Viele meiner Leserinnen und Leser sind bereits einige Jahre im Berufsleben. Sie haben meist eine Ausbildung oder ein Studium absolviert und Berufserfahrung gesammelt. Sie stehen aktiv im Berufsleben, wie auch „Phillip“. Phillip arbeitet aktuell im Außendienst und möchte einen weiteren Schritt im Leben machen. Seine Frage an mich lautete:

„Ich habe meine Ausbildung als KFZ Mechatroniker vor zwei Jahren erfolgreich absolviert, und bin seitdem als Servicetechniker für Flurförderfahrzeuge im Außendienst tätig. Jetzt will ich mich gerne weiterbilden, ich weiß nur leider nicht genau was ich genau machen kann. Gerne etwas was Technik und Büro kombiniert.“

Eine interessante Frage, wie ich finde. Gerne möchte ich auf diese hier und jetzt eingehen.

Ziele finden – du musst wissen was du machen möchtest

Phillip schreibt in seiner Mail, dass er sich gerne weiterbilden möchte. Er schreibt auch, dass er gerne Technik und Büro in seiner Arbeit zusammenbringen möchte. Genau das ist meiner Meinung aber das größte Problem. Er weiß nicht genau was er machen möchte. Genau das gilt es herauszufinden.

Der erste Schritt dafür ist es sich zu hinterfragen. Was möchtest du den gerne machen? Schließlich gibt es an der Schnittstelle zwischen Technik und kaufmännischen Schnittstellen viele Aufgaben. So gibt es hier beispielsweise

  • Einkauf
  • Vertrieb
  • Logistik
  • Controlling im Produktionsbetrieb usw.

In die Zielfindung solltest du verschiedene Faktoren einbauen. So ist es wichtig deine Werte und Vorlieben zu kennen. Es spielen sowohl die beruflichen Werte und Vorlieben als auch die privaten eine Rolle. Möchtest du gerne weniger arbeiten oder gleich, weil du Familie hast? Macht es dir nichts aus öfter zu reisen? All diese privaten Fragen solltest du in deine Ziele miteinfließen lassen.

Neben den privaten Vorlieben und Werten, spielen auch die beruflichen eine Rolle. Du solltest dich unbedingt fragen warum du etwas anderes machen willst? Was ist dein Ziel? Geht es um mehr Geld? Geht es um mehr Anerkennung oder ein selbstbestimmteres Leben?

Es können auch negative Argumente ich deine Zielfindung einfließen. Möchtest du in Zukunft irgendetwas überhaupt nicht mehr machen? Möchtest du vielleicht einfach nicht mehr so oft reisen etc.? All diese Überlegungen solltest du am Anfang machen.

Erkennen was man will ist der Schlüssel

Du merkst sicherlich, dass das Ganze nicht so einfach ist. Du wirst dich zwangsläufig mit dir und deinen Zielen beschäftigen müssen. Natürlich könnte ich dir den Tipp geben: „Mach deinen Meister oder studieren“. Aber das würde dir so nichts bringen. Den wie bereits erwähnt, spielen deine Werte und deine Ziele eine große Rolle. Wenn dir beispielsweise die Familie wichtiger ist als der Job, dann ist das unheimlich entscheidend für deinen weiteren Weg. Werde dir also auf alle Fälle darüber im Klaren wo du hin willst.

Mach dir bewusst wo du stehst

Neben der Zielfindung ist es genau so wichtig zu wissen, wo du bereits stehst. Wenn du eine völlig neue Richtung einschlagen willst, ist das nicht immer ganz so wichtig. Bei dir ist das aber nicht der Fall. Du möchtest ja einen Schritt weiter gehen, richtig?

Also musst du neben deinen Zielen auch deine aktuelle Position kennen. Was hast bereits für Qualifikationen, welche du in eine zukünftige Aufgabe einbringen kannst? Das ist meiner Meinung unheimlich wichtig. Hier spielen auch wieder die privaten Belange eine Rolle. Wenn du beruflich aufsteigst, hat das meist auch Auswirkungen auf andere Lebensbereiche und nicht nur den Beruf.

Wenn du dann sowohl deine Ziele kennst, als auch deine aktuelle Situation, dann hast du so etwas wie eine Map-Route. Du kennst sowohl deinen aktuellen Standort und deine Ziele. Du musst nur noch herausfinden, wie du zu diesem Ziel kommst. Schau dir dazu viele Stellenanzeigen in der Zielposition an. Dann erkennst du schnell, was du bereits hast und was du noch brauchst.

Du kannst auch mit Leuten sprechen, die bereits da sind wo du hin willst. Je mehr du dich über dein Ziel informierst, desto eher merkst du ob es das Richtige ist und wie du dort ankommst wo du hinwillst.

Geld ist nicht Alles

Was du dir bei all deinen Zielen auch im Klaren sein musst ist, welchen Wert Geld spielt. Ich kenne so einige Berufstätige, die ihre Entscheidungen immer nur Aufgrund des Geldes treffen. Dann wundern sie sich, warum sie nicht glücklich sind. Diesen Fehler solltest du vermeiden. Ich will damit nicht schreiben, dass Geld völlig unwichtig ist.

Nur, Geld allein macht nicht glücklich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr viel wichtiger ist seinen Werten und Vorlieben nachzugehen. Wenn du beispielsweise keinen Kundenkontakt mehr möchtest, weil du davon immer Bauchkrämpfe bekommst, wird dich ein solcher Job nicht glücklich machen. Obwohl du damit sehr gutes Geld verdienen kannst.

Weiterbildungen die du machen kannst

Bis hier hin hast du erfahren, wie wichtig deine Ziele und die Selbstkenntnis bzw. dein aktueller Standort bezüglich Berufes und Privatleben ist. Dennoch möchte ich dir Aufzeigen welche Möglichkeiten es gibt.

Die erste Möglichkeit wäre es eine Aufstiegsfortbildung wie

  • Meister
  • Staatlich geprüfter Techniker
  • Technischen Fachwirt

zu machen. Da du gerne im Büro arbeiten möchtest würde sich der Geprüfte Technische Fachwirt IHK anbieten. Hier brauchst deine Ausbildung wie den Mechatroniker und Berufserfahrung. Dies bringst du mit. Diese Aufstiegsfortbildