Glück – sind Sie ein glücklicher Mensch?

Glück ist etwas, das wir uns irgendwie alle wünschen. Ich kenne keinen einzigen Menschen, der nicht glücklich sein möchte. Doch was ist eigentlich Glück? Ist es nur ein gutes Gefühl, ist es ein Zustand oder was ist es? In diesem Artikel soll es genau darum gehen. Ich möchte mich damit an der Blogparade „Sind Sie ein glücklicher Mensch?“ der Wunschschmiede beteiligen.

Gibt es das Glück?

Es gibt viele Menschen, die sind ihr ganzes Leben lang auf der Suche danach. Nicht wenige dieser Menschen finden es nie. Da fragt man sich doch, ob es das Glück überhaupt gibt. Ich kann dazu nur sagen, bzw. schreiben: „Ja es gibt Glück!“ Das Problem, das viele von uns haben ist, dass sie an der falschen Stelle suchen. Ich habe Bekannte, die brauchen jede Woche ein neues Paar Schuhe und auch alle anderen Dinge müssen immer auf den neuesten Stand sein.

Sie suchen ihr Glück im Konsum und in Gegenständen, die man kaufen kann. Das ist meiner Meinung nach aber ein Problem. Häufig werden dadurch wahre positive Gefühle überdeckt. Es ist wie eine Sucht. Eine Sucht nach immer mehr, besser, schöner, schneller usw. – das wahre Glück werden sie aber in aller Regel dabei nicht finden.

Wir müssen woanders suchen. Wir sollten in uns suchen. Man mag zum Buddhismus stehen wie man möchte. Doch wussten man dort schon vor vielen tausend Jahren, dass wir unser Glück nur in uns selber finden können. In den wenigsten Fällen ist es der Konsum, bzw. sind es die Dinge des Lebens, die uns Glück bescheren. Das bedeutet, dass es Glück gibt. Warum wir es oft nicht finden? Na, weil wir an der falschen Stelle suchen.

Was fehlt mir, um glücklich zu sein?

Auf diese Frage gibt es für mich eigentlich keine exakte Antwort. Wenn ich eine Antwort geben müsste, würde ich sagen: „Um glücklich zu sein, fehlt mir alles und nichts.“ Das heißt, für mich ist es nicht nur ein Zustand. Für mich gibt es kein schwarz und weiß, sondern viele Graustufen dazwischen. Man kann sich immer noch verbessern, sollte aber auch mit dem zufrieden sein, was man hat.

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Ich habe Glück, weil ich einem reichen Land wie Deutschland leben darf. Meine Meinung kann ich sagen, ohne dass ich am nächsten Baum hänge und hungern muss ich auch nicht. Außerdem bin ich im Großen und Ganzen gesund und sehr glücklich verheiratet. Alleine deswegen habe ich schon sehr großes Glück.

Es gibt aber auch Bereiche, in denen ich nicht so viel davon habe. Wenn ich ins Spielkasino gehe, dann verliere ich mit Sicherheit. Auch beim Lottospielen hab ich noch nie nennenswerte Ergebnisse verzeichnen können. Sicherlich kann man das als Unglück in meinem Leben bezeichnen. Ich muss in allen Bereichen meines Lebens kämpfen, um was zu erreichen und bekomme nichts geschenkt. Ich gehöre aber zu den Menschen, die in allen Dingen etwas Positives sehen.

Wenn ich Probleme habe, dann sehe ich diese als Herausforderung an. Bei Fehlern und Missgeschicken erkenne ich die Lehren, die daraus zu ziehen sind. Daher überwiegt meinen Gefühlen nach das Glück. Für mich ist Glück in erster Linie ein positives Gefühl. Es ist ein positives Gefühl zu uns selber und zur Umwelt, in der wir leben.

Was ich außerdem festgestellt habe ist, dass Glück, wie die meisten Dinge des Lebens, einem Kommen und Gehen unterliegen. Es gibt keinen dauerhaften Zustand des Glücks. Es gibt keinen dauerhaften Zustand des Misserfolgs und auch keine dauerhafte Freude. Ob wir jedoch mehr Momente des Glücks erleben oder nicht, entscheiden wir ganz alleine. Es kommt auf die innere Einstellung an. Es kommt darauf an, wie wir das Leben mit seinen Höhen und Tiefen bewerten.

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Weniger ist manchmal mehr

Weiter oben habe ich es schon angedeutet. Es gibt immer mehr Menschen, die höher, schneller, besser und weiter im Leben hinaus wollen. Es ist nie genug und für nicht wenige von uns zählt nur noch der Profit. Wir glauben, das Glück in Gegenständen und Co. zu finden. Das ist aber in aller Regel nicht der Fall. Wir sehen die Reichen immer nur in ihren Jachten usw. – was wir häufig jedoch übersehen, ist die oft anstrengende Arbeit, die dem Reichtum vorangeht. Wir sehen nicht, wie groß der Verzicht auf das Privatleben ist. Das alles sehen wir nicht. Selbst wenn es uns in den Medien gezeigt wird, wollen wir das nicht sehen

Ich kann nur sagen, dass du dein Glück nicht in Gegenständen finden wirst. Wo du viel eher suchen solltest, ist in dir selber. Du glaubst nicht, wie befreiend es sein kann, nicht immer mehr haben zu wollen. Die wachsende Minimalismus-Szene zeigt das. Es handelt sich dabei um Menschen, die nur solche Dinge kaufen, die sie wirklich brauchen. Sie leben bewusst mit weniger und sind dabei glücklich. Du darfst nicht vergessen,  dass du, wenn du immer mehr willst, ständig ein Gefühl hast gejagt zu werden. Meist musst du dich mit anderen messen. Ist der eine überholt, gibt es da aber schon wieder einen anderen Menschen, mit dem du dich messen kannst.

Studien zeigen übrigens, dass uns die meisten Dinge des Lebens nicht länger als 3 Monate wirklich glücklich machen. Selbst der Sportwagen für über 100 000 Euro gehört dann zum Alltag. Ist es wirklich Sinn und Zweck, nur dafür zu arbeiten? Suchen wir wirklich in sowas unser Glück? Ich für meinen Teil suche das Glück woanders. Ich suche es zu 90 Prozent in mir selber. Ich höre in mich hinein und frage mich immer wieder, was ich will und lebe genau danach. Ich habe Werte und Ziele und nach denen lebe ich. Äußere Dinge nehmen zwar auch heute noch Einfluss auf mich, aber nicht mehr in dem Ausmaß.

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Erlebnisse können glücklich machen

Wenn ich mir einen Sportwagen kaufe, ist das sicherlich in den ersten Monate eine sehr tolle Sache. Doch danach wird das Ganze zum Alltag. Es ist nichts, was ich brauche. Was mir persönlich viel mehr bietet, sind Erlebnisse. Ich wandere gerne und genieße die schöne Natur. Außerdem schaue ich mir gerne Theateraufführungen an und besuche sonstige Veranstaltungen. Erlebnisse haben den Vorteil, dass sie mir viel länger erhalten bleiben. Wir erinnern uns noch nach Jahren an die tolle Zeit. Außerdem lassen sie uns persönlich wachsen.

Dennoch gilt auch hier, dass „höher, weiter und schneller“ nichts bringen. Für mich ist es der Ausgleich, der im Leben das Glück bringt. Egal was wir machen, wir sollten nicht zu viel und auch nicht zu wenig davon nehmen. Die Dosis macht das Gift, so heißt es in einem Sprichwort. Genau das trifft es dann auch. Das Glück ist selten in Extremen, sondern meist irgendwo in der Mitte zu finden. Wenn du also, so wie ich, dein Glück überall in der Mitte suchst, dann liegst du genau richtig.

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