Mir gefällt es in Deutschland so gut, weil wir in vielen Bereichen sehr vielfältig sind. Zu diesen vielen fältigen Bereichen gehört natürlich auch der Bildungsbereich. Es gibt bei uns viele verschiedene Wege und Abschlüsse. Alle davon haben meiner Meinung nach ihre Daseinsberechtigung. Dennoch schaut es auf den ersten Blick oft so aus, als könnte ein Abschluss den anderen ersetzen. So ist es auch im technischen Bereich. Hier gibt es die Weiterbildung bzw. Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker und ein Ingenieurstudium. Beide zielen auf ähnliche Bereiche ab. Da fragt man sich schon mal: „Was bringt eigentlich mehr? Staatlich geprüfter Techniker oder ein Ingenieurstudium?“

Was ist ein staatlich geprüfter Techniker?

Beim staatlich geprüften Techniker, handelt es sich um eine Fortbildung, für Berufspraktiker mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung. Sie soll den Weg in anspruchsvollere, qualifiziertere und besser bezahlter Positionen freimachen.

Dabei gibt es natürlich nicht den einen Techniker. Es gibt viele verschiedene Fachrichtungen. Zu den beliebtesten gehören die Bereiche:

  • Elektronik
  • Metall
  • Mechatronik
  • Holz
  • Lebensmittel

Wenn du staatlich geprüfter Techniker werden möchtest, dann kannst du eine entsprechende Fortbildung an einer Fachschule in Vollzeit oder Teilzeit machen. Du kannst das Ganze aber auch per Fernstudium angehen, wo du etwa 42 Monate dafür einplanen solltest. Wenn du deinen Techniker in einer Fachschule machst, dann musst du dafür mehr als 2400 Unterrichtsstunden einplanen.

Wenn du die Prüfungen dabei schaffst, das heißt diese mit mindestens einem Vierer abschließt, bekommst du ein Staatsexamen.

Je nachdem in welchen Beruf du tätig bist, wirst du mit diesem Abschluss für qualifiziere Aufgaben im Qualitätsmanagement, der Produktionsplanung aber auch im Einkauf oder Vertrieb eingesetzt. Im Gegensatz zu dem viel praktischer ausgelegten Meister, ist der staatlich geprüfte Techniker eher theoretischer Natur und findet auch Aufgaben in der Entwicklung oder der Beratung usw.


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Was ist ein Ingenieur?

Beim Ingenieur handelt es sich um einen akademischen Abschluss oder ein aufbauendes System davon. Der erste Abschluss diesbezüglich ist in der Regel der Bachelor und der aufbauende Abschluss ist dann der Master.

Ein Ingenieurabschluss kann als Ausbildung direkt nach dem Abitur oder einer Fachhochschulreife, aber auch als Weiterbildung nach einem Meister oder staatlich geprüften Techniker gemacht werden. Das ist auch schon ein Unterschied zum staatlich geprüften Techniker. Dieser ist nämliche eine reine Fortbildung und braucht als Grundlage eine Berufsausbildung und/oder Berufserfahrung.

Wie auch beim Techniker der Fall, kannst du diesen Abschluss an einer Universität oder Fachhochschule vor Ort erlangen. Du kannst aber auch ein Fernstudium ins Auge fassen. Vor allem dann, wenn du das Ganze als Weiterbildung nebenberuflich vorhast, dann bietet sich ein flexibles Fernstudium an.

Wenn du dieses beispielsweise bei der AKAD machst, dann dauert es bis zum Bachelorabschluss in der Sprintervariante ca. 42 Monate. In der Standardvariante solltest du 54 Monate einplanen. Dabei habe ich mich an dem Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik – Bachelor of Engineering orientiert. Wenn du vor hast den Master auch noch zu machen, solltest du nochmal ein bis zwei Jahre dafür einplanen.


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Was sagt der Deutsche Qualifikationsrahmen über das Niveau?

Der Qualifikationsrahmen wurde eingeführt, um einen Vergleich der Bildungsabschlüsse im beruflichen und akademischen System, aber auch im allgemeinbildenden System zu finden.

Doch was sagt der Deutsche Qualifikationsrahmen zu Techniker und Ingenieur? Nun, dieser stellt den Bachelorabschluss und den staatlich geprüften Techniker auf eine Stufe, nämlich der Stufe 6. Der Masterabschluss findet sich dann wiederrum auf der 7. Stufe, wo auch die Betriebswirte der Kammern zu finden sind. Das heißt, dass ein Ingenieur mit Bachelorabschluss auf dem selben Niveau ist, wie ein staatlich geprüfter Techniker.

Das ist gut nachzuvollziehen, weil ja auch der Techniker viel Wissen bringt und darüber hinaus eine Berufsausbildung voraussetzt, was beim Ingenieur nicht der Fall ist. Doch was sagen die Unternehmen? Wie schaut es da aus? Schließlich sind sie es, die Fach- und Führungskräfte beschäftigen.

Was ist in den Unternehmen besser anerkannt?

Der Qualifikationsrahmen ist die eine Sache, die zweite Sache ist allerdings, was die Unternehmen bezüglich der Wertigkeit sagen. Nach meinen Beobachtungen ist es so, dass Ingenieure vor allem in größeren Unternehmen die besseren Karten haben. Sie steigen oft schon viel höher in die Hierarchie ein und verdienen im Schnitt mehr als ein staatlich geprüfter Techniker.

In kleineren und mittleren Unternehmen, kann der Vorteil der Berufserfahrung beim Techniker mehr wert sein. Nach meinen Beobachtungen, gibt es also sowohl mit dem Techniker, als auch mit dem Ingenieur gute Karten einen tollen gutbezahlten Job zu bekommen. Dazu solltest du auch wissen, dass ein Abschluss immer nur ein Teil von dir ist.

Wenn du einen Studienabschluss hast, aber sonst kaum was nachweisen kannst wie Sprachkenntnisse, Praktika usw., dann wird es genauso schwierig, wie als Techniker, der in der Praxis keine Leistungen bringt. Ein Abschluss ist immer nur ein Mosaikstein der Qualifikationen.

Wer verdient mehr – Techniker oder Ingenieur?

Das Einkommen schwankt, in Deutschland doch extrem. So wird im Süden von Deutschland, also in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg mehr verdient, als beispielsweise in Sachsen oder Sachsen-Anhalt. Außerdem spielen viele weitere Faktoren eine Rolle, wie:

  • Berufserfahrung
  • Verhandlungsgeschick
  • Unternehmensgröße
  • weitere Qualifikationen
  • Führungsverantwortung
  • uvm.

eine Rolle für das Einkommen. Ich kann dir aber hier gerne mal eine Fachrichtung aufzeigen, dass du ein Gefühl dafür bekommst. Beispielsweise verdient der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik laut Gehalt.de zwischen 2850 Euro und 4115 Euro brutto im Monat. Dabei verdienen diese qualifizierten Fachkräfte in Bayern mit 3500 Euro im Durchschnitt viel besser, als in Brandenburg mit 2570 Euro im Durchschnitt. Du siehst, dass alleine die Region schon 1000 Euro ausmachen kann.

Um nun das Ganze besser vergleichen zu können, führe ich hier noch das Durchschnittsgehalt eine Ingenieurs im Bereich der Elektrotechnik an. Laut Gehaltsvergleich.com beträgt dieses im zwischen 3070 Euro und 6841 Euro brutto im Monat. Wenn wir das nun mit dem Techniker vergleichen, ist zu erkennen, dass der niedrigste Wert höher und auch der höchste Wert viel höher ist. Dies kann darauf schließen, dass Ingenieure tendenziell besser verdienen. Es kann aber auch sein, dass es große Ausreiser nach Oben gibt, die das Ergebnis etwas verfälschen. Ich bin der Meinung, dass Ingenieure durchaus mehr verdienen, weil sie in größeren Unternehmen oft den Vorzug bekommen und da einfach mehr bezahlt wird.

Außerdem liegt die Stärke des Studiums darin, sich Dinge auch selber zu erarbeiten. Akademiker haben gelernt, an eine Sache wissenschaftlich ran zu gehen. Ein Techniker, kann das auch lernen, aber in der Fortbildung selber, lernt das ein staatlich geprüfter Techniker in der Form nicht.

Kosten-Nutzen-Verhältnis beachten

Wenn du dir die Statistik angeschaut hast, dann erkennst du, dass ein Studium vor allem aus finanzieller Sicht lohnenswert ist. Allerdings ist das aus meiner Sicht nicht immer so. Wenn du nach dem Abitur ein Studium beginnst, dann lohnt sich das auf alle Fälle. Doch je älter du wirst, desto schwieriger wird es mehr zu verdienen als das Studium dann auch bringt. Häufig macht es mehr Sinn, zum Techniker nützliche Zusatzqualifikationen zu erwerben, weil die oft günstiger sind und auch einen positiven Effekt haben.

Außerdem solltest du wissen, dass ein Studium ja auch Geld kostet und im späteren Alter nicht zwangsläufig auch eine finanzielle Verbesserung bringen muss. Du solltest dich also wirklich genau hinterfragen und eventuell gut beraten lassen.

Nicht nur auf das Geld schauen

Wenn du einen weiteren Schritt in deiner Karriere gehen möchtest, egal ob eine Studium oder zum staatlich geprüften Techniker – Geld sollte nicht deine wichtigste Triebfeder sein. Natürlich brauchen wir Geld zu Leben und es ist schön gerecht belohnt zu werden. Doch ist uns Geld wirklich so viel wert, dass wir weder unserer Leidenschaft noch unseren Talenten nachgehen?

Mein Rat an dich lautet daher: „Schau bei deinen weiteren Schritten im Leben immer auch darauf, was du wirklich willst. Deine Leidenschaft sollte dabei eine genauso wichtige Rolle spielen, wie deine Werte.“ Wenn du gerne viel Freizeit mit deiner Familie verbringen willst, dann kann dir ein beruflicher Aufstieg durchaus einen Strich durch die Rechnung machen. Solche möglichen Konsequenzen, solltest du bei deiner Planung auf alle Fälle beachten.

Im Endeffekt ist es so, dass keiner der Abschlüsse der Bessere ist. Es gibt nur den richtigen oder falschen Weg für dich. Es gibt Ziele, da ist der Techniker einfach besser. Andere Ziele brauchen wiederrum ein Studium. Außerdem solltest du dich fragen, ob du so lange lernen kannst. Es sind bei beiden Abschlüssen viele Jahre und das liegt nicht jedem von uns.

Weiterbildung ist wichtig, ja, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Du kannst beispielsweise auch fachlich und persönlich auf dem Laufenden bleiben und musst nicht unbedingt einen umfangreichen Abschluss erwerben, wenn du kein Ziel damit verbindest. Es gibt dazu viele gute Anpassungsweiterbildungen die du nutzen kannst. Willst du allerdings mehr erreichen und Karriere machen, dann ist ein Technikerabschluss, ein Studium oder auch eine Aufstiegsfortbildung zum Meister durchaus anzuraten.

 


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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Ein wesentlicher Punkt wurde nicht genannt:
Das Studium ist viel schwerer als der Techniker.
Den Techniker schaffen viele -fast alle-, im Grundstudium allerdings wird beinhart ausgesiebt, dagegen ist die Meister/Techniker-Schiene doch ziemlich übersichtlich vom Schwierigkeitsgrad.
Vom daher ist es völlig gerechtfertigt, dass ein Ingenieur sowohl höher einsteigt, alsauch bei weitem bessere Aufstiegschancen hat.
Vorallem in größeren Betrieben sind Techniker mit Personalverantwortung sehr selten…
Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben, “Chef” sein ohne Studium gibts da praktisch nicht.
Der Qualifikationsrahmen interessiert im beruflichen Alltag niemanden.
Er ist letztlich eine Streicheleinheit für alle Meister aber vorallem Techniker bzw. solche, die sich oft mit dem Ingenieur vergleichen wollen, es aber eben nicht sind.
Die Rechnung ist auch für die Katz weil man nicht einfach Jahre gegen Jahre gegenrechnen kann.
Die Jahre im Studium bedeuten viel mehr Stoff und Arbeit, als es bei jeder Aus- oder Weiterbildung im gleichen Zeitraum abverlangt wird.
Ich habe selbst eine Ausbildung und kenne einige Meister und Techniker, auch als ehemalige Kommilitonen und habe schon hier und da mal ein bisschen (Nach)Hilfe für angehende Techniker geboten.
Da gibt es durchaus Sachen, die sich ähnlich anhören aber vom Niveau bzw. dem Tiefgang stiefmütterlich sind gegen das, was im Studium auf einen wartet.
Nicht wenige Sachen werden auch garnicht gelehrt, von denen hat ein Techniker noch nie etwas gehört.
Der Grundtenor nach solchen Vergleichen ist eindeutig: das Studium ist eine andere Welt.

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