Als erstes möchte ich anmerken, dass ich es toll finde, wenn jeder die Möglichkeit hat den höchsten deutschen Abschluss zu erreichen. Seit Bachelor und Master auf den Markt sind, ist die Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems noch besser. Dank des Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) wird sich das mit Sicherheit noch weiter verbessern. Die persönliche Entwicklung ist so nicht mehr nur von einer Entscheidung im Kindesalter abhängig (gehe ich aufs Gymnasium oder nicht?). Es besteht die Möglichkeit für fast jeden sich zu verbessern und sein berufliches Ziel mit viel Engagement und Durchhaltevermögen zu erreichen.

Doch lohnt sich ein Studium für Meister?

Vor allem mit der Weiterbildung zum Meister aber auch der Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker und jeder anderen Aufstiegsfortbildung, ist es mittlerweile fast überall möglich, ohne Einschränkung an einer Hochschule oder Universität zu studieren. Diese Entwicklung sehe ich sehr positiv. Doch lohnt sich das denn überhaupt? Nun, eine genaue Antwort dazu wird es in der Regel nicht geben, weil jeder andere Ziele hat und Voraussetzungen mitbringt. Es kommt immer darauf an. Es kommt nämlich auf verschiedene Faktoren an. Das Wichtigste was ein Meister dabei wissen sollte ist, wo die Richtung hingehen soll. Mit der Richtung ist das Karriereziel gemeint. Dies gilt natürlich auch für Meister und andere berufliche Qualifizierte die durch ein Hochschulstudium eine Karriere anstreben. Man sollte sich wirklich immer hinterfragen. Schließlich ist ein Hochschulstudium meist eine weitreichende Entscheidung. 

Eine Möglichkeit um die Verbesserung durch ein Hochschulstudium zu erfassen kann das Gehalt sein. Denn viele die nach ihrer Aufstiegsfortbildung studieren wollen, erhoffen sich mehr Gehalt. Ein Industriemeister Metall verdient beispielsweise laut gehaltsvergleich.com ca. 3000 Euro pro Monat. Das ist schon mal ganz ordentlich und sollte für viele Industriemeister nur das Grundgehalt darstellen. Wenn ein Meister nun studieren will, stehen diesem viele Möglichkeiten offen. Zu den plausibelsten Wegen gehören allerdings ein Studium im Bereich Ingenieurwesen oder BWL (um interdisziplinär aufgestellt zu sein). Nehmen wir nun mal an, der Industriemeister macht den Bachelor in Maschinenbau und verdient dann laut gehaltsvergleich.com im Durchschnitt 3500 Euro pro Monat, dann hat sich das Gehalt um 500 Euro gesteigert. Das sieht auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus. Allerdings darf keiner so naiv sein und glauben, dass der Abschluss umsonst zu haben ist. Wer nebenbei an einer Fernhochschule studiert, zahlt oft mehr als 10 000 Euro für den Bachelor.

 

Ein Vollzeitstudium ist noch teurer

Wer dann noch Vollzeit studiert, muss auch noch den Verdienstausfall einrechnen. Nun muss sich jeder selber ausrechnen, ob sich das im Einzelnen lohnt. Meiner Meinung nach braucht es für einen richtig guten Verdienst mindestens einen Master Abschluss. Dieser kostet dann aber in der Regel nochmal mindestens 10 000 Euro. Zudem kommt noch hinzu, dass der Abschluss nach dem Meister keine Garantie für einen Karrieresprung gibt. Die Chancen stehen schon gut. Allerdings würde ich persönlich nie nur wegen einer möglichen Gehaltssteigerung studieren. Eine Garantie wird es allerdings in den seltensten Fällen geben.

Einen tollen Vergleich der Abschlüsse Meister, Fachwirt, Bachelor und Co. bietet die Seite http://www.industriemeister.info/industriemeister-gehalt.php. Auf der Seite ist eine sehr gute Tabelle zu sehen in der Einkommen, Kosten und Dauer der Abschlüsse verglichen wird.

 

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Ein Studium braucht Leidenschaft

Dass Geld nicht die wichtigste Triebfeder für ein Hochschulstudium sein sollte, hast du bereits erfahren. Zu unsicher sich die Chancen. Außerdem kannst du nicht wissen, ob dir der Job dann auch wirklich Spaß macht. Es gibt aus meiner Sicht nur einen Grund warum Meister an einer Hochschule studieren sollten. Dieser Grund ist die Leidenschaft. Mal angenommen du möchtest als Lehrer arbeiten oder wissenschaftlich tätig werden. In so eine Fall ist ein Studium in aller Regel ohne Alternative.

Was hat ein Meister für Alternativen zum Studium?

Zusatzqualifikationen wie eine Weiterbildung im Bereich REFA etc., können sich für beruflich qualifizierte wie dem Industriemeister besser lohnen als es ein Hochschulstudium es vermag. Auch Fremdsprachen und Hochschulzertifikate, die ein Spezialgebiet abgedeckten, können sich vor allem finanziell auf das Gehalt eines Meisters auswirken. Wie bereits zu Beginn dieses Artikels geschrieben, kommt es immer auch auf die Ziele an.

FAZIT: Für Meister aber auch staatlich geprüfte Techniker, Fachwirte und Co., kann sich ein anschließendes Hochschulstudium durchaus lohnen. Allerdings ist das keinesfalls gewiss. Oft ist der Erwerb von Zusatzqualifikationen, vor allem im Bereich der Soft Skills, eine effizientere Strategie. Trotz des möglichen besseren Verdienstes eines Akademikers, sollten immer auch die Investitionskosten in die Kosten-Nutzen-Rechnung mit einfließen.

 


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