Die Nervosität vor einem Vorstellungsgespräch

Da viele Menschen Angst haben zu einem Vorstellungsgespräch zu gehen, möchten wir in diesem Artikel einmal auf die Ursachen eingehen, einige Ratschläge geben, wie Sie vielleicht Ihre Angst unter Kontrolle bekommen können und die Frage stellen, inwiefern dies Angst überhaupt eine Berechtigung hat.

Die Nervosität vor einem Vorstellungsgespräch

Das Problem mit der Nervosität, vor einem Vorstellungsgespräch, ist den meisten wohl bekannt und häufig, wissen die Bewerber nicht, wie Abhilfe dagegen geschaffen werden kann. Grundsätzlich ist es besser die Nervosität unter Kontrolle zu bekommen, denn wer souverän wirkt, hat bessere Chancen, die Stelle auch zu bekommen. Wer souverän ist, scheint zu wissen was man will und sendet das Signal aus, sich einschlägig Gedanken gemacht zu haben. Darin stecken im Grunde genommen auch schon der erste Hinweise, wie Sie Stress vor dem Vorstellungsgespräch abbauen können. Wenn Sie nicht genau wissen, was Sie wollen, dann steckt ihr Kopf in einem Konflikt, der sich durch Unsicherheit nach außen trägt. Wenn Sie sich also genau überlegen, ob der Beruf ihrer Wahl für Sie das Richtige ist, haben Sie schon einen wichtigen Schritt getan.

Bin ich richtig für den Job

Dann steht natürlich auch die Frage im Raum, ob Sie der oder die Richtige sind, die für sehr viel Unsicherheit sorgt. Aber hat diese Frage an dieser Stellte denn überhaupt eine Berechtigung? Sicherlich nicht, denn wer ist denn schon der oder die Richtige. Denn wie in den meisten Berufen muss sich jeder erst einmal einarbeiten, um die richtige Person für den Beruf zu werden, es sein denn es liegen tatsächlich überhaupt keine Qualifikationen vor, die notwendig sind um in dem Beruf arbeiten zu können, aber davon soll an dieser Stellen nicht ausgegangen werden, denn dann sind Ihre Chancen ohnehin denkbar gering. Die Frage sollte also lauten: Kann ich die oder der Richtige bei diesem Unternehmen werden?

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Angst vor Zurückweisung

Ein weiterer Aspekt, der eine sehr große Rolle bei einem Vorstellungsgespräch spielt, ist die persönliche Zurückweisung. Dabei ist es unerheblich, in welcher Situation dies passiert, ob in einer Beziehung, im Freundeskreis oder bei einem Vorstellungsgespräch. Wir haben große Probleme mit einer persönlichen Zurückweisung, weil wir uns all zu oft viel zu Ernst nehmen und schlecht in der Lage sind zu verstehen, dass eine Zurückweisung nicht immer in aller erster Linie, etwas mit uns persönlich zu tun haben muss.

Der Arbeitgeber hat eine gute Vorstellung, wonach er sucht und deshalb entscheidet dieser, anhand bestimmter Kriterien vor der Einstellung, wen er letztlich einstellt. Nun ist es schwer alle Merkmale auf sich als Person vereinen zu können und deshalb kann es, wenn einige Kriterien nicht erfüllt sind, auch nicht zu einer Einstellung kommen, was aber nicht heißt, dass Sie als Mensch nicht zu gebrauchen sind oder per se schlecht.

Verstellen Sie sich nicht

Das eigentliche Problem bei einem Vorstellungsgespräch ist der Fakt, dass die meisten sich verstellen und ein Schauspiel vollführen, denn es soll die beste Seite von uns Präsentiert werden. Das erfordert unheimlich viel Konzentration und Selbstkontrolle und da wir schlecht sagen können, was von unserem Schauspiel, der andere nun glaubt, treibt auch dies uns in eine Unsicherheit, weshalb es besser ist, sich selber treu zu bleiben. Ein Vorstellungsgespräch ist ein Spiel mit eiserner Miene, das starke Nerven benötigt. Wäre es nicht viel sinnvoller dies zu durchbrechen und ganz offen die Karten auf den Tisch zu legen?

