Während die Zahl jener die eine Berufsausbildung machen sinkt, steigt die Zahl der Studenten stetig an. Man möchte meinen, dass das nur Vorteile hat. So ist das aber nicht. Wo Licht ist, da gibt es auch Schatten heißt ein Sprichwort. Denn es ist in Deutschland so, dass zwar viel mehr Menschen ein Studium beginnen, es aber auch immer mehr gibt die ein Hochschulstudium abbrechen.

Laut einer Studie von statista sind das in Deutschland etwa 33,2 Prozent. Das heißt, dass jeder dritte Student sein Studium nicht schafft oder es aus einem anderen Grund abbricht. Die Statistik ist aus dem Jahr 2008, was doch schon ein paar Jahre her ist. Ich konnte jedoch keine Veränderung diesbezüglich feststellen, weshalb ich sie auch heute als Messgröße dafür nehmen möchte. Für das Ziel, welches ich mit diesen geschriebenen Zeilen erreichen möchte, ist das sowieso eher zweitrangig. Es soll hier weniger Wert auf Theorie als Praxis gelegt werden. Ich möchte dir helfen, dass du Studienabbruch als Chance siehst, wenn es den sowas bei dir gibt.

Lerne mit Rückschlägen umzugehen

Der Abbruch eines Hochschulstudiums ist für Betroffene nicht die schönste Sache. Selbst wenn eine bewusste Entscheidung dahintersteckt, haben viele doch immer ein Gefühl des Versagens. Nun, du musst lernen mit sowas umzugehen. Es wird nicht das letzte Mal in deinem Leben sein, wo du auch eine Schlacht verlieren wirst. Im Beruf kommt das häufiger vor als man denkt und da ist es doch schon sehr gut, wenn man frühzeitig lernt mit Rückschlägen umzugehen.

Mache dir deshalb immer bewusst, dass das Leben weitergeht. Nimm dir die Zeit für Trauer oder wie man das auch immer nennen möchte. Versuche aber dann schnell wieder Ziele zu finden, die du angehen kannst.

Je schneller und besser du so einen Rückschlag lernst wegzustecken, desto besser rüstest du dich für den Beruf. Jedes Ende einer Sache ist immer der Anfang einer neuen Sache. Wie dies dann aussieht und was wir daraus machen werden, liegt in aller Regel zu einem großen Teil an uns selber.

Erstmal hinterfragen was du willst

Ein sehr häufiger Grund für einen Studienabbruch, ist die mangelnde Identifikation mit dem was man macht. Man fängt an zu studieren und denkt, dass es genau das Richtige ist. Womöglich hörte man auf den Ratschlag der Eltern oder Freunde, was keine gute Idee war.

Aus Fehlern lernen ist in dieser Situation sehr wichtig. Mache es bitte nicht mehr so wie vorher. Versuche in dich selber hineinzuhören. Es zählt nicht was deine Eltern oder gar die Gesellschaft will. Es gilt das zu machen, was du selber willst. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass du dich mit dir selber und deinen Zielen beschäftigst. Dieser Prozess darf gerne auch ein bisschen dauern. Je gewissenhafter du das machst, desto besser werden auch deine Ergebnisse sein.

Was du diesbezüglich beispielsweise machen kannst, sind Praktika. Dabei lernst du nicht nur wichtige Kontakte kennen, sondern auch die Arbeit an sich. Du lernst so womöglich Fähigkeiten, die deinen Talenten entsprechen oder Dinge die du nicht so gut kannst. Dabei solltest du allerdings auch aufpassen, dass du nicht zu sehr ausgenutzt wirst. Ein oder zwei Praktika sind in Ordnung. Wenn sich allerdings eines nach dem andere reiht, dann ist dies meist keine Chance für deinen Studienabbruch, sondern eine Sackgasse.

Warum nicht eine Berufsausbildung machen

Wenn es mit dem Studium nicht geklappt hat, dann gibt es natürlich so einige Alternativen die du ins Auge fassen kannst. Eine besonders interessante Alternative ist eine Berufsausbildung. Dabei lernst du zwar viel weniger Theorie als in einem Hochschulstudium, dafür aber gleich von Anfang die Praxis kennen. Es gibt Menschen, die messen einer solchen Ausbildung weniger Wert zu als einem Studium. Das ist es aber meiner Meinung nach nicht. Auch über den Ausbildungsweg im dualen System kannst du eine Menge aus dir machen. Du kannst nachher beispielsweise Techniker, Meister oder Fachwirt werden. In diesen Berufen wird meist sehr gut verdient und auch die Verantwortung ist sehr oft nicht von schlechten Eltern.

