Qualitätsbeauftragter – Karriere im Qualitätsmanagement

Großartige Qualität zu produzieren und qualitativ hochwertige Prozesse im Unternehmen zu etablieren, ist für die meisten Unternehmen erfolgsentscheidend. Ohne ein hohes Qualitätsbewusstsein wird sich kaum mehr eine Firma auf dem Markt behaupten können. Zu groß ist der Konkurrenzdruck.

In manchen Branchen ist es sogar so, dass ein Unternehmen keine Aufträge bekommt, wenn kein Qualitätsmanagementsystem nachgewiesen und dies laufend gepflegt wird. Der Qualitätsbeauftragte hat eine zentrale Rolle, wenn es um das Qualitätsmanagement geht. In diesem Artikel möchte ich den Beruf genauer vorstellen.

Ich möchte darauf eingehen, was du brauchst um Qualitätsbeauftragter zu werden und welche weiteren Karrieremöglichkeiten es für dich gibt.

Was macht ein Qualitätsbeauftragter?

Zusammengefasst lässt sich dazu schreiben, dass ein Qualitätsbeauftragter für die Einführung und Aufrechterhaltung eines Qualitätsmanagements verantwortlich ist. Dazu muss er bzw. sie natürlich wissen über die jeweiligen Normen haben. Die Basisnorm dafür ist in der Regel die DIN EN ISO 9000 ff.

Neben der DIN EN ISO 9000 ff gibt es auch noch andere Normen, mit welchen ein Qualitätsbeauftragter zu tun hat, wenn diese im Unternehmen eingeführt werden sollen bzw. sind. Wenn du beispielweise in der Automobilindustrie tätig bist, dann gibt es hier die VDA-Normen. VDA steht für Verband der Automobilindustrie.

Diese ist noch etwas strenger und umfangreicher als die DIN-Normreihe. Das ist allerdings auch logisch, weil dabei natürlich viel passieren kann, wenn Fehler gemacht werden.

Du siehst schon, dass dieser Beruf recht anspruchsvoll ist. Wichtig zu wissen ist auch, dass jedes Unternehmen, welches ein Qualitätsmanagement einführen will oder eines betreibt, auch einen Qualitätsbeauftragten bestellen muss.

Dieser ist dann häufig auch für interne Audits zuständig oder begleitet Audis von Zertifizierungsstellen und Co. Ein Audit ist eine Überprüfung ob das Qualitätsmanagementsystem mit der Norm in Einklang steht.

Bereits seit etwa 1900 wurden verschiedene Modelle zur Standardisierung des Qualitätsmanagements entwickelt. Wikipedia (06.06.2018)

Wie wird man Qualitätsbeauftragter?

Wenn du Qualitätsbeauftragter werden möchtest, dann solltest du eine relevante Berufsausbildung und auch Berufserfahrung haben. Es gibt auch viele Qualitätsbeauftragte die einen Abschluss als staatlich geprüfter Techniker, Meister oder Ingenieur haben. Das kommt aber auch drauf an, in welcher Branche du tätig bist. In der Metallverarbeitung sollten andere Voraussetzungen da sein, als dies im Dienstleistungsbereich der Fall ist etc.

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Als weiteres ist es sehr hilfreich, wenn du eine Weiterbildung dazu machst. Hier gibt es beispielsweise den Qualitätsbeauftragten TÜV, welchen du hier beim ILS* machen kannst. Diese Weiterbildung dauert im Fernstudium ca. 6 Monate. Der Vorteil am Fernstudium ist, dass du sehr flexibel lernen kannst. Außerdem kannst du das Ganze 4 Wochen kostenlos testen.

Die Prüfung zum Qualitätsbeauftragten TÜV, machst du aber dann nicht beim ILS, sondern beim TÜV.

Wenn du den Kurs nicht per Fernstudium machen möchtest, kannst du dies Alternativ auch direkt beim TÜV machen. Hier gibt es die TÜV Rheinland Akademie oder aber auch die TÜV Nord Akademie. Meist dauert das auf diese Weise keine 6 Monate, sondern nur wenige Tage.

Beim TÜV Süd heißt der Abschluss nicht Qualitätsbeauftragter sondern Qualitätsmanagementbeauftragter TÜV. Außerdem musst du beim TÜV SÜD vorher noch den Abschluss „Qualitätsmanagement-Fachkraft“ erwerben.

Es gibt noch weitere Bildungseinrichtungen

Die TÜV Akademien sind die bekanntesten Einrichtungen, die diesen Abschluss anbieten. Auch ich habe meinen Qualitätsbeauftragten TÜV über das ILS gemacht und dann die Prüfung in Hamburg geschrieben.

Es gibt diesbezüglich allerdings noch viele weitere Möglichkeiten. So bietet die DEKRA-Akademie auch entsprechende Weiterbildungen an. Eine weitere Bildungseinrichtung, die hier erwähnt werden muss, ist Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ). Auch sie hat interessante Kurse im Bereich Qualität.  Wenn dich die DGQ als Weiterbildungspartner interessiert, kannst du dich hier auf der Website informieren.

Qualitätsmanagement – das TÜV Ausbildungssystem

Wenn du deinen Qualitätsbeauftragten TÜV bei der TÜV Rheinland Akademie oder beim TÜV Nord machst, dann hast du noch weitere interessante Möglichkeiten. Es handelt sich dabei um ein Ausbildungssystem. Auf der ersten Stufe dieses Systems befindet sich der Qualitätsbeauftragte.

Auf der zweiten Stufe befindet sich dann der Abschluss „Qualitätsmanager TÜV“. Bei dieser Qualifizierung richtet sich das Augenmerk ganz stark auf die Umsetzung und Pflege des Qualitätsmanagementsystems im Betrieb. Prozesse, Kundenpflege usw. spielen in der Ausbildung zum Qualitätsmanager TÜV eine noch viel größere Rolle.

Ein weiterer Abschluss, der sich dir anbietet, ist der Qualitätsauditor TÜV. Dabei geht es dann um die Überprüfung des QM-Systems. Es gibt verschiedene Audits und als Qualitätsauditor TÜV, kannst du dann verschiedene Audits begleiten oder natürlich auch selber welche durchführen. Wenn du noch genauer wissen möchtest, was ein Audit ist, dann findest du hier einen wertvollen Artikel.

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Was verdient ein Qualitätsbeauftragter?

Wie bei so vielen Bereichen hängt das Gehalt von verschiedenen Faktoren ab. Beim Qualitätsbeauftragten ist das nochmal schwieriger, weil es diesen Beruf eigentlich in jeder Branche gibt.

So verdient man in dem Beruf im Maschinenbau sicherlich viel mehr, als dies im Gesundheitsbereich oder anderen Dienstleistungsbereichen der Fall ist. Eine Quelle, die ich für die Recherche benutzt habe ist die Website „steuerklassen.com“. Danach beträgt das durchschnittliche Bruttogehalt ca. 3190 Euro (Stand 06.06.2018).

Eine weitere Quelle, welche ich beim Gehalt gerne nutze, ist Gehalt.de. Laut Recherche auf dieser Seite beträgt das Einkommen eines Qualitätsbeauftragten zwischen 2540 Euro und 3684 Euro brutto pro Monat. Dabei wird mit ca. 3400 Euro brutto in Baden-Württemberg etwa 500 Euro mehr als in Niedersachsen verdient.

Das lernst du im Fernkurs zum Qualitätsbeauftragten TÜV

Das lernst du im Fernkurs 'Qualitätsbeauftragter TÜV'
Normensystem DIN EN ISO 9000 – 9004 Anforderungen an den Qualitätsbeauftragten – Methoden und Techniken des QM

Du siehst schon, die Weiterbildung zum Qualitätsbeauftragten TÜV ist lohnend, der Job ist anspruchsvoll und nicht so schlecht bezahlt. Wenn du den Fernkurs beim ILS machst, wirst du als Erstes das Normen-System der DIN-Reihe kennenlernen.

Wenn du das geschafft hast, dann geht es um deine zukünftigen Anforderungen. Dazu gehören Themen wie

  • QM-Projektmanagement
  • QM-Handbuch
  • Q-Zertifizierung
  • Qualitätszirkel

uvm. Im weiteren Verlauf des Fernkurses lernst du Methoden und Techniken des Qualitätsmanagements kennen. Dazu gehören:

  • QM-Werkzeuge
  • Q-Prozessregelung
  • Qualitätsinformationsfluss

usw.

Was kostet das Ganze?

Die Kosten für eine Weiterbildung spielen natürlich eine Rolle. Schließlich musst du das Ganze ja auch bezahlen. Als Recherchequelle für Fernkurse nutze ich dazu meist die Seite der Zentralstelle für Fernunterricht. Danach kostet der Fernkurs beim ILS aktuell 972 Euro. Dies kannst du per Raten bezahlen.

Du darfst allerdings auch nicht vergessen, dass noch die Kosten für die Prüfung dazukommen. Diese liegen beim TÜV Nord bei 260 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies beim TÜV Rheinland auch nicht anders bzw. ähnlich ist.

Übrigens kostet der Kurs auch bei anderen Fernschulen das Gleiche oder ähnlich viel. Bei den Kosten wird sich das nicht viel nehmen. Du solltest vor einer Buchung vielleicht auch beachten, wo du die Prüfung machen kannst. Meist finden die regelmäßig in ganz Deutschland statt. Es kann aber auch nicht schaden, wenn der Prüfungsort dann ein bissen näher ist, richtig?

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Empfehlung

Fernkurs zum Qualitätsbeauftragten beim ILS

4 Wochen kostenlos testen flexibel lernen – wann und wo du willst

Meister Bafög für Aufstiegsfortbildung möglich

*

Die Prüfung – wie ist die aufgebaut?

Nach dem jeweiligen Kurs kannst du dann eine Prüfung machen. Diese besteht aus Multiple Choice Fragen. Dabei kann eine Antwort richtig sein oder es können auch alle richtig sein. Das gute bei meiner Prüfung beim TÜV Rheinland war, dass es angegeben war wie viele Antworten bei der jeweiligen Frage richtig sind. Wenn also zwei richtig waren, dann stand das auch da.

Ein weiterer Vorteil kann es sein, dass du deine Lernunterlagen und die Norm zur Prüfung mitnehmen darfst. Du kannst also alle Antworten nachschlagen. Das war für mich ein großer Vorteil. Wenn du dich jetzt freust, weil du nicht lernen musst, dann irrst du dich.

Wenn du jede Frage nachschauen musst, dann wirst du die Prüfung zeitlich nicht schaffen. Diese Möglichkeit soll bloß ein Anker sein, wenn du nicht weiterkommst.

Als ich die Prüfung zum Qualitätsbeauftragten TÜV gemacht habe, war ich glücklicherweise schon recht früh fertig. Ich nutze die Zeit dann noch um die Antworten mit meinen Unterlagen zu vergleichen.

FAZIT:

In diesem Artikel habe ich dir das Berufsbild des Qualitätsbeauftragten vorgestellt. Du hast erfahren was dieser eigentlich macht. Außerdem weißt du jetzt, was du verdienen kannst und was das Ganze kostet. Solltest du noch Fragen oder Anregungen haben, kannst du gerne einen Kommentar da lassen.

 


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