Wenn du einen Beruf im Informatikbereich hast oder lernst, kannst du schon fast sicher sein, dass du nicht arbeitslos wirst. Es gibt kaum Fachkräfte, die in diesem Bereich arbeitssuchend sind. Der Grund dafür ist, dass der Bedarf auch heute noch höher ist als die Nachfrage. Schau dir nur mal an, wie sich unser Leben digitalisiert hat und es noch weiter tut. Die Programme müssen entwickelt werden und Systeme müssen eingerichtet und gepflegt werden. Natürlich braucht es dazu auch Beratung. Denn die Systeme werden zwar einfacher aber auch vielseitiger und manchmal unübersichtlicher.

Einen wichtigen Platz im Bereich der IT, nimmt auch der Informatikkaufmann ein. Viele gute Jobs werden im Hightech-Bereich von Akademikern besetzt. Es gibt allerdings auch eine große Nachfrage nach Experten, die eine ganz normale praktische Ausbildung absolviert haben. In diesem Artikel möchte ich auf einen solchen Beruf eingehen und die Möglichkeiten für eine Karriere aufzeigen.

Was macht ein Informatikkaufmann

Wie es der Berufsname schon vermuten lässt, kennt sich ein Informatikkaufmann mit Informatik aber auch kaufmännischen Belangen aus. So ist er wie auch ein Wirtschaftsinformatiker, sowas wie ein Mittler zwischen zwei Bereichen. Wer sich auf ein Fach spezialisiert oder eine Führungskarriere anstrebt, kann in aller Regel mehr Einkommen erwarten.

Wenn ein Informatikkaufmann als Mittler eingesetzt wird, dann ist er beispielsweise für die Beschaffung von informations- und telekommunikationstechnischen Geräten tätig. Auf Deutsch gesagt, er übernimmt den Einkauf im IT-Bereich. Er kann aber auch einfach nur Kunden beraten, sich um Systeme kümmern, oder Aufgaben planen. Du siehst schon, dass der IT-Bereich recht groß ist und es viele Aufgabenbereiche für einen Informatikkaufmann geben kann. Das heißt wiederrum, dass irgendwann in oder nach der Ausbildung auch eine gewisse Spezialisierung sinnvoll ist.

Was dabei auch klar sein sollte ist, dass du ohne entsprechende Weiterbildung nicht weit kommen wirst. Der Bereich IT ändert sich so rasant, dass das Wissen von heute Morgen schon wieder veraltet ist. Gut, so schlimm ist es jetzt nicht, aber doch soll es zeigen, dass du nicht schlafen darfst. Kenner sagen, dass sich bereits nach einem halben Jahr so viel verändert, das es gefährlich für die Karriere ist, nicht auf dem Laufenden zu bleiben.

Die Ausbildung zum Informatikkaufmann

Wenn du noch kein Informatikkaufmann bist und vor hast einer zu werden, dann solltest du wissen, dass es sich dabei um 3-jährigen anerkannten Ausbildungsberuf handelt. Der Abschluss wird dabei von der Industrie- und Handelskammer abgenommen. Auch wissenswert ist, dass so eine Ausbildung meist im dualen System stattfindet. Das heißt du wirst einen Teil in der Berufsschule erlernen und den anderen Teil in einem Ausbildungsbetrieb. Der große Vorteil gegenüber einem Studium ist hier meist, dass du viel mehr praktische Erfahrung mitbekommst. Du solltest das unbedingt nutzen, denn das kann dein großer Vorteil auf dem Arbeitsmarkt sein.

Natürlich bekommst du während einer solchen Ausbildung auch ein Gehalt. Beträgt laut www.ausbildung.de:

  • Im ersten Ausbildungsjahr zwischen 830 und 930 Euro brutto
  • Im zweiten Ausbildungsjahr zwischen 910 und 980 Euro brutto
  • Im dritten Ausbildungsjahr zwischen 970 und 1060 Euro brutto

Was verdienst du im Beruf?

Wenn du deine Ausbildung erstmal abgeschlossen hast, dann wirst du in der Regel auch viel mehr verdienen. Was du verdienen wirst hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Hierbei spielt sowohl die Region deines Arbeitsplatzes, als auch deine Erfahrung, die Größe und Branche deines Arbeitgebers usw. eine Rolle.

Laut Gehaltsvergleich.com wird dein Einkommen nach der Ausbildung zwischen 1634 Euro und 3418 Euro brutto im Monat betragen. Dabei wird in Bayern im Schnitt ca. 2500 Euro bezahlt und in Sachsen hingegen nur 1733 Euro brutto. Du siehst schon wie enorm groß die Gehaltsunterschiede sein können. Oft ist es auch so, dass du in Unternehmen mit Tarifvertrag mehr Geld verdienen wirst, als dies in Unternehmen ohne einen solchen der Fall ist.

Karriere durch Kommunikationsfähigkeit

Als Informatikkaufmann wird es doch sehr häufig der Fall sein, dass du mit Kunden zu tun hast. Das sind nicht immer nur Privatkunden, sondern teilweise auch gestandene Geschäftsführer. Selbst wenn es, in Anführungszeichen, nur Privatkunden sind, wird eine gute Kommunikationsfähigkeit deiner Karriere dienlich sein.

