- und Klimatechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Sanitärtechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Holztechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Chemietechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Medizintechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Umwelttechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Biotechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Werkstofftechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Lebensmitteltechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Physiktechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Vermessungstechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Verkehrstechniker
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Galvanotechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Leiterplattentechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Farb- u. Lacktechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Korrosionsschutz
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Keramiktechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Zerspanungstechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Baudenkmalpflege und Altbauerneuerung
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Textiltechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Ledertechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Landbau
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Glasbautechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Weinbau und Oenologie
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Schuhtechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Forsttechnik
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Fahrzeugtechnik und Elektromobilität

Anmerkung:

Bei einigen Fachrichtungen gibt es eine Unterteilung in weitere Spezialisierungsrichtungen. So kann ein staatlich geprüfter Techniker in der Fachrichtung Maschinentechnik aus folgenden Spezialisierungsrichtungen wählen:

  • Bergbaumaschinen
  • Konstruktion
  • Werkzeugbau
  • Fertigungstechnik

Auch für weitere Aufstiegsfortbildungen zum staatlich geprüften Techniker sind diese Spezifikationen möglich.

Wichtige Fachrichtungen beim Meister

Den Meister kannst du in allen Berufen ablegen, die du mit einem Gesellenbrief abschließt. Dabei handelt es sich in der Regel um handwerkliche Berufe. Aber auch in technischen Berufen und in klassischen Ausbildungsberufen ist der Besuch einer Meisterschule als Aufstiegsfortbildung möglich. Da die Ausbildung von den Ländern geregelt wird, können sich die einzelnen Fachrichtungen unterscheiden. Erkundige dich bei der Industrie- und Handelskammer, welche Fachrichtungen genau an deinem Standort angeboten werden. Nachfolgend findest du eine Auswahl an Fachrichtungen, in denen du die Meisterausbildung abschließen kannst.

Checkliste Fachrichtungen Meister

  • Malerhandwerk
  • Friseurhandwerk
  • Gas-Wasser-Installateurhandwerk
  • Optiker
  • Tischler, Schreiner, Sattler
  • Industriemeister (Chemie,Glas, Lebensmittel, holzverarbeitende Industrie
  • Bestatter
  • Fliesenleger, Dachdecker, Zimmerer
  • Schornsteinfeger, Ofenbauer, Kaminbauer
  • Rollladen- und Jalousienbaumeister

Wenn du einen Beruf erlernt hast und die Aufstiegsfortbildung zum Meister anstrebst, ist empfehlenswert, wenn du genau für deine Ausbildung Erkundungen einholst, welche Meistertitel für dich möglich sind. Mitunter gibt es auch mehrere Optionen, aus denen du eine wählen kannst.

Schlusswort

In diesem E-Book hast die wichtigsten Faktoren für oder gegen die jeweilige Aufstiegsfortbildung an die Hand bekommen. Du weißt jetzt, wie die Fortbildungen aufgebaut sind, was du verdienen kannst usw. Du weißt auch welche Weiterbildungsmöglichkeiten du hast und welche Fördermöglichkeiten sich dir bieten. Ich freue mich sehr, wenn dieses E-Book dabei hilft, dein Ziel zu erreichen. Ich wünsche dir viel Erfolg.

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13 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Der Techniker ist sehr wohl praxisorientierte.
    Das erlernte in 2 bzw 4 Jahren muss man in einem Projekt von der Initiierung, Planungsphase, Entwicklungsphase bis hin zur Realisierung in meistens irndeinem unternehmen Unternehmen umsetzen.

    Antworten
    • David Lange
      23. Mai 2019 8:24

      Mit praktisch ist gemeint tatsächlich das Produkt/Werkstück anzufassen und daran/damit zu arbeiten, die “theoretische Praxis” also genaue Planung der praktischen Umsetzung hat jeder.

      Antworten
  • Joachim Schroeder
    25. Juli 2017 14:59

    Letztendlicher Bildungsmaßstab ist die behördliche Besoldung. Selbstverständlich sind Meister und sgTechniker unterschiedlich. beide sind dem mittleren dienst zugeordnet
    – Zulassung Studium Bachelor
    – Zuornung behördlicher mittlerer Dienst

    Wo ist die grundsätzliche formelle Gleichwertigkeit zwischen Meister und SgTechnikergrundsätzlich festgelegt?
    Danke für diese Inform,ation.

    MfG
    Joachim Schroeder

    Antworten
    • Hallo und vielen Dank für den Kommentar. Die Gleichwertigkeit von Meister und
      Techniker findest sich im Bildungsrahmen, der berufliche und akademische
      Abschlüsse vergleichbar machen soll. Sowohl der Techniker als auch der Meister,
      befindet sich dabei auf der 6 Stufen wo übrigens auch der akademische Bachelor angesiedelt ist.

      Viele Grüße
      Josef Altmann

      Antworten
  • Joachim Schroeder
    25. Juli 2017 15:03

    Meister und SgTechniker sind unterschiedliche Ausbildungen. Beide haben jedoch die Zulassung zum Studium Bachelor und sind dem mittleren Behördendienst zugeordnet
    Frage: Wo ist die grundsätzliche Gleichwertigkeit zwischen Meister (Kammerprüfung) und SgTechniker (Zweijährige FS) festgestellt?

    Antworten
  • Moritz Hartmann
    15. Juni 2018 17:07

    Der Techniker ist der höchste nicht akademischer Abschluss den man erreichen kann.

    Antworten
    • David Lange
      23. Mai 2019 8:22

      Das ist falsch, schon grundlegend da im DQR auf Stufe 6 auch noch andere nicht Akademische Abschlüsse zu finden sind – aber auch ist der Techniker nicht höherwertig als der Meister.

