Karriere als KFZ-Mechatroniker

Eines mal vorneweg – nicht jeder muss ein Hochschulstudium machen um beruflich erfolgreich zu werden. Es gibt auch andere Wege. Am besten ist es dabei aus meiner Sicht, einen Beruf zu wählen der auch Spaß macht. Für viele junge Leute, ist das der Bereich des KFZ-Mechatronikers. Es handelt sich dabei um einen typischen Männerberuf, der mittlerweile auch junge Frauen anzieht. In diesem Artikel möchte ich auf das Berufsbild des KFZ-Mechatronikers eingehen.

Wie lange dauert die Lehre?

Der KFZ-Mechatroniker ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der mit einem Gesellen- bzw. Facharbeiterbrief abschließt. In der Regel dauert die Berufsausbildung 3,5 Jahre. Ich schreibe hier in der Regel, weil es natürlich auch Möglichkeiten gibt, die Lehrzeit zu verkürzen. So können jene die ein Abitur haben, meist schneller fertig werden. Auch eine andere passende Ausbildung, die davor absolviert wurde, kann ein Grund für eine Ausbildungszeitverkürzung sein.

Was ich noch erwähnen möchte ist, dass wenn ich hier vom KFZ-Mechatroniker schreibe, ich den Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik meine. Es gibt nämlich auch andere Fachrichtungen, die sich beispielsweise mit Nutzfahrzeugen beschäftigen.

Was sind die Zugangsvoraussetzungen?

In Deutschland ist es so, dass für eine Berufsausbildung eigentlich keine gewissen Zugangsvoraussetzungen gibt. Jedoch sollte sich vor einer solchen Ausbildung auf alle Fälle jeder selber hinterfragen. Es handelt sich um einen technischen Beruf. Das heißt, es sollte ein Interesse daran bestehen.

Außerdem können die Aufgaben auch körperlich schwerer sein, als dies beispielsweise im Büro der Fall ist. Neben der körperlichen Belastung kommt noch hinzu, dass du bei der Arbeit auch dreckig wirst. Wenn du beispielsweise Öl ablassen musst, oder im Motorraum eines Fahrzeuges arbeitest, dann ist dies in aller Regel nicht besenrein.

Was ein weiterer Punkt sein kann, der eine Rolle für oder gegen die Arbeit im KFZ-Bereich bzw. als KFZ-Mechatroniker sprechen kann, ist eine gesundheitliche Belastung. Dadurch, dass du auch körperlich härter arbeiten musst, solltest du natürlich auch körperlich gesund sein. Außerdem können durch bestimmte Stoffe, mit denen du in der Arbeit in Berührung kommst, Allergien ausgelöst werden.

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Das kannst du als KFZ-Mechatroniker verdienen

Wenn du deine Ausbildung abgeschlossen hast, dann kannst du natürlich stolz auf dich sein. Du hast einen wichtigen Schritt zu einem erfolgreichen Berufsleben gemacht. Mit dem neuen Abschluss, wächst natürlich auch das Einkommen gegenüber dem Ausbildungsgehalt. So verdienst du als KFZ-Mechatroniker laut BerufeNet zwischen 2600 Euro und 2850 Euro brutto pro Monat. Das ist natürlich nicht so schlecht und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Einfluss auf dein Gehalt hat nicht nur deine Ausbildung, sondern auch die Berufserfahrung und die Größe des Unternehmens, für welches du arbeitest. Auch die Region in der du arbeitest, dein Verhandlungsgeschick usw. spielen bei deinem Gehalt eine Rolle. Oft ist es so, dass in Betrieben, in denen Tarif bezahlt wird mehr Einkommen generiert wird, als dies in Unternehmen ohne Tarifvertrag der Fall ist.

Eine weitere Quelle für das Gehalt, ist Gehaltsvergleich.com. Danach verdienen KFZ-Mechatroniker zwischen 1500 Euro und 3180 Euro. Das ist schon ein enormer Unterschied und hat genau die Ursachen, die ich bereits genannt habe. So beträgt laut der Statistik auf der Seite das Einkommen in Bayern 2246 Euro im Durchschnitt pro Monat. In Niedersachsen sind es hingegen nur 2155 Euro und in Thüringen sogar nur 1711 Euro brutto.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Während der Berufsausbildung wird dein Gehalt eher nicht so hoch sein, wie dies danach der Fall ist. Du musst aber bedenken, dass du im Gegensatz zu Akademikern wenigsten ein Einkommen hast. Außerdem sammelst du wichtige Erfahrungen, die dich später im Beruf erfolgreich machen können.

Zum Ausbildungsgehalt, bin ich auf der Website AZUBIYO fündig geworden. Schau dir dazu die folgende Liste an:

  • im 1. Ausbildungsjahr 550 bis 750 Euro brutto
  • im 2. Ausbildungsjahr 600 bis 800 Euro brutto
  • im 3. Ausbildungsjahr 600 bis 900 Euro brutto
  • im 4. Ausbildungsjahr 650 bis 950 Euro brutto

Die Quelle der Website dafür ist übrigens bibb.de. Dabei handelt es sich um das Bundesinstitut für Berufsbildung und damit eine sehr wichtige Infoquelle für fast alle Ausbildungsberufe.

