Geprüfter Industriemeister Metall – das musst du wissen

Die Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Industriemeister Metall gehört zu den beliebtesten Qualifikationen für Fachkräfte aus dem Bereich Metall. In diesem Artikel bekommst du einen Einblick in die Fortbildung. Du erfährst, welche Voraussetzungen du brauchst, welche Karrierechancen du hast und was du als Geprüfter Industriemeister Metall verdienen kannst.

Voraussetzungen, um Geprüfter Industriemeister Metall zu werden

Nicht jeder kann Industriemeister werden. Um zu den Prüfungen zugelassen zu werden, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So brauchst du in aller Regel eine abgeschlossene relevante Berufsausbildung. Relevant ist eine Ausbildung für Industriemeister Metall dann, wenn diese im Bereich Metall absolviert wurde. Dazu zählen Ausbildungsberufe wie:

Wenn du keine relevante Berufsausbildung absolviert hast, dann brauchst du alternativ mehr Berufserfahrung. Es ist also so, dass wenn du eine relevante Berufsausbildung absolviert hast, dann brauchst du neben der Ausbildung eine relevante Berufserfahrung von einem Jahr. Wenn du keine Ausbildung absolviert hast, dann 4 Jahre Erfahrung und zuzüglich ein Jahr Erfahrung, also insgesamt 5 Jahre relevante Berufserfahrung.

Wenn du eine andere Berufsausbildung, also keine Ausbildung im Metallbereich hast, dann kannst du ebenfalls zu den Prüfungen beim Geprüften Industriemeister Metall zugelassen werden. In diesem Fall brauchst du insgesamt 3 Jahre relevante Berufserfahrung.

Zusammengefasst sieht es so aus:

  • du bringst eine relevante Berufsausbildung und ein Jahr relevante Berufserfahrung.
  • oder du hast keine relevante Berufsausbildung und bringst insgesamt 4 Jahre relevante Berufserfahrung mit
  • oder du hast keine Ausbildung und hast dann 5 Jahre relevante Berufserfahrung.

Neben den harten Zulassungsvoraussetzungen solltest du auch Disziplin und Motivation mitbringen. Die Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Industriemeister Metall dauert in Vollzeit ca. 6 Monate und in Teilzeit oder Fernstudium im Schnitt zwei Jahre. Meist wird die Fortbildung in Teilzeit oder per Fernstudium neben dem Beruf gemacht. Da braucht es wirklich viel Disziplin und Motivation.

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Was kostet die Aufstiegsfortbildung?

Die Fortbildung zum Industriemeister ist nicht billig. Da kommen gut zwischen 4000 Euro und 10 000 Euro zusammen. Beispielsweise kostet die Fortbildung bei der IHK Akademie in Ostbayern 4000 Euro. Zu den Fortbildungskosten, kommen dann auch noch Prüfungsgebühren, Investitionen in Lernmaterial und auch Fahrtkosten zu Kursen oder Seminaren beim Fernstudium.  

Das ist natürlich viel Geld. Das kann sich so nicht jeder leisten. Jedoch gibt es für eine Aufstiegsfortbildung wie dem Meister das sogenannte Aufstiegs-Bafög. Dabei handelt es sich um ein staatliches Fördermittel. Ein Teil der Förderung ist ein zinsgünstiges Darlehen und der andere Teil ein nicht rückzahlbarer Zuschuss. Wer den Geprüften Industriemeister Metall in Vollzeit macht, kann unter gewissen Voraussetzungen auch Förderung zum Lebensunterhalt bekommen. Eine gute Informationsquelle für das Aufstiegs-Bafög ist die Seite www.aufstiegs-bafoeg.de.

Welche Karrierechancen haben Geprüfte Industriemeister – Metall?

Auf der Website der IHK Akademie Ostbayern heißt es dazu:

Industriemeister der Fachrichtung Metall übernehmen Fach- und Führungsaufgaben in allen betrieblichen Funktionsbereichen der Metallindustrie, insbesondere in der Fertigung und Montage von Metallerzeugnissen und Maschinen aller Art.

Quelle: ihk-wissen.de (24.01.2019) – IHK Akademie Ostbayern

Im Grunde ist es also so, dass du zwei mögliche Richtungen gehen kannst. Du kannst eine fachliche Karriere in einem Spezialistenbereich einschlagen. Als Industriemeister Metall kannst du beispielsweise ins Qualitätsmanagement gehen. Es gibt auch Meister, die im Bereich der Arbeitsvorbereitung oder aber in der Programmierung von CNC-Maschinen Karriere machen.

Das A und O für eine Karriere als Spezialist ist regelmäßige Weiterbildung. Nur wer in seinem Bereich richtig gut wird uns ständig auf dem aktuellen Stand bleibt, kann seine Karriere und auch das Einkommen voran treiben. Lese dazu bitte auch den Artikel „Weiterbildungsmöglichkeiten als Industriemeister“ hier auf der Website.

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Die zweite Richtung, welche du einschlagen kannst, ist eine Führungskarriere. Nach der Fortbildung zum Industriemeister, steigen viele zum Teamleiter und oft dann auch weiter zum Abteilungsleiter bis zum Bereichsleiter auf. Natürlich gibt es diese Stufen nicht in jedem Unternehmen und es gibt nicht so viele Führungspositionen.

Dennoch ist ein beruflicher Aufstieg möglich. Sollte es in deinem Unternehmen keine Möglichkeiten geben, dann ist bietet die Fortbildung zum Geprüften Industriemeister Metall sehr gute Chancen, um sich auch in anderen Unternehmen vorzustellen und dort eine Führungskarriere einzuschlagen.

Das lernst du während der Fortbildung

Erstmal muss erwähnt werden, dass Vorbereitungskurse auf die Prüfungen nicht verpflichtend sind. Du könntest also auch einfach so zu den Prüfungen gehen. Du könntest dich durch Bücher und Co. darauf vorbereiten. Sinnvoll ist das jedoch nicht. Ein Kurs ist auf alle Fälle zu empfehlen.

Wenn du einen Kurs besuchst, dann ist dieser in zwei Teile aufgeteilt:

  • Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen
  • Handlungsspezifischer Qualifikationsteil

Der Fachrichtungsübergreifende Teil ist bei jeder Fachrichtung zum Industriemeister identisch. Du lernst dabei rechtsbewusstes Handeln, aber auch betriebswirtschaftliches Handeln kennen. Diese Kenntnisse brauchst du eigentlich überall. Besonders dann, wenn du eine Führungskarriere einschlagen möchtest. Außerdem gehören die Teile

  • Anwendung von Methoden der Information, Kommunikation und Planung
  • Zusammenarbeit im Betrieb
  • Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten

zu diesem fachrichtungsübergreifenden Basisteil.

Industriemeister besteht aus zwei Teilen

Im zweiten Teil der Aufstiegsfortbildung wird es dann fachlicher. Im Technikteil geht es um Wissen zu den Bereichen Fertigungstechnik, Betriebstechnik und Montagetechnik.

Weiteres Wissen erwirbst du im den Abschnitten Führung und Personal sowie Organisation.

Natürlich könnte ich das ganze noch spezifischer Ausführung. Jedoch solltest du jetzt schon mal einen groben Überblick über die Inhalte bekommen. Möchtest du mehr wissen, dann sind die Website der Kursanbieter die beste Adresse. Möchtest du deinen Industriemeister beispielsweise bei der IHK Ostbayern Akademie machen, findest du auf deren Website wertvolle Infos.

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Was du auch wissen solltest ist, dass nach dem Kursteil der handlungsspezifischen Qualifikationen eine Präsentation und ein Fachgespräch zur Prüfung gehört. Dies bildet dann in aller Regel den Abschluss. Wenn du alle Prüfungen bestanden und auch den Abschluss gemeistert hast, dann darfst du dich mit der Übergabe der Zeugnisse/Abschlusszertifikate Geprüfter Industriemeister IHK – Metall nennen.

Auf welcher Stufe des DQR befindet sich der Abschluss?

Bei der Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister handelt es sich um eine Fortbildung mit staatlich anerkanntem Abschluss. Diese Qualifikation befindet sich laut DQR auf der Stufe 6 und ist damit gleichwertig dem akademischen Bachelor und auch dem staatlich geprüften Techniker. Dazu möchte ich dir auch meinen Artikel „staatlich geprüfter Techniker oder Meister“ empfehlen.

Natürlich heißt das nicht, dass du als Geprüfter Industriemeister Metall jetzt ein Bachelor bist. Auch wenn die Abschlüsse gleichwertig sind, ist sie nicht gleichartig. Dennoch haben beide Abschlüsse dadurch eine offizielle Anerkennung erhalten, was zeigt, dass beide Abschlüsse benötigt werden und unsere Unternehmen sinnvoll bereichern.

Lese auch den Artikel -> Geprüfter Industriemeister werden
Auch der Artikel ist sehr interessant -> Industriemeister – Fernstudium oder Präsenzunterricht

Artikelbild: pixabay

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