      Antworten
  • Ich habe beide Anschlüsse inne, habe 2012 den “Kraftfahrzeug-Technikermeister” und 2017 den “staatlich geprüften Techniker für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität” erworben.
    Ersteren an der HWK, letzteren bei einer staatlichen Technikerschule.

    Arbeite jetzt in der technischen Entwicklung der Automobilindustrie. Ein weiterer berufserfahrener Techniker-Kollege und ich arbeiten dabei in einem Team aus Ingenieuren und sind dabei gleichwertige Teammitglieder.

    Aufgrund der handwerklichen Gesellenausbildung und den “theoretisch-akademischen” Kenntnissen als Techniker ist uns dies möglich.
    Die vertieften Meister-Kenntnisse waren für diese Stellenbesetzung nie ausschlaggebend.

    Wer “handwerken” will sollte unbedingt den Handwerksmeister absolvieren.
    Wer niedrigere und fachliche Führungsaufgaben in der Industrie übernehmen will (und Fertigungs-Berufserfahrung hat), den Industriemeister.

    Wer in die mittlere Führungsebene und in theoretischere Aufgaben vordringen will, den Techniker.
    Wobei letzterer in “meinem Handwerk” auch ganz andere Anforderungen an die universelle Bildung stellt als die Meisterausbildung.

    Antworten
  • Welcher Abschluss nun besser ist? Keine Ahnung!
    Den Meister bekommt man für gutes Geld (10-20.000,-€)und spätestens bei der 2. Nachprüfung hat jeder „Meister“ seinen Zettel. Der Techniker ist, wenn man eine staatliche FachSchule besucht (mal ILS u. Private ausgeklammert), kostenlos. Die Prüfungen haben dort ein hohes Niveau und es fallen auch Leute durch.
    Jedenfalls ist es so, dass ich mit meiner Ausbildung zum Bautechniker (Hochbau) jegliches Unternehmen leiten darf, welches zur Fachrichtung Hochbau gehört. Wiederum kann der Zimmermeister eigentlich keinen Mauererbetrieb, oder eine Dachdeckerei leiten, bzw. „kann“ es schon, darf aber seitens der Bestimmungen der HWK und Eintragung in die Handwerksrolle nicht. Damit ist der Techniker vom Tätigkeitsfeld viel variabler, als ein Handwerksmeister. Dass dem Techniker mit dem Dachdeckerabschluss nun das Mauererfachwissen fehlt, sei mal dahingestellt. Fakt ist, er darf es tun.

    Antworten
    • David Lange
      23. Mai 2019 8:42

      Nun weiß ich nicht ob man sich rühmen muss mit einer relativ gesehenen Gesetzeslücke zu kommen?
      Grundsätzlich sind aber Meister durchaus nicht auf ganz genau das eine Handwerk festgenagelt, das ist ganz grundlegend falsch und kann bei Interesse bei jeder HWK erfragt werden.
      “Artverwande Berufe” ist das Stichwort, so darf z.B. ein Elektroniker Energie & Gebäudetechnik (HWO) als auch ein Fachinformatiker für Systemintegration (IHK) den IT-Meister machen und nicht nur der Elektroniker Informations- und Kommunikationstechnik (HWO) oder IT- System Elektroniker (IHK).
      Auch darf der IT-Meister einen Elektrobetrieb führen und der ET-Meister einen IT-Betrieb/Systemhaus.

      Das hat auch nichts damit zutun das das ein technischer Meister ist, zwar hat der IT-Meister am meisten Stunden hat und ist am schwersten/komplexesten und daher seltener, aber auch der Bäckermeister darf bei den Konditoren wildern (und andersrum) und der Tischler beim Innenausstatter etc.

      Antworten
  • Die Theorie ist nützlich, aber die Praxis wird von Generation zu Generation durchgeführt.
    In Polen stirbt das Wissen des Vaters oder Masters, das an den Sohn / Student übertragen wurde, bereits aus.Viele technische Berufe, die mit der Verarbeitung von Materialien zu tun haben, erfordern das Erbe eines alten Spezialisten für Wissenshunger der Jugendlichen.Ansonsten wird auch die beste Schule nicht helfen.

    Antworten
    • Josef Altmann
      1. Mai 2019 5:26

      Hallo Dariollous,

      vielen Dank für deine Nachricht. Eine Fachkraft braucht
      neben der Theorie sicherlich auch die Praxis. Doch die ist
      bei der Berufsausbildung bereits drinnen. Das heißt, wenn
      du bei uns eine Berufsausbildung machst, wechseln
      sich in der Regel Berufsschule und praktische Ausbildungsphasen
      ab.

      Beim Techniker und Meister ist das anders. Hier arbeiten die meisten
      in einem Arbeitsverhältnis und machen die Aufstiegsfortbildung neben
      dem Job. Auch hier ergänzen sich aber wieder Praxis und Theorie.

      Ich sehe also im deutschen Aus- und Weiterbildungssystem kein Problem
      bezüglich des fehlenden Praxiswissens. Wenn Praxiswissen fehlt, dann
      liegt das heute eher an Faktoren wie, schleche Ausbildung, mangelndes
      Interesse des bzw. der Auszubildenden.

      Viele Grüße
      Josef Altmann

      Antworten
  • Habe den Industriemeister Papiererzeugung gemacht. Abschluss ’16
    Mathe und Englisch sind sehr wohl Unterrichtsfächer. Zumindest war das bei mir so.
    Vg
    Alex

    Antworten

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