Wie in so vielen anderen Bereichen, gibt es auch im technischen Bereich enorm viele Möglichkeiten zur Weiterbildung. Viele denke in erster Linie an die bekannten Aufstiegsfortbildungen wie den Meister oder staatlich geprüften Techniker. Diese Qualifikationen haben eindeutig eine hohe Daseinsberechtigung. Dennoch gibt es noch weitere sehr interessante Weiterbildungsmöglichkeiten für Praktiker im technischen Bereich.

In diesem Artikel möchte ich dir den REFA-Techniker vorstellen. Beim REFA-Techniker handelt es sich um eine besondere Qualifikation, die dir dabei helfen kann, Karriere zu machen und auch viel mehr Einkommen zu generieren.

Was ist der REFA Verband?

Der REFA Verband hat mehr als 16 000 Mitglieder und ist die älteste Organisation für Betriebsorganisation, Arbeitsgestaltung und Unternehmensentwicklung in Deutschland. Sie dient, wie auch bei der IHK so üblich, als Interessenverband. Der REFA Verband bietet darüber hinaus sehr interessante Weiterbildungsmöglichkeiten wie den REFA-Techniker an.

Neben den REFA-Techniker bietet diese Organisation natürlich noch weitere Qualifikationen wie den

  • Organisationsreferent
  • Industrial Engineer
  • Ingenieur
  • Qualitätsmanager
  • uvm.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten du bei diesem Verband hast, findest du hier auf der Website der REFA.

Was macht ein REFA-Techniker?

Grob geschrieben, wirst du als REFA-Techniker ein Profi in der Arbeitsorganisation. Dein Aufgabenfeld findet sich also dabei im Bereich der Prozesse. Du machst beispielsweise die Produktion deines Unternehmens effizienter. Das heißt, du schaust darauf, dass Produkte in einem optimalen Kosten-Nutzenverhältnis produziert werden.

Ein weiteres Aufgabenfeld des REFA-Technikers, findet sich im Bereich der Ergonomie. Es ist wichtig, dass Arbeitskräfte ihre Aufgaben nicht nur schnell und effizient, sondern auch gesundheitsschonend ausführen können. Zur Ergonomie gehört beispielsweise ausreichend Licht um nicht die Augen zu schädigen etc. Aber auch die Optimierung ausführender Bewegung um sie schneller und gesundheitsschonender zu machen.

Neben diesen Aufgaben, kann eine solch qualifizierte Fachkraft nicht nur Fachaufgaben übernehmen, sondern eine Führungslaufbahn einschlagen. Viele die REFA-Techniker sind, sind gleichzeitig staatlich geprüfter Techniker oder Meister. Sie sind also wirklich sehr gut ausgebildet und demensprechend anspruchsvoll ist dann auch der Aufgabenbereich.

Einen letzten großen Vorteil den ich hier nennen möchte: So ein Techniker hat den Vorteil, dass er nicht nur einen Arbeitsplatz oder eine Abteilung kennt. Nein, in der Regel können sie die Unternehmenszusammenhänge ganzheitlich verstehen und bewerten. Genau aus diesem Grund sind sie dann auch in der Arbeitsorganisation so wertvoll. Sie helfen Unternehmen viel effizienter zu sein und das ist ein sehr großer Vorteil von Firmen, die eine solche qualifizierte Kraft beschäftigt haben.

Wer kann REFA-Techniker werden?

Als erstes möchte ich erwähnen, dass der Weg zu dieser Qualifikation nicht gerade kurz ist und von den Kosten her, sollte das Ganze auch mehrere Tausend Euro ausmachen. So ist die Basis dieser Qualifikationen die Grundausbildung. Darin lernt ein Techniker das Basiswissen und kann danach darauf aufbauen.