Daher halte ich es für sehr wichtig, dass du dich in diesem Bereich weiterentwickelst. Die Grundlage dafür kann Weiterbildung sind. Es gibt gute Kurse, auch per Fernstudium, die dich auf ein sehr gutes Niveau bringen können. Was du dazu aber auch wissen solltest ist, dass du deine Kommunikationsfähigkeit nicht alleine durch Weiterbildung ausbauen wirst. Du musst das Ganze auch praktisch anwenden. Am besten direkt nach den Weiterbildungen. Nur so wirst du ein hohes Niveau erlangen und dadurch deiner Karriere auf die Sprünge helfen.

Aufstiegsfortbildung – Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg

Wie in den meisten Bereichen, in denen du eine Berufsausbildung machst, kannst du auch als Informatikkaufmann eine sogenannte Aufstiegsfortbildung machen. Diese soll dir helfen, wie es der Name schon vermuten lässt, dass du beruflich aufsteigst. So wird in aller Regel nicht nur dein Gehalt, sondern auch deine Verantwortung steigen. Du kannst dadurch ein hohes Niveau erreichen und sogar studieren. Selbst wenn du kein Abitur oder eine sonstige Fachhochschulreife hast, ist das damit möglich.

Sicherlich ist eine solche Aufstiegsfortbildung auch für Informatikkaufleute nicht ganz billig. Das haben auch unsere Politiker erkannt und schon vor vielen Jahren das sogenannte Aufstiegs-Bafög, früher Meister-Bafög, eingeführt. Dadurch bekommst du einen Teil der Kosten als Zuschuss und den anderen Teil als zinsgünstiges Darlehen. Auch ich habe dieses Instrument genutzt und kann nur raten, es zu nutzen. Wenn du einen Vollzeitkurs machen möchtest, dann kannst du unter gewissen Voraussetzungen sogar Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen.

Natürlich musst du deinen Job dafür in der Regel aber nicht aufgaben, weil es heute für fast jeden Bereich Fernkurse gibt. Diese kannst du bei vielen Anbietern 4 Wochen kostenlos testen und du kannst zeit- und ortsunabhängig neben dem Beruf lernen.

Staatlich geprüfter Betriebswirt werden

Eine der Aufstiegsfortbildungen, die du für deine Karriere ins Auge fassen kannst, ist jene zum Staatlich geprüften Betriebswirt. Dabei gibt es verschiede Fachrichtungen wie auch Wirtschaftsinformatik oder die Informationsverarbeitung. Beim staatlich geprüften Techniker handelt es sich dabei um den höchsten kaufmännischen nichtakademischen Abschluss und er berechtig auch zum Studium an einer Fachhochschule oder Universität. Häufig bekommst du dafür dann sogar Studienleistungen angerechnet.

In der Regel sollte mit einer solchen Weiterbildung bzw. Aufstiegsfortbildung natürlich auch dein Einkommen steigern. Laut BerufeNet beträgt die durchschnittliche monatliche Grundvergütung zwischen 3600 Euro brutto und 4187 Euro brutto im Monat. Wenn du dich noch an das Durchschnittseinkommen des Informatikkaufmanns erinnerst, dann lohnt sich die Weiterbildung doch ganz stark.

Im Fernstudium wirst du bis zu diesem Abschluss etwa 40 Monate brauchen und du solltest dabei pro Tag gut eine bis zwei Stunden Lernzeit einplanen. Sicherlich ist das nicht wenig, aber machbar. Wie du siehst lohnt sich das Ganze dann in aller Regel auch finanziell.

Betriebsinformatiker und Wirtschaftsinformatiker HWK

Einen weiteren möglichen Aufstiegsweg, auch für Informatikkaufleute, bietet die Handwerkskammer an. Sie stellt schon seit vielen Jahren die Aufstiegsfortbildungen zum Betriebsinformatiker und Wirtschaftsinformatiker HWK zur Verfügung. Mit diesen Fortbildungsabschlüssen befindest du dich dann auf der selben Ebene, wie es im Handwerk beim Meister oder Techniker der Fall ist. Dabei befindest dich der Betriebsinformatiker auf der ersten Ebene der Aufstiegsfortbildungen und der Wirtschaftsinformatiker auf der zweiten Ebene und ist damit dem Geprüften Betriebswirt HWO ebenwürdig. Natürlich wirst du auch damit mehr Geld bekommen, was sich in der selben Region wie jenes eines staatlich geprüften Betriebswirtes in dem Bereich bewegen sollte. Es ist natürlich so, dass der IT-Bereich wie bereits erwähnt, sehr groß ist und es darauf ankommt, wo du dich hin spezialisierst.

