Handelsfachwirt oder Wirtschaftsfachwirt – was bringt mehr?

Eine Aufstiegsfortbildung gehört zu den effektivsten Methoden für Berufspraktiker um beruflich aufzusteigen. Doch oft ist das Angebot so groß, dass die Entscheidung für oder gegen eine Weiterbildung schwer fällt. In diesem Artikel möchte ich zwei beliebte Aufstiegsfortbildungen im kaufmännischen Bereich miteinander vergleichen. Es geht um den Geprüften Handelsfachwirt IHK und den Geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK.

Die Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Handelsfachwirt IHK

Wenn du eine kaufmännische Ausbildung im Handel abgeschlossen hast, dann kannst du häufig sowohl den Wirtschaftsfachwirt als auch den Handelsfachwirt machen. Der Vorteil für dich ist, dass du beide Qualifizierungen nicht nur in Vollzeit- oder Teilzeitkursen erwerben kannst, sondern auch per Fernstudium.

Wenn du nun den Geprüften Handelsfachwirt IHK per Fernstudium machen möchtest, dann kannst du dies u.a. bei der Fernschule SGD machen. Dabei beträgt die Regelstudienzeit 14 Monate wobei du etwa 13 Stunden Lernzeit die Woche einplanen solltest.

Nach der erfolgreichen Aufstiegsfortbildung findest du in aller Regel eine Anstellung in besonders anspruchsvollen Fachpositionen oder mittleren Führungspositionen in einem Handelsunternehmen. Häufig wirst du beispielsweise in Einzelhandel als Marktleiter eingesetzt, oder sogar als gut bezahlter Bezirksleiter. Ebenso denkbar, ist eine Beschäftigung im Außendienst und nach etwas Erfahrung sogar als gut bezahlter Account Managerposten.

Fazit davon ist also, dass du als Handelsfachwirt in erster Linie im Handel unterkommst. Es ist eine Weiterbildung bzw. Aufstiegsfortbildung, die mit mehr Spezialisierung auf ein Gebiet einhergeht, wie dies beim Wirtschaftsfachwirt der Fall ist.

Die Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK

Im Gegensatz zum Handelsfachwirt kann der Geprüfte Wirtschaftsfachwirt IHK nicht nur von jenen gemacht werden, die beruflich im Handel zuhause sind. Der Wirtschaftsfachwirt fordert eine kaufmännische Ausbildung – in welchem kaufmännischen Bereich ist egal.

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Wie auch beim anderen Fachwirt der Fall, kann auch dieser nicht nur im Vollzeit- oder Teilzeitkurs gemacht werden, sondern auch per Fernstudium. Der große Vorteil daran ist die Flexibilität. Außerdem kann das Fernstudium bei unseren Partnern, dem ILS und dem SGD, 4 Wochen kostenlos getestet werden. Das geht bei anderen Kursen meist nicht.

Wenn du den Geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK beim SGD machen möchtest, dann solltest du dafür ca. 18 Monate Lernzeit einplanen. Während dieser Zeit wird empfohlen 8 Stunden Lernzeit pro Woche einzuplanen und es sind auch Seminare zu besuchen. Allerdings sollte dies leichter möglich sein, als ein Jahr ganz von der Arbeit fernzubleiben, wie dies bei einem Vollzeitkurs der Fall ist.

Wirtschaftsfachwirte finden wie auch Handelsfachwirte eine Anstellung in besonders qualifizierten Fachpositionen oder Führungspositionen des mittleren Managements. Sie sind allerdings nicht nur im Handel zu finden, sondern auch in anderen kaufmännischen Bereichen. Wo du dabei unterkommen wirst, hängt auch von anderen Faktoren ab, wie beispielsweise deiner grundlegenden Berufsausbildung. Der Wirtschaftsfachwirt ist also viel generalistischer ausgelegt, als der Fachwirt für den Handel.

Empfehlung

Handelsfachwirt oder Wirtschaftsfachwirt beim ILS

verschiedene Richtungen

4 Wochen kostenlos testen flexibel lernen – wann und wo du willst

Meister Bafög für Aufstiegsfortbildung möglich

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Fernkurs beim SGD

verschiedene Richtungen – auch Meister und Techniker

4 Wochen kostenlos testen flexibel lernen – wann und wo du willst

Meister Bafög für Aufstiegsfortbildung möglich

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Was verdient ein Handelsfachwirt?