Sicherlich verdienen Akademiker im Schnitt mehr und können höhere Positionen erreichen. Aber was bringt dir das, wenn du eher praktisch veranlagt bist? Und es ist auch keineswegs so, dass Akademiker immer besser verdienen. Es gibt auch akademische Berufe die sehr unterirdisch bezahlt werden. Tue bitte nicht das, was alle von dir erwarten. Du musst auf dich selber hören und tun was du willst und was dir liegt. Es bringt nichts einem akademischen Grad nachzutrauern, wenn du nicht der Typ dafür bist. Eine Berufsausbildung ist also nach einem Studienabbruch sicherlich eine sehr große Chance.

Selbständigkeit als Alternative nach einem Studienabbruch

Dass der Studienabbruch auch eine Chance sein kann, sollte dir hier immer klarer werden. Hier möchte ich dir noch einen weiteren Weg an die Hand geben. Du kannst dich nämlich auch selbständig machen und/oder Unternehmer werden.

Viele Menschen in Deutschland können diesen Weg nicht verstehen. Sie streben nach Sicherheit und wollen ein festes Einkommen am Monatsende. Das wird es zugegebenermaßen in der Selbständigkeit, vor allem am Anfang, nicht geben. Das Risiko ist größer als im Angestelltenverhältnis aber auch die Chancen sind besser. Du wirst wahrscheinlich auch in der Selbständigkeit nicht zum Millionär. Dafür kannst du wertvolle Erfahrung sammeln und erfolgreiches Handeln wirkt sich unmittelbar auf deinen Erfolg aus.

Und mal ehrlich – so viel sicherer ist eine Festanstellung auch nicht immer. Schaue dir dazu nur mal die Nachrichten an. In diesen kommenden Jahren sollen so einige Stellen durch Roboter und Co. ersetzt werden. Die Automatisierung nimmt in immer mehr Bereiche Einzug und verdrängt natürlich auch Arbeitsplätze.

Selbst wenn das in einem Bereich nicht so der Fall ist, ist ein Arbeitsplatz dennoch nicht immer sicher. In kleineren Unternehmen beispielsweise, da gibt es keinen Kündigungsschutz. Die Selbständigkeit ist also nur auf den ersten Blick gesehen unsicherer. Wenn du Pech hast, dann kann es dich überall erwischen.

Dazu möchte ich dir wieder ein paar Zeilen aus meiner Selbständigkeit schreiben. Ich startete auch relativ früh damit etwas Eigenes umzusetzen. Als ich zusammen mit meinen Eltern eine Gaststätte pachtete und später noch eine zweite war der Grundstein gelegt. Es war ein anderes Gefühl. Früher wollte ich immer das schnell Wochenende wird. Während meiner gesamten Selbständigkeit hatte ich darüber keine Gedanken mehr verschwendet. Ich nutzte und nutze auch heute noch Gelegenheiten.

Es ist toll, wenn Dinge die man macht gelingen. Es ist hervorragend, wenn Ziele erreicht werden welche man sich gesetzt hat. Ich weiß, dass ich ein bisschen voreingenommen bin. Es gibt bestimmt sehr viele Menschen die dir total davon abraten. Entscheiden musst du das aber selber. Es liegt an dir ob du ein Business aufbaust oder in ein Angestelltenverhältnis gehst. Bevor du aber ewig auf die eine Chance der Festanstellung wartest, kann es sinnvoll sein sich mit was Eigenem zu verwirklichen.

Nebenberuflich nochmal studieren

Wenn du dich nach deinem Studienabbruch hinterfragt hast und einen Job, oder eine Ausbildung gefunden hast, dann muss das noch nicht die letzte akademische Erfahrung gewesen sein. Denn wenn du erstmal deinen Weg kennst und du reifer an Erfahrung und Selbstkenntnis geworden bist, kannst du auch ein nebenberufliches Studium ins Auge fassen. Es gibt ja heute ganz gute Fernhochschulen, die sich dafür anbieten. Selbst traditionelle Fachhochschulen und Universitäten bieten immer mehr Angebote, für neben den Job an.