Auch die IHK bietet Aufstiegsfortbildungen an

Neben einem Aufstieg über die Handwerkskammern, bietet sich natürlich auch jener über die IHK an. Dabei gibt es verschiedene Richtungen die du gehen kannst. Es gibt Fortbildungen für IT-Consultants, aber auch für IT-Manager, Netzwerkexperten und Entwickler. Je nachdem welchen Weg du gehst, wirst du dann in der Regel auch in den jeweiligen Unternehmen eingesetzt. Ich würde dir raten, dass du nicht den Weg gehst, der am vielversprechendsten ist. Meiner Meinung nach ist es immer besser, seiner Leidenschaft nachzugehen. Dann wirst du auch richtig gut in dem was du machst und du wirst Erfolge erzielen die deiner Karriere guttun. Schau dir zu den IHK Aufstiegsfortbildungen einfach mal diese Seite hier an. Diese zeigt die Aufstiegswege die möglich sind.

Alternative zur Aufstiegsfortbildung – ein Hochschulstudium

Neben dem Weg über das Aufstiegsfortbildungssystem einer IHK oder Handwerkskammer, kannst du mit einer Ausbildung und ein paar Jahren Berufsausbildung auch an einer Fachhochschule studieren.

Wenn du bereits eine Aufstiegsfortbildung abgeschlossen hast, kannst du nicht nur an einer Fachhochschule fachlich studieren, sondern du kannst an Fachhochschulen und Universitäten in aller Regel jedes Fach studieren, welches du studieren magst.

Sicherlich verdienen Akademiker auch im IT-Bereich meist mehr Geld. Sie verdienen mehr als Informatikkaufleute und auch als Betriebsinformatiker. Zumindest in der Regel ist das so. Das heißt aber nicht, dass dies immer sinnvoll ist. Ich habe ja bereits schon erwähnt, wie wichtig die Leidenschaft ist. Außerdem arbeiten Akademiker meist viel theoretischer und das muss dir liegen. Wenn du eher der Praktiker bist, solltest du dich fragen, ob nicht ein anderer Weg mehr Sinn macht.

Auch Anpassungsweiterbildungen bringen dich voran

Nun weißt du ja schon, dass du die Wahl zwischen Aufstiegsfortbildungen der Kammern und des Staates oder den Hochschulen hast. Das musst du aber nicht immer auf diesem Weg machen. Es gibt auch sehr gute Anpassungsweiterbildungen mit denen du auf dem Laufenden bleiben kannst. Dadurch hältst du dein Fachwissen aktuell und kannst dich sogar als Experte in einem Fach positionieren. Es stimmt schon, dass Führungsverantwortung mehr Einkommen bringt. Aber auch gefragte Experten, verdienen natürlich sehr gutes Geld.

Was auch eine gute Möglichkeit ist, sich noch besser zu qualifizieren, ist der Ausbau von Fremdsprachenkenntnissen. Die wichtigste Sprache ist Englisch. Es ist unbedingt anzuraten, hier auf ein hohes Niveau zu kommen. Selbst wenn du nicht mit Kunden von anderen Ländern zu tun hast, sind viele Dinge die du im IT-Bereich brauchst in der englischen Sprache zu finden. Wenn du das nicht kannst, ist es für dich auf dem Karriere- und Arbeitsmarkt ein klarer Nachteil.

Geh deinen eigenen Weg – gründe dein Unternehmen

Als Informatikkaufmann, vor und nach deinem Studium oder der Aufstiegsfortbildung, kannst du natürlich auch den Weg als Unternehmer oder Freelancer einschlagen. Als Freelancer arbeitest du für Unternehmen nicht fest, sondern flexibel. Das hat den Vorteil, dass du mehr verdienen kannst und in der Lebensführung meist freier bist. Im Schnitt beträgt das Einkommen pro Stunde als Freelancer 60 – 70 Euro brutto.

Als Unternehmer eröffnest du ein Gewerbe. Du arbeitest für Kunden oder bist im Beratungsumfeld als Freiberufler tätig. Wer seinen eigenen Weg geht, genießt höchsten Respekt. Damit hast du alle Möglichkeiten, musst aber auch viel mehr machen um erfolgreich zu sein. So liegt es dabei an dir, Steuern und Versicherungen abzuführen. Außerdem gehört die Kundenakquise, die nicht jedem leichtfällt, zu deinem Aufgabenbereich.

Bevor du mit deinem eigenen Business startest, solltest du unbedingt einen Businessplan aufsetzen. Wenn du von einer Bank Kapital für Fördermittel brauchst, ist dieser sowieso ohne Alternative. Was diesbezüglich eine tolle Sache ist, dass du bei der KFW nicht nur Finanzhilfen für die Gründung selber, sondern auch für eine qualifizierte Beratung nutzen kannst. Dies ist auf alle Fälle zu empfehlen, weil es dir hilft, Fallstricken zu vermeiden und besser vorbereitet in die Selbständigkeit zu starten.

 

FAZIT: Als Informatikkaufmann hast du gute Karten für eine Karriere. Egal ob du dich für eine Aufstiegsfortbildung, ein Studium oder Anpassungsweiterbildung entscheidest – ohne geht es nicht. Neben einem Angestelltenverhältnis, kannst du auch die Selbständigkeit ins Auge fassen. Sie bringt dir mehr Freiheiten und die Aussicht auf ein höheres Einkommen, aber auch mehr Risiken und Selbstverantwortung.

 


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