Laut der Website Fachwirt Weiterbildung beträgt das Einkommen eines Geprüften Handelsfachwirtes IHK 2300 Euro brutto. Wie bereits vermutet, verdienen dabei Männer mit 2500 Euro brutto pro Monat mehr als Frauen, die lediglich auf 2000 Euro kommen.

Eine weitere Quelle für das Einkommen ist Gehaltsvergleich.com. Danach beträgt das monatliche Gehalt zwischen 1548 Euro und 3232 Euro im Monat. Dabei wird im Bayern rund 2300 Euro verdient und in Sachsen nur 1528 Euro.

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Beim Gehalt solltest du aber nicht nur die eine Qualifikation im Auge behalten. Du wirst in aller Regel nicht nur Aufgrund des Abschlusses mehr oder weniger verdienen. Es gibt auch andere Faktoren, wie deine grundlegende Ausbildung usw., die eine Rolle spielen.

Was verdient ein Geprüfter Wirtschaftsfachwirt IHK?

Wenn wir uns hier wieder nach der Website Fachwirt Weiterbildung richten, dann beträgt das durchschnittliche monatliche Gehalt 2550 Euro und damit etwas mehr als beim Handelsfachwirt. Es kommt aber auch hier auf viele Faktoren wie Geschlecht, Berufserfahrung, Region usw. an.

Du könntest Aufgrund dieser Zahlen zu dem Entschluss kommen, dass es finanziell besser ist den Wirtschaftsfachwirt zu machen. Das muss aber nicht so sein. Beim Durchschnitt geht es nur um die Mitte und nicht darum, was du im Einzelnen verdienen kannst. Wenn du Handelsfachwirt bist und weitere Qualifikationen hast, die gefragt sind, wirst du vermutlich auch mehr Einkommen erzielen als ein Wirtschaftsfachwirt, der nur den Fachwirt und sonst nichts hat.

Welche weiteren Qualifikationen kannst du erreichen?

Hier möchte ich die beiden Fachwirte nicht einzeln aufzählen, weil es vor allem bezüglich Aufstieg für beide Fachwirte die gleichen Möglichkeiten gibt.

So kannst du sowohl mit dem Handelsfachwirt als auch mit dem Wirtschaftsfachwirt den Geprüften Betriebswirt IHK machen. Dieser qualifiziert dich noch besser für Managementaufgaben, kann dich aber auch beispielsweise vom Account Manager zum noch besser bezahlten Key Account Manager bringen. Mit diesem Abschluss kommst du auch bezüglich des Qualifikationsrahmens auf ein sehr hohes Niveau. Der Betriebswirt ist auf der dabei auf der selben Ebene angesiedelt, wie der akademische Master.

Neben dem Betriebswirt der IHK, kannst du auch den Geprüften Betriebswirt HWO ins Auge fassen. Dieser kann an der Handwerkskammer gemacht werden und ist auf der selben Ebene, wie dies beim Geprüften Betriebswirt IHK der Fall ist. Wenn eine entsprechende Bildungseinrichtung näher an deinem Wohnort ist, kann sich das vielleicht anbieten.

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Ein dritter Weg führt über eine Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Dort kannst du den Betriebswirt VWA machen, was auch ein sehr beliebter und bei den Unternehmen gefragter Abschluss ist.

Die vierte Möglichkeit führt über den akademischen Weg zum Hochschulabschluss. Du kannst als Fachwirt nämlich an einer Fachhochschule oder Universität studieren. Dies ist auch ohne Abitur oder sonstige Fachhochschulreife an den meisten Hochschulen möglich.

Für welchen der Wege du dich entscheidest, hängt von dir und deinen Zielen ab. Nicht immer ist der Weg über eine Hochschule, der am besten geeignete. Manchmal reicht es auch einfach aus, sich fachlich und persönlich noch besser zu qualifizieren.

FAZIT – es kommt auf dich und deine Ziele an

Du hast nun sowohl vom Geprüften Handelsfachwirt IHK als auch vom Geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK gehört. Für welchen Weg du dich entscheiden solltest hängt von dir ab. Es kommt auf deine Ziele und Vorlieben an. Wenn du schon weißt, dass du im Handel Karriere machen möchtest, kann sich der Handelsfachwirt besser lohnen. Wenn du dir noch ein paar Türen offenhalten möchtest, solltest du eher auf den Wirtschaftsfachwirt IHK setzen.

 


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