Das heißt für dich also, dass dein Studienabbruch zwar schmerzhaft war bzw. ist, aber es wieder einen neuen und selbst einen akademischen, Start geben kann. Das darfst du nie vergessen bei all den negativen Gefühlen die du hast.

Was ich hier auch noch anmerken möchte ist, dass es auch akademische Zertifikatsstudiengänge gibt. Damit kannst du erstmal einen Teil des Studiums absolviere, bevor du ein gesamtes Studium machst.

Hilfe holen kann sehr sinnvoll sein

Ich schreibe nun seit mehr als 5 Jahren zu den Themen Karriere und Bildung und brauche auch heute noch Hilfe in verschiedenen Themen. Selbst wenn wir manchmal denken, wir wissen schon alles, dann stimmt das nicht. Wir können nicht alles selber können und wissen.

Auch ich habe manchmal Punkte in meinem Leben, da weiß ich einfach nicht weiter. Das mag man nicht glauben, weil vieles sehr reibungslos läuft, aber es ist so. Wenn ich dann nicht mehr weiterkomme, dann hole ich mir die Hilfe die ich brauche. Es bringt nichts auf Gott oder eine sonstige Kraft zu hoffen. Wenn du nicht selber für dich kämpfst, dann wirst du in 10 Jahren noch auf dem selben Platz sitzen. Das heißt aber auch, dass man solche Dinge erkennen muss und nach Hilfe suchen sollte, wenn es nicht mehr weitergeht.

Ein Studienabbruch kann definitiv so eine Situation sein. Es tut gut dann jemanden an der Hand zu haben, der einem weiterhelfen kann. Das muss nicht immer der teure Karriereberater sein. Auch Kammern, Arbeitsagenturen etc. können helfen. Es ist kein Schade Probleme und Fehler zuzugestehen. Das macht dich menschlich und lässt dich auch in beruflicher Hinsicht reifen.

Nutze Auszeiten auch für Weiterbildung

Wir leben in einer Zeit, in der sich alles extrem rasant entwickelt. Das gilt vor allem für die Belange in beruflicher Hinsicht. Daher kann es in der Zeit zwischen Studienabbruch und bis dahin wo du weißt was du tun willst nicht schaden, sich weiterzubilden. Fachlich solltest du diesbezüglich warten bis du wirklich weißt wo du hinwillst. Du kannst aber beispielsweise deine Fremdsprachenkenntnisse ausbauen. Auch Kommunikationsfähigkeit ist heute sehr wichtig und kann ein verbesserungswürdiges Ziel sein.

Das muss nicht immer über teure Kurse sein. Ich lernte sehr viele Dinge aus Büchern, Blogs, Tutorials bei Youtube und Co. Dieses Wissen ist zwar nicht so leicht nachweisbar, aber du kannst es später anwenden oder sogar fürs Studium brauchen. Das ist dann schon wieder eine Chance. Du siehst, das Leben bietet sehr viele Chancen. Es kommt immer darauf an, wie wir das Ganze sehen.

Ich würde nicht all das wissen was ich heute weiß, hätte ich mich nicht regelmäßig weitergebildet. Zugegebenermaßen braucht es Disziplin und die Motivation sich hinzusetzen um zu lernen. Aber das diese Eigenschaften allgemein sehr wichtig sind, habe ich ja bereits in einem anderen Artikel über Disziplin bereits beschrieben.

FAZIT: Ein Studienabbruch ist sicherlich keine schöne Sache. Doch es bringt nichts den Kopf in den Sand zu stecken. Ein Studienabbruch ist in erster Linie eine Niederlage, kann aber auch eine Chance sein. In diesem Artikel hast du dazu viel erfahren und ich hoffe, ich kann dir damit ein besseres Gefühl geben. Bleibe dran und gebe nicht. Es gibt immer eine Lösung. Sehe das Leben nie als Problem oder Hürde. Sehe das Leben immer als Chance. Das gilt auch für deinen Studienabbruch. Dann siehst du sicherlich schon bald wieder Licht am Ende des Tunnels.

 

 


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