Weiterbildung zum KFZ-Technikermeister

Wer nach seiner Ausbildung und etwas Berufserfahrung mehr erreichen will, sollte eine Aufstiegsfortbildung ins Auge fassen. Die beliebteste Fortbildung für KFZ-Mechatroniker ist dabei jene zum KFZ-Technikermeister. Eine solche Aufstiegsfortbildung bringt viele Vorteile mit sich. So ist es damit beispielsweise möglich einen eigenen Betrieb zu eröffnen oder zu übernehmen. Außerdem kann damit eine Führungspositon oder eine besonders gut bezahlte Fachposition viel besser und schneller erreicht werden.

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Du solltest dabei auch wissen, dass du ohne Weiterbildung keinen Blumentopf mehr gewinnst. Selbst wenn du nur deinen Arbeitsplatz sichern möchtest, dann gilt es sich regelmäßig weiterzubilden. Nun aber wieder zurück zu dieser Aufstiegsfortbildung.

Was es zum KFZ-Technikermeister noch zu wissen gibt ist, dass es für eine solche Aufstiegsfortbildung auch möglich ist, Aufstiegs-Bafög oder auch Meister-Bafög genannt, zu bekommen. Der Vorteil an dieser Förderung ist, dass du einen Teil als nicht rückzahlbaren Zuschuss und einen anderen als zinsgünstiges Darlehen bekommst. Wenn du deinen Meister in Vollzeit machst, kann dadurch unter bestimmten Voraussetzungen sogar dein Lebensunterhalt gefördert werden.

Ein weiterer Vorteil einer solchen Aufstiegsfortbildung ist, dass du damit nicht nur den Geprüften Betriebswirt HWO auch noch machen, sondern an einer Hochschule studieren kannst. Das ist mit einer abgeschlossenen Meisterprüfung sogar ohne Abitur oder Fachhochschulreife möglich.

Als letzten Vorteil, den ich hier aufzählen möchte, möchte ich auf eine Gehaltssteigerung eingehen. Denn meist ist es so, dass du als Meister viel mehr verdienst, als mit einem Facharbeiter- oder Gesellenbrief. Laut BerufeNet beträgt das Einkommen eines KFZ-Technikermeisters zwischen 3655 Euro und 4118 Euro pro Monat und ist damit deutlich höher, als bei einem KFZ-Mechatroniker.


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Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker

Wie in den meisten technischen Berufen, kannst du auch als KFZ-Mechatroniker den staatlich geprüften Techniker machen. Im Gegensatz zum Meister, ist dieser eher theoretisch ausgelegt. Das heißt, du wirst mit diesem Abschluss dann eher in der Entwicklung, im Vertrieb, im Qualitätsmanagement etc. arbeiten.

Natürlich kannst du auch mit diesem Abschluss studieren und natürlich steigt damit in aller Regel auch dein Gehalt. Der Verdienst eines staatlich geprüften Technikers im Fahrzeugberiech beträgt, laut BerufeNet zwischen 3136 Euro und 3655 Euro brutto im Monat. Wenn du selber ein Unternehmen eröffnen möchtest, dann kannst du das mit dem Techniker genauso machen, wie mit dem Meister.

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Wenn du dich fragst, was nun besser ist – Techniker oder Meister. Dann solltest du dir unseren Artikel „Staatlich geprüfter Techniker oder Meister“, anschauen.

Es gibt weitere Fortbildungsmöglichkeiten

Neben diesen beiden beliebtesten und bekanntesten Fortbildungs- bzw. Weiterbildungsmöglichkeiten für KFZ-Mechatroniker, gibt es natürlich noch eine Fülle an Qualifikationen, die du erwerben kannst. So kannst du beispielsweise auch den Technischen Fachwirt machen. Dies ist ideal, wenn du später vielleicht in den kaufmännischen Bereich oder eine Schnittstellenposition wechseln möchtest. So eine Schnittstellenposition ist beispielsweise der Einkauf, aber auch der Vertrieb. Denn dort brauchst du nicht nur technisches, sondern auch kaufmännisches Wissen.

Wenn du keine der genannten Fortbildungen machen willst, dann gibt es auch viele fachliche und persönliche Weiterbildungsmöglichkeiten. So wirst du als KFZ-Mechatroniker auch mit Kunden sprechen müssen. Dabei ist es sehr wichtig, dass du eine gute Kommunikationsfähigkeit hast. Nicht jeder der Kunden wird immer gut aufgelegt sein und es kann auch zu Reklamationen kommen.

Außerdem ist es doch heute so, dass sich die Technik so rasant ändert, dass es immer wieder entscheidend ist, sich in die neuen Aufgaben einzulernenden. Du siehst schon, dass Weiterbildung für deine Karriere unverzichtbar ist. Es ist sicherlich nicht der einzige Karrierefaktor aber doch ein ganz wichtiger.


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