Es ist wohl unbestritten, dass Weiterbildung heute unheimlich wichtig ist. Wer glaubt darauf verzichten zu können wird wohl kaum Karriere machen. Selbst jene die nicht Karriere machen wollen tun gut daran sich weiterzubilden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Wir leben in einer Zeit in der sich die Technik immer schneller entwickelt. Selbst für jene die nicht in einem Beruf unterwegs sind, der mit Technik zu tun hat, wird das in Zukunft immer mehr auch Einfluss auf deren Arbeit nehmen.

Neben den technischen Neuerungen ändern sich natürlich auch Gesetze, Prozesse usw. Das heißt, dass wir meiner Meinung nach, beruflich kaum mehr eine Chance haben wenn wir nicht dran bleiben.

Eigentlich sollte das ja auch überall stehen. Man sollte meinen, dass dies mittlerweile jeden Berufstätigen aber auch Firmenlenker bewusst ist. Doch das ist nicht der Fall. Es gibt noch viele Berufstätige die glauben, dass sie mit der Ausbildung alles gelernt haben was sie brauchen. Das wird sich in Zukunft noch mehr als fataler Irrtum herausstellen.

Arbeitgeber könnten glauben, dass du nicht arbeitest

Wie wichtig Weiterbildung für deine berufliche Zukunft ist, brauche ich hier also eigentlich nicht mehr zu erwähnen. Doch leider ist es mit diesem Thema auch so, dass du zu viel davon haben kannst. Ja, du kannst auch zu viel Weiterbildung haben. Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass es Arbeitgeber bzw. Personaler gibt, die sich die Frage stellen ob du überhaupt gearbeitet hast, wenn du zu viel Weiterbildung im Lebenslauf hast.

Solche Arbeitgeber findest du vor allem noch im ländlichen Raum. Es sind jene die eher noch eine kleinere Firma haben und sich einfach durch nichts anderes als ihre Arbeit definieren. Diese Unternehmer arbeiten nach wie vor zwanzig Jahren und ihr Erfolg gibt ihnen heute noch recht. In Zukunft wird sich da aber noch mehr tun. Es wird noch mehr von diesen Unternehmen in den Abgrund ziehen, die glauben, dass Weiterbildung nichts bringt und man zu viel haben kann.

Du fragst dich jetzt, was das mit dir zu tun hat? Na, wenn du mehrere Weiterbildungen in deinem Lebenslauf aufführst, dann kann dir das bei so mancher Bewerbung das Genick brechen. Eben deshalb, weil sich manche Firmenlenker und Personaler fragen, ob du nur Weiterbildung gemacht hast oder auch gearbeitet hast. Dieser Artikel ist übrigens dann besonders interessant, wenn bei dir bald Bewerbungen anstehen.

Zu viel Weiterbildung? Ist der nicht zu teuer?

Selbst wenn dein zukünftiger Arbeitgeber Weiterbildung als etwas Gutes sieht, heißt das nicht, dass du damit Vorteile hast. Es könnte nämlich auch sein, dass zu viel Weiterbildung im Lebenslauf für potentielle Arbeitgeber bei denen du dich bewirbst heißt, dass du zu teuer bist. Vor allem dann, wenn du mehrere akademische Abschlüsse hast, oder nicht nur Meister, sondern auch noch Betriebswirt, REFA-Techniker usw. bist.

Du siehst schon anhand dieser zwei Argumente, dass Weiterbildung immer auch ein zweischneidiges Schwert sein kann. Das kenne ich besonders bei mir und meinem Lebenslauf. Ich bin ja als Onlineunternehmer tätig und im Bereich des Internets verändert sich ständig etwas. Das heißt, dass ich mich regelmäßig weiterbilden muss. Regelmäßig heißt bei mir nicht alle drei oder vier Jahre, sondern immer.

Ich muss immer auf dem Laufenden bleiben. Würde ich mich nun mit jeder meiner Qualifikationen immer bei jedem Job bewerben, dann ist das für so manchen potentiellen Arbeitgeber zu viel. Doch was kannst du tun, wenn du zu viel Weiterbildung im Lebenslauf hast?

Informiere dich über potentielle Arbeitgeber

Heute ist es relativ einfach sich über potentielle Arbeitgeber zu informieren. Du solltest dir nicht nur die Stellenanzeige anschauen, sondern auch die Unternehmenswebsite. Selbst Presseartikel sind für mich als Recherchequelle relevant.

Eine dritte interessante Quelle die du nutzen kannst, sind soziale Netzwerke wie Xing. Dort kannst du auch nach Unternehmen und Personen suchen. Wenn du nun bei Xing Mitarbeiter findest die viele Weiterbildungen haben, dann deutet das auf einen Arbeitgeber hin der es begrüßt, wenn du dich regelmäßig qualifizierst. So musst du auch weniger Angst haben wegen zu viel Weiterbildung aussortiert werden.

Lebenslauf auf jede Bewerbung anpassen

Es gibt noch sehr viel mehr Gründe wegen denen deine Bewerbung aussortiert werden kann, als nur zu viel Weiterbildung. Doch gegen zahlreiche dieser Gründe gibt es wirkungsvolle Maßnahmen. Eine Maßnahme ist, dass du deine Bewerbungsunterlagen immer auf die jeweilige Bewerbung anpasst. Passe dabei nicht nur das Datum an. Nein, du solltest auch die Schwerpunkte im Lebenslauf anders legen.

Wenn du dich beispielsweise im Vertrieb bewirbst, aber viele Weiterbildungen im Marketing hast, könntest du hergehen und einige dieser Qualifikationen im Lebenslauf zu einem Block zusammenfassen. Das ist dann am besten möglich, wenn du diese nacheinander gemacht hast.

Was ich auch immer wieder gemacht habe ist, dass ich Kurse die ich nebenbei absolviert habe einfach weggelassen habe. Das ist zwar nicht die feine Art, doch manchmal sehr sinnvoll. Gerade dann, wenn schon vorher bekannt ist, dass einem potentiellen Arbeitgeber nur die praktische Erfahrung wichtig ist und er mit Weiterbildung nichts anfangen kann.

Ältere Weiterbildungen und unpassende Kurse raus

Was in manchen Bewerbungsratgebern empfohlen wird und was ich auch immer wieder sage und schreibe ist, dass du ältere Weiterbildungen, die einfach nicht mehr aktuell sind und Kurse die so gar nicht zur Stelle passen, auf die du dich bewirbst, ebenfalls nicht im Lebenslauf erwähnst. Wenn du dich als Maschinenbauer bewirbst und einen Töpferkurs gemacht hast, dann hat der im Lebenslauf einfach nichts verloren. Das Beispiel ein bisschen extrem, aber ich denke du weißt dadurch worauf ich hinaus möchte.

Was du allerdings immer erwähnen solltest sind Weiterbildungen die mit einem Abschluss enden wie beispielsweise, wenn du einen Meister oder Fachwirt hast. Auch der letzte Schulabschluss und dein Hochschulabschluss, gehört in den Lebenslauf.

Ich möchte bei keinem Unternehmen arbeiten, dem …

Es gibt bei vielen von uns Zeiten, da müssen wir einen Job annehmen ob der uns gefällt oder nicht. Schließlich können wir nicht nur von der Luft oder Liebe leben. Dann musst du dich einfach anpassen. Es geht nicht anders und wenn du zu viel Weiterbildung im Lebenslauf hast, dann musst du deine Unterlagen so anpassen, dass es nicht so aussieht. Ja, zu viel Weiterbildung kann in so einem Fall leider unserer Karriere schaden.

Ich für mich, möchte heute nicht mehr bei einem solchen Arbeitgeber arbeiten. An mich habe ich den Anspruch, dass ich mich in meinem Leben immer weiterentwickle. Ich bin nicht der Meinung, wie diese Genossen, dass ich schon alles gelernt habe. Nein ich möchte immer besser werden und Tag für Tag neue Dinge dazulernen. Das ist es doch, was einen Job toll macht. Eine Arbeit sollte nicht nur dafür da sein um Geld zu verdienen, sondern um sich ein Stück zu verwirklichen. Es sollte Spaß machen und Spaß macht ein Job nur dann, wenn wir wachsen und lernen können. Das ist zumindest bei mir so der Fall.

Daher ist es bei mir so, dass ich bei einem Arbeitgeber dem meine Weiterbildungen zu viel sind, nicht arbeiten möchte. Entweder es passt so wie ich bin oder es braucht nicht sein. Wenn wir uns ständig verändern müssen und nicht authentisch sein können, dann ist das auf die Dauer sehr frustrierend.

Fehlende Weiterbildung wirkt sich in Zukunft noch gravierender aus

Oben habe ich ja bereits erwähnt wie gravierend sich fehlende Weiterbildung in Zukunft noch auf Unternehmen und Co. auswirken wird. Heute ist es mit altmodischen Methoden und fehlenden Wissen noch leichter möglich über die Runden zu kommen. Doch vergiss nicht, dass Dinge wie Künstliche Intelligenz sowie moderne Roboter keine Zukunftsvision mehr sind. Außerdem nimmt die Möglichkeit des Zugriffs auf Wissen immer rasanter zu. Alles was es zu wissen gibt, ist oft nur einen Mausklick entfernt. Wenn wir uns nun nicht weiterbilden, wie sollen wir die Veränderungen der Zukunft erkennen und wie sollen wir uns darauf einstellen? Wissen ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil vor der Konkurrenz.

Für ein Unternehmen ist es ein riesiger Wettbewerbsvorteil, wenn es die Veränderungen sieht und frühzeitig darauf reagieren kann. Für jene Unternehmen die das zu spät sehen ist es eher das Gegenteil. Das ist auch so ein Grund warum ich bei keinem Unternehmen arbeiten möchte, dem Weiterbildung unwichtig ist. Wie ist es da bei dir? Möchtest du bei Gewinnern arbeiten die wissen, dass Weiterbildung und das damit erworbene Wissen unheimlich wichtig ist? Oder möchtest du in einem untergehenden Betrieb arbeiten, die glauben alles zu wissen und Weiterbildung hält nur von der Arbeit ab?

FAZIT:

Ja, zu viel Weiterbildung kann der Karriere schaden. Vor allem dann, wenn du unbedingt einen Job brauchst, dann musst du dich einfach immer voll auf die (potentiellen) Arbeitgeber anpassen. Wenn du aber nicht nur nach einem Job, sondern nach einem Beruf suchst, bei dem du nicht nur zum Verdienen von Geld hingehst, sondern weil es dir Freude macht, solltest du authentisch auftreten. Du solltest deine Weiterbildungen dann genau so erwähnen wie sie angefallen sind und wie sie für die zukünftige Stelle relevant sind.

Unternehmer die diesen Artikel lesen, sollten sich unbedingt Gedanken machen. Vor allem dann, wenn dir Weiterbildung bisher unwichtig war. Du kannst dir vorstellen, dass gute Fach- und Führungskräfte nicht nur Geld verdienen wollen. Sie wollen sich auch weiterentwickeln und für sie ist Weiterbildung unheimlich wichtig. Wenn du dich also fragst warum du keine guten Mitarbeiter hast und bekommst, liegt es vielleicht auch daran. Mitarbeiter wollen eben nicht nur Geld und jeder der einen Ehrgeiz hat, möchte bei einem modernen Unternehmen arbeiten, welches sich auch weiterentwickeln möchte. Dazu gehört Weiterbildungen.

 

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