Ist die Grundausbildung geschafft, dann kann man sich die Reihe in der die folgenden Zwischenschritte erworben werden müssen aussuchen. Zu diesen weiteren Zwischenschritten gehören die Qualifikationen:

  • Produktionsplaner
  • Kostenkontroller
  • Organisationsreferent

Geeignet ist das Ganze für

  • Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Produktions- und Auftragsmanagement, Industrial Engineering, Fertigungsplanung, Arbeitsvorbereitung
  • Handwerks- und Industriemeister sowie Techniker
  • Universitäts- und Hochschulabsolventen
  • Mitarbeiter, die weiterführende REFA®-Qualifikationen anstreben

Quelle: Website REFA (14.04.2017)

Was wird verdient?

Laut Gehalt.de verdienst du als REFA-Techniker nicht gerade schlecht. Danach liegt das Einkommen zwischen 2700 Euro und 4100 Euro brutto. Das ist teilweise mehr, als ein Industriemeister oder staatlich geprüfte Techniker verdient. In Bayern wird dabei mit ca. 3460 Euro brutto im Monat, im Durchschnitt enorm viel gezahlt. In Sachsen beträgt das Gehalt hingegen nur magere 2500 Euro im Durchschnitt.

Dabei solltest du bedenken, dass es wie überall ist. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die Einfluss auf das Gehalt haben. So spielt die Region eine wichtige Rolle, aber auch die Unternehmensgröße, Tarifverträge, Verhandlungsgeschick usw.

Laut einer Statistik von Gehaltsvergleich.com verdient ein REFA-Techniker in Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern 2860 Euro brutto pro Monat. Wer es in ein Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern schafft, verdient danach 3700 Euro brutto und damit fast 1000 Euro mehr.

 


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Eine Alternative zum Studium?

Wenn wir uns nun den Verdienst und auch die Möglichkeiten anschauen, dann ist zu erkennen, dass diese Ausbildung durchaus auch eine Alternative zum Studium sein kann. In der Tat, sollte sich ein Meister oder Techniker fragen, ob nicht eine Zusatzausbildung wie REFA, QM oder so, sinnvoller ist als ein langwieriges Studium.

Das hängt natürlich vom Einzelfall ab. Es gibt durchaus Gründe, die eher für ein Studium sprechen. So wirst du in größeren Unternehmen eher eine Chance als Ingenieur haben beruflich aufzusteigen, als dies mit einem Meister, Techniker oder auch nur einem REFA-Techniker als Abschluss der Fall wäre.

Wenn du wissenschaftlich arbeiten möchtest oder in den Lehrbereich wechseln willst, bietet sich ebenfalls ein Studium an. Ob also ein Hochschulstudium eine Alternative zu dieser Qualifikation ist, hängt davon ab was du erreichen willst. In manchen Fällen macht ein REFA-Techniker mehr Sinn.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Wie bei so vielen Aus- und Fortbildungsabschlüssen gibt es auch hier mögliche Qualifizierungen. So kann ein REFA-Techniker beispielsweise eine Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt für Unternehmensführung oder in der allgemeinen BWL machen. Natürlich ist auch ein Technischer Fachwirt IHK, Meister oder staatlich geprüfter Techniker denkbar. Wenn du keine ensprechende Aufstiegsfortbildung hast, kann das auf alle Fälle sinnvoll sein.

Wer lieber einen akademischen Abschluss erwerben möchte, kann natürlich auch an einer Hochschule studieren Naheliegend sind dabei Studiengänge wie Produktionstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Wie aber bereits erwähnt, hängt das von deinen Zielen an. Wenn du in dem Unternehmen Karriere machen willst, wo du bereits arbeitest, dann währe ein Gespräch mit deinem Arbeitgeber nicht der schlechteste Weg. Für alle anderen gibt es auch sehr gute Beratungsmöglichkeiten wie bei der Arbeitsagentur oder vielleicht einer IHK.

Du kannst aber auch mit jenen Leuten sprechen, die deinen Weg schon gegangen sind. Diese findest du beispielsweise bei Xing oder Linkedin. Fragen kostet nichts und wenn du aus Erfahrung profitieren kannst, solltest du das auf alle Fälle machen.


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