So haben Sie und Ihr Gegenüber die Möglichkeit sich richtig kennen zu lernen. Sie können sehen, ob Sie denn wirklich in diesen Unternehmen arbeiten wollen und Ihr Gegenüber kann sehen, ob Sie die oder der Richtige für den Beruf sind. So kann es im Nachhinein nicht zu Enttäuschungen kommen, was wiederum viel Zeit und Geld sparen kann. Wenn Sie ehrlich bleiben fällt es auch sehr viel schwerer Fangfragen zum Opfer zu fallen.

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Was können Sie tun?

Es gibt einiges, das es im Vorfeld eines Bewerbungsgespräches zu beachten gilt. Deshalb hier noch ein paar Tipps:

  • Gute Vorbereitung

Seien Sie sehr gut Vorbereitet, so sollten Sie sich thematisch mit dem Berufsbild beschäftigen und am besten auch Fragen entwickeln. Eine gute Vorbereitung gibt nicht nur Selbstsicherheit, sondern Sie wirken sofort auch kompetent, wenn sie die richtigen Fragen stellen. Gehen sie zu einem Vorstellungsgespräch ohne Fragen zu haben, muss das Gegenüber automatisch davon ausgehen, dass von Ihrer Seite her, überhaupt Interesse besteht. Zudem kann daraus geschlussfolgert werden, dass Sie sich nicht vorbereitet haben. Auch nur durch Fragen kann ein richtiges Gespräch am Ende entstehen, aus dem der Interviewer Ihnen gegenüber eine Sympathie entwickeln kann. Lassen Sie alles noch einmal Revue passieren bis Sie das Gefühl haben oder besser wissen, gut vorbereitet zu sein.

  • Stress vermeiden

Stehen Sie rechtzeitig auf, so dass sie nicht schon früh, vor dem Vorstellungsgespräch Hektik entwickeln, es wird schwer diese wieder loszuwerden. Stehen Sie so auf, dass Sie den Tag ganz entspannt beginnen können und in aller Ruhe noch einmal alles durchdenken können. Vielleicht ist es auch besser, auf den Kaffee zum Frühstück zu verzichten, vor allem dann, wenn Sie genau wissen, dass dieser Sie aufwühlt. Auch sind Medikamente zur Beruhigung kein guter Ratgeber, denn diese können auch auf eine Art wirken, die nicht dienlich ist.

  • Mögliche Fragen durchdenken

Das Unternehmen, beziehungsweise das Personal, welches die Einstellungsgespräche durchführt, ist in den meisten Fällen gut auf Gespräche dieser Art vorbereitet, zudem haben sie, im Laufe der Jahre, jede Menge Erfahrungen sammeln können. Gehen Sie am besten einfach davon aus, dass diese Leute wissen was sie tun. So werden unter anderem Fragen gestellt, um Sie festzunageln, bei denen Sie Gefahr laufen durcheinander zu kommen, wenn nachgehakt wird. Deshalb ist es wichtig ehrlich zu bleiben, weil Sie dadurch auf der sicheren Seite sind. Gehen Sie davon aus gefragt zu werden, weshalb Sie diese Stellen haben wollen.

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Ob Sie sich bereits mit dem Unternehmen auseinander gesetzt haben und natürlich auch Fragen zu Ihrer Person. Welche Hobbys Sie haben, Welche Sie sich Filme anschauen und vieles der gleiche mehr. Mach Sie sich Gedanken über Ihre Stärken und darüber warum Sie glauben, diese zu haben. Nicht selten sollen Bewerber sich selbst beschreiben und ihre Stärken bestimmen. Wer das kann, zeigt die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Es ist kein Weltuntergang, wenn Sie die gewünschte Stelle nicht bekommen und deshalb ist es besser, sich nicht zu sehr auf eine bestimmte zu verbeißen. Nehmen Sie in Kauf nicht angestellt zu werden, dies sorgt für innere Ruhe, die Schlussendlich die Möglichkeiten auf die beworbene Arbeitsstelle verbessert. Viel Glück

Autorin des Artikels:

 Kerstin Friedmann ist eine Content Manager und erfahrene Ghostwriter bei einer Firma, EssayHilfe GmbH, die mittlerweile im deutschsprachigen Raum sehr verbreitet ist. Wenn sie nicht arbeitet, backt sie kleine Kuchen oder macht viel zu viele Fotos von ihrem Hund, Lea. 

 

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