Wer Berufstätig ist, muss sich in der heutigen Zeit immer öfter bewerben. Den Arbeitsplatz für das Leben gibt es immer seltener für immer weniger Menschen. Wenn du dich nun bewerben musst, was denkst du ist das wichtigste Dokument deiner Bewerbungsmappe? Nun, es ist meiner Meinung nach der Lebenslauf. Ist das Anschreiben eher ein Verkaufstext, so hat der Lebenslauf in erster Linie die Funktion Fakten offen zu legen.
Es ist so, wie wenn du dir ein Auto ansiehst. Nachdem dir das Auto optisch schon mal gut gefällt, schaust du dir auch gleich wichtige Fakten wie Preis, Alter usw. an, stimmts?

Also ich mache das so und die meisten Personaler wissen wo sie hinschauen müssen. Sie interessieren sich natürlich in erster Linie für die Fakten in deinem Lebenslauf. Mit diesem Artikel möchte ich dir wertvolle Tipps für deinen Lebenslauf an die Hand geben. Damit bekommst du eine bessere Chance um dein Ziel zu erreichen.

Auch hier zählt der erste Eindruck

Wir Menschen sind komisch. Wir denken, dass wir alle Dinge unseres Lebens durch unseren Verstand entscheiden. Das ist aber in der Regel nicht der Fall. Das Gefühl entscheidet was wir gut finden und was nicht. Erst im zweiten Schritt versucht unser Verstand dieses Gefühl dann zu rationalisieren. Das heißt erst kommt ein gutes oder schlechtes Gefühl auf und dann entscheiden wir nach dem Gefühl.

So ist das nicht nur im privaten Bereich, sondern auch bei Personalern. Dies kannst du bei deinem Lebenslauf und allgemein bei deiner Bewerbungsmappe zu deinen Gunsten nutzen. Wenn dein Lebenslauf schon von Anfang an einen guten Eindruck macht, wirst du eher zum Vorstellungsgespräch eingeladen, als bei einem hässlichen Dokument.

Damit dein Lebenslauf einen guten Eindruck macht, solltest du Eselsohren, Schmierer, Kaffeeflecken usw. vermeiden. Versetz dich in die Lage des Personalers. Wenn du auf dessen Stuhl sitzen würdest, wie möchtest du deine Unterlagen erhalten? Was würdest du über Kaffeeflecken usw. denken?

Neben diesen ohnehin bekannten Dingen, gilt es natürlich auch eine saubere und ordentliche Struktur zu haben.

Das heißt es gibt Rubriken wie

  • Berufserfahrung
  • Ausbildung
  • Weiterbildungen
  • Sonstige Kenntnisse
  • usw.

Diese sollten schnell zu finden sein und auch strikt eingehalten werden. Um eine saubere Struktur zu erhalten, kannst du ein Muster verwenden. Allerdings solltest du dieses Muster nur für die Struktur bzw. den Aufbau verwenden und nicht für die Inhalte deiner Bewerbungsunterlagen.

Ein weiterer Faktor, der eine Rolle spielt ist das Bewerbungsfoto. Mehr dazu erfährst du jetzt.

Das Foto am Lebenslauf

Viele Bewerber nutzen für das Bewerbungsfoto ein Deckblatt. Ein Deckblatt ist allerdings kein Muss und bei Online- und E-Mailbewerbungen ohnehin nur Platzverschwendung (meiner Meinung nach). Was du dazu wissen solltest ist, dass dieses Foto von entscheidender Bedeutung ist. Denke dabei bitte auch wieder an dich selber. Wenn du dir Profile beispielsweise auf Facebook anschaust, dann ist das erste was dir auffällt das bzw. die Fotos, oder? Du wirst zwangsläufig schon Aufgrund dieses Fotos ein gutes oder eher schlechtes Gefühl bekommen.
So wie das bei dir der Fall ist, so ist es auch beim Personaler. Daher solltest du wirklich immer ein professionelles Foto nutzen. Das heißt, dass du nicht auf dein Urlaubsfoto aus dem letzten Sommer setzen solltest. Auch ein Foto mit Tieren, das ja bei Frauen immer gut ankommt, hat in einer Bewerbungsmappe nichts zu suchen.

Du solltest dafür auf alle Fälle einen professionellen Fotografen aufsuchen. Ja, so ein Foto kostet Geld. Es kann sein, dass du dafür ca. 100 Euro auf den Tisch legst. Das sollte es dir aber wert sein. Wenn du Bewerbungen per E-Mail verschickst, dann kannst du es ohnehin immer wieder nutzen und das ohne weitere Investitionen.
Auf diesem Foto solltest du der Stelle entsprechend professionell wirken. Wenn du dich als Maler- und Lackierer bewirbst, dann ist ein Anzug nicht das Richtig. Als Bankangestellter solltest du allerdings unbedingt auf einen Anzug setzen.

Woran du einen guten Fotografen erkennst? Nun, ich würde mir als Erstes seine Referenzen anschauen. Was hat er bzw. sie schon für Bewerbungsfotos gemacht? Als weiteres Anzeichen für einen guten Fotografen, fällt mir die gute Beratung auf. Ein guter Fotograf wird dich fragen, für welche Stelle du dich bewirbst usw. So versucht er das Foto passend für deine Bewerbung zu machen. Ein schlechter Fotograf wird einfach mal drauf los knipsen.

Lückenloser Lebenslauf

Auch heute ist es noch so, dass ein Lebenslauf lückenlos sein sollte. Wenn es da Zeiten gibt, die nicht im Lebenslauf erwähnt werden, dann macht es einen eher schlechten Eindruck.
Zu einem lückenlosen Lebenslauf gehört es, dass du alle Zeiten die berufliche Relevanz haben auflistest und dazwischen keine Zeiten fehlen.

Beispiel: Wenn du bis 11.2001 bei xyz gearbeitet hast und dann im Lebenslauf als weiteren Punkt angibst, 11.2002 bei einer anderen Firma angefangen zu haben und dazwischen keine Zeiten angegeben sind, dann hast du eine Lücke von einem Jahr.

Sollte das in deinem Lebenslauf auch so sein, dann musst du diese Lücke schließen. Warst du vielleicht auf einer Weltreise? Dann solltest du das auch erwähnen und was du während der Zeit gelernt hast. Vielleicht hast du Kontakte aufgebaut oder Fremdsprachen gelernt. Selbst wenn du Arbeitssuchend warst, dann solltest du das im Lebenslauf angeben. Es ist keine Schande. Gerade in der heutigen Zeit, kommt es für viele Berufstätige vor, dass sie auch mal eine Zeit arbeitssuchend waren. Wichtig ist nur, dass du an der Stelle keinen Raum für Spekulationen lässt.

Jetzt wo du weißt, dass fehlende Zeiten im Lebenslauf schlecht sind, solltest du in Zukunft immer drauf achten, dass du solche Zeiten auch sinnvoll nutzt. Wenn du gerade keine Arbeit hast, dann kannst du einen Kurs machen. Vielleicht baust du in dieser Zeit deine Fremdsprachenkenntnisse aus. Auch der Erwerb von EDV-Kenntnissen etc., kann sehr sinnvoll sein. Etwas zu tun ist besser, als nichts zu machen. Das sollte dir bewusst sein. So kannst du nämlich fehlende Zeiten in deinem Lebenslauf von Anfang an verhindern.

Den Lebenslauf bei jeder Bewerbung anpassen

Als ich mich damals von der Schule auf meine ersten Stellen beworben habe, da war der Lebenslauf relativ einfach aufgebaut. Es wurden einfach die beruflichen Stationen, Hobbys, Familie etc. eingebaut. Heute ist das so nicht mehr der Fall.

Wenn du beispielsweise eine berufliche Station nennst, dann solltest du dazu auch in Stichpunkten angeben, was du getan hast und im Idealfall Erfolge nennen. So weiß der Personaler bzw. zukünftige Arbeitgeber nicht nur wo du gearbeitet hast, sondern kann deine Kenntnisse besser einschätzen. Für entscheidend halte ich es nun, dass du dabei immer die relevanten Fakten angibst. Du wirst bei deinem letzten Job sicherlich mehr als nur drei verschiedene Aufgaben gehabt haben, oder? Nun machst du es so, dass du je nach Stelle auf die du dich bewirbst, immer nur die wichtigsten drei oder vier Punkt erwähnst. So kann es bei einem Unternehmen bzw. bei einer Stelle sinnvoller sein, den Schwerpunkt auf Kundenkontakt usw. zu legen, wenn das der Fall war und es wichtig für die neue Stelle ist.

Bei einer anderen Stelle hingegen kann es sinnvoller sein, die fachlichen Errungenschaften der vergangenen Stelle zu nennen. Wie bereits geschrieben, kommt es auf die Stelle an, auf die du dich bewirbst. Dein Lebenslauf sollte also immer wieder auf die Stelle angepasst werden.

Relevanz im Lebenslauf

Hast du vor zehn Jahren einen Kurs in Excel gemacht? Dieser Kurs ist in der Regel kaum mehr was wert. Wenn du diesen nicht in Vollzeit, sondern neben den Job gemacht hast, solltest du es nicht erwähnen. Auch wenn du schon irgendwo anders neuere Kenntnisse erworben hast, macht das Aufführen einer älteren Qualifikation keinen Sinn mehr. Bei deinem Lebenslauf solltest du dich immer fragen, was für deinen zukünftigen Arbeitgeber wichtig ist.
Wenn du beispielsweise eine Hotelbuchungssoftware in deinem Aushilfsjob an der Rezeption gelernt hast, du dich aber jetzt als Dachdecker bewirbst, dann ist das für deinen zukünftigen Arbeitgeber unwichtig. Daher solltest du solche unwichtigen Dinge immer aus deinem Lebenslauf herauslassen. Das macht das Dokument schlanker und zeigt, dass du deinen Fokus auf die wichtigen Dinge legen kannst. Alleine diese Arbeit, macht deinen Lebenslauf oft viel besser als jenen der Konkurrenz.

Mach es Personalern so einfach wie möglich

Auf Tischen von Personalern, landen täglich sehr viele Bewerbungsunterlagen. Viele dieser Mappen, sind identisch aufgebaut und langweilig. Du musst es schaffen, dass deine Bewerbungsunterlagen nicht langweilig wirken sondern neugierig machen. Das schaffst du in dem du den Fokus auf relevante Fakten legst und deinen Lebenslauf so einfach wie möglich für die Leser gestaltest. Denke dabei immer daran, dass die Bewerbung sehr viel mit einer Werbung von einer Firma zu tun hat. Genau wie ein Unternehmen bei Kunden erfolgreich sein möchte, so möchtest du mit deinen Unterlagen Eindruck machen um den Job zu bekommen. Oben habe ich ja schon geschrieben, dass die Struktur eine entscheidende Rolle spielt.

Zu einem einfach zu lesenden Bewerbungsdokument gehört es auch, dass du deinen Lebenslauf in aller Regel umgekehrt chronologisch aufbaust. Das heißt, das die letzte Position die du hattest, an erster Stelle unter der Rubrik „Berufserfahrung“ kommt. Als zweite Position in der Rubrik kommt dann die vorletzte Stelle usw. Natürlich gilt das Ganze nicht nur für die Rubrik „Berufserfahrung“, sondern auch alle anderen Rubriken. Es gibt Fälle, da macht ein solcher Lebenslauf keinen guten Eindruck. Dann muss man sich etwas anderes überlegen. In der Regel gehört diese Art des Lebenslaufs jedoch zum heutigen Standard.

Was du für die Nutzerfreundlichkeit deines Bewerbungsdokuments auch machen kannst ist, dass du Fakten die du besonders herausheben möchtest fett darstellst. Dabei solltest du natürlich sparsam umgehen. Wenn dein Lebenslauf nur noch schwarzen Inhalte besteht, dann hebst du ja nichts heraus, richtig? Du solltest dezent auf die Dinge die dir wichtig sind und auch beim späteren Unternehmen entscheidend sein können, herausheben.
Ein weiterer Erfolgsfaktor diesbezüglich ist, dass dein Lebenslauf so lang wie nötig und so kurz wie möglich ist.

Viele Karriereberater empfehlen, dass dein Lebenslauf nicht mehr als 2 Seiten umfassen soll. Nur wenn du schon extrem lange berufstätig bist oder du im wissenschaftlichen Bereich unterwegs bist, kann eine weitere Seite Sinn machen. Ich empfehle dir, wenn es irgendwie geht, auf zwei Seiten zu setzen. Wenn du dich wie bereits erwähnt, auf die relevanten Dinge deiner Biografie beschränkst, sollte dir das mit den zwei Seiten nicht schwer fallen.

Dennoch die anderen Unterlagen nicht vergessen

Bis hier hin hast du sehr wertvolle Tipps bekommen, mit denen dein Lebenslauf gut bis sehr gut wird. Das wird ein Vorteil für dich und deine Bewerbungsbemühungen sein. Ich bin mir sicher, dass du dadurch mehr Einladungen zum Vorstellungsgespräch bekommst. Dennoch solltest du deinen Fokus nicht nur auf den Lebenslauf legen.
Denn wie auch beim Auto kaufst du nicht nur Aufgrund der Fakten, sondern auch wegen des allgemeinen Erscheinungsbildes. Zum Erscheinungsbild deiner Bewerbungsmappe gehört auch das Anschreiben sowie die Zeugnisse spielen eine Rolle. Versuche auf alle Fälle auch hier Kaffeeflecken, Eselsohren usw. zu vermeiden. Wenn du ein Muster nutzt, was du besonders für den Aufbau machen solltest, darfst du es auf keinen Fall für die Inhalte deiner Bewerbung nutzen. Eine gute Bewerbung ist immer individuell auf die Stelle und das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Personaler bekommen täglich viele Bewerbungen und sie wissen auch ganz genau, was eine gute Bewerbung ist und was keine gute Mappe ist. Verlass dich bitte nicht nur auf deine Kompetenzen und versuche die Chance durch eine tolle Bewerbung, egal ob schriftlich, per E-Mail oder Online-Formular zu nutzen.

 


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