Hobby zum Beruf machen – sinnvoll oder Unsinn?

Hobby zum Beruf machen - sinnvoll oder unsinn?

Hast du schon mal daran gedacht, dein Hobby zum Beruf zu machen? Oder hast du es bereits geschafft? Schreib mir das gerne in die Kommentare :-). Bei mir ist es zum Teil so. Ich betreibe mein Business aktuell als Nebenerwerb. Mein Business ist auch mein Hobby.

Neben meinem Business habe ich jedoch auch einen Vollzeitjob. Das gefällt mir ganz gut. Ich gehe gerne zur Arbeit. Dennoch würde ich es nicht als mein Hobby ansehen. In diesem Artikel möchte ich auf das Thema „Hobby zum Beruf machen“ eingehen. Ist das eine gute Idee? Was sind die Vorteile und gibt es auch Nachteile?

Wir alle brauchen Geld

Für viele Menschen klingt es wie ein Traum. Denn es ist der Traum vieler Leute, das Hobby zum Beruf zu machen. So bräuchte man nie mehr arbeiten. Doch ist das so leicht? Ich denke für manche Menschen sicherlich. Bei anderen ist es nicht so leicht. Es gibt viele Menschen, die gerade so über die Runden kommen. Da bleibt am Ende des Geldes doch oft noch etwas Monat übrig.

In so einem Fall ist es meist schwierig, das Hobby zum Beruf zu machen. Wer es schwer hat, die eigene Familie über Wasser zu halten, wird meist nicht mal auf den Gedanken kommen. Es gibt nicht wenige Berufstätige, die mehrere Berufe haben und trotzdem kaum über die Runden kommen. In so einem Fall ist das Ziel „Hobby zum Beruf machen“ in weite Ferne gerückt.

Damit das Hobby zum Beruf gemacht werden kann, müssen also erstmal die Grundbedürfnisse abgedeckt sein. Natürlich ist es in so einem Fall nicht unmöglich, jedoch sehr schwer. An den regelmäßigen Statistiken von verschiedenen Institutionen ist zu erkennen, dass es generell schwer ist, aus schwierigen Verhältnissen aufzusteigen. Und Geld ist meist einer der wichtigsten Faktoren, um seine Zukunft frei gestalten zu können. Ohne Geld ist es also sehr schwierig, wenn auch nicht unmöglich.

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Hobby zum Beruf machen und nie mehr arbeiten müssen?

Hobby zum Beruf machen - ist das Unsinn?

Auch ich war lange der Meinung, wenn ich mein Hobby zum Beruf machen würde, dann müsste ich nie mehr arbeiten. Doch ganz so leicht ist das natürlich nicht. Ja, es bereitet mir Freude, mit meinem Hobby Geld zu verdienen. Doch das Einkommen kommt neben dem normalen Job rein.

Ich habe so keinen Druck, Geld verdienen zu müssen. Müsste ich mit meinem Business Geld verdienen, um davon zu leben, würde die Sache ganz anders aussehen. Ich müsste nicht nur ein paar Stunden, sondern mindestens 40 Stunden die Woche mit dem Thema verbringen. Ich müsste trotzdem Aufgaben übernehmen, die ich nicht machen will.

Aus meiner Sicht sieht manches von der Ferne anders aus als es in Wirklichkeit ist. Nur weil wir uns zum Ausgleich neben dem Job mit etwas beschäftigen, heißt das nicht, dass wir das auch den ganzen Tag tun wollen. Außerdem müssten wir dann damit Geld verdienen und es, nicht so wie jetzt, nur tun, wenn wir Bock darauf haben.

Die Nachteile liegen also auf der Hand:

  • du musst damit Geld verdienen – anders als beim reinen Hobby
  • du musst dich viel länger damit beschäftigen als beim Hobby – das ist anders und lässt das Hobby in einem anderen Licht erscheinen
  • du musst dann trotzdem Dinge machen, die du nicht so gerne tust – beispielsweise Buchführung usw.
  • du musst einen Weg finden, damit Geld zu verdienen, denn ohne Einnahmen ist das Vorhaben zum Scheitern verurteilt
  • du brauchst einen Ersatz als Ausgleich in der Freizeit
  • wer nur noch arbeitet, wird schneller krank – beim Hobby als Beruf ist das oft recht schnell der Fall
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Ja, es ist möglich

Hast du dich von dem einen oder anderen Nachteil abschrecken lassen? Das solltest du nicht. Denn es gibt gute Möglichkeiten, die meisten Probleme im Vorfeld zu beseitigen. Diese Möglichkeiten machen einen Plan erforderlich. Wer ein Geschäft eröffnet, braucht für den Erfolg einen Businessplan. In diesem Plan beschäftigt sich ein Gründer mit seinem Vorhaben. Wenn du dein Hobby zum Beruf machen möchtest, dann solltest du dir auch einen Plan machen.

Du musst dich mit deiner Zukunft beschäftigen. Je besser du dich vorbereitest, desto erfolgreicher wird dein Vorhaben. Lass dabei alle Bereiche deines Lebens Einfluss nehmen. Frag dich beispielsweise auch, was dein Ziel für eine Auswirkung auf dein Privatleben haben kann.

Wenn du es schaffst, dann hast du natürlich viele Vorteile:

  • deine Arbeit wird dir seltener wie Arbeit vorkommen
  • du gehst motivierter in die Arbeit
  • du wirst allgemein zufriedener sein
  • dein Leben ergibt einen Sinn
  • du wirst dich besser anstrengen und so erfolgreicher sein
  • Erfolg und Zufriedenheit wirken sich in der Regel auf dein Privatleben aus

Schau bitte nicht nur auf das Geld

Ja, wir brauchen Geld zum Leben. Ohne Geld ist es nicht so schön und die Probleme wachsen uns oft über den Kopf. Doch Geld ist auch nicht alles. Wer sein Hobby zum Beruf machen will, sollte das tun. Selbst wenn die Einkommensmöglichkeiten nur zu einem normalen Leben reichen – zumindest am Anfang. Wenn du nur aufs Geld achtest, kann sich das schnell rächen.

Du lebst dann sehr oft nicht das Leben, welches du leben willst. Das ist schade, denn es kann gut sein, dass wir nur ein Leben haben. Ist es da nicht schade, dies nur wegen des Geldes zu vergeuden? Das heißt nicht, dass du ohne Geld leben kannst. Natürlich musst du damit auch Geld verdienen, wenn du es Vollzeit durchziehen willst. Du solltest aber immer auch auf das hören, was du wirklich willst.

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Nebenberuflicher Einstieg kann sinnvoll sein

Nicht jedes Hobby eignet sich dafür. Doch es gibt durchaus Hobbys, die du erstmal im Nebenerwerb anfangen kannst. Wenn du eine Leidenschaft für IT hast, dann geht da oft was neben dem normalen Beruf. Wenn du gerne grillst und einen Imbiss hättest, kannst du erstmal am Wochenende tätig werden und das Ganze ausprobieren. So kannst du probieren, ob du mit deinem Hobby auch wirklich Geld verdienen kannst. Du lernst dich viel besser können und kannst so eher einschätzen, ob es für dich sinnvoll, ist dein Hobby zum Beruf zu machen.

FAZIT:

Das Hobby zum Beruf zu machen, das kann eine gute Idee sein. Dennoch ist es nicht so einfach, wie man denkt. Es könnte auch ganz anders sein, als man denkt. Auf einmal muss Geld verdient werden und das ist doch etwas anderes als beim Hobby.

Dennoch gibt es gute Gründe, die dafür sprechen. Das wichtigste ist aus meiner Sicht, dass du dein Vorhaben planst. Du musst dich damit beschäftigen, um herauszufinden, ob die Idee auch realistisch ist. In so einem Fall hast du gute Karten, dein Hobby zum Beruf zu machen.

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo,
    es ist immer schön, wenn man auf der Arbeit etwas macht, woran man Spaß hat. Vielen Dank, dass ihr hier so toll darüber informiert, wie man sein Hobby mit dem Beruflichen verbinden kann!
    Liebe Grüße, Felix von der AdPoint GmbH

    Antworten
  • Ich bin leider seit 2 Jahre psychisch erkrankt und kann meine Tätigkeit in dem Betrieb, wo ich über 20 Jahre dabei bin, nicht mehr ausüben. Ich bekomme eine Erwerbminderungsrente und spiele mit dem Gedanken mein Hobby zum Beruf machen.

    Ich brauche auch ein Ausgleich und wegen meine Diagnose sowieso.
    Ich bin eine diplomierte Schneiderin. Das Häkeln, Stricken und Acryl Malen mache ich aus Leidenschaft.
    Ich habe aber ehrlich gesagt etwas Angst….Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll…
    Hätte gerne Meinung Austausch gehabt,
    Danke

    Antworten
    • Josef Altmann
      7. Februar 2020 7:51

      Hallo Bella,

      das Hobby zum Beruf sein, kann eine gute Idee sein. Es kann jedoch auch sein, dass es ein Hobby bleibt.
      Damit du von Anfang an weißt, was auf dich zukommt, wenn du dich selbständig machen willst, solltest du
      dich vor der Gründung genau informieren. Du solltest mit bereits erfolgreichen Menschen sprechen, die
      das machen was du auch machen willst. Informiere dich bitte so gut wie möglich.

      Dann ist es noch sinnvoll einen Businessplan zu machen. Dabei beschäftigst du dich mit deiner Idee.
      So bekommst du heraus, wie viel Geld du dafür brauchst, wer deine Kunden sind und wie du dein
      Marketing ausrichten kannst. Wenn du selber keinen Businessplan schreiben kannst, dann gibt es dafür
      auch Gründungsberater. Eine solche Beratung kann durch die KFW Förderbank gefördert werden.

      Was du auch wissen solltest ist, dass Angst ganz normal ist. Wir Menschen haben in der Regel immer
      Angst, wenn wir etwas neues machen bzw. machen wollen. Doch wenn wir wirklich hinter einer Idee
      stehen, macht es Sinn es trotzdem zu tun. Es gibt keine Sicherheit im Leben. Wir können immer scheitern.
      Du musst dich fragen, willst du es wirklich machen oder nicht. Wenn du es wirklich machen willst, solltest
      du es unbedingt tun. Denn wenn du es nicht machst, wirst du es sicherlich bereuen. Aber bitte wie geschrieben,
      immer genau informieren und vielleicht auch beraten lassen.

      Viele Grüße
      Josef Altmann

      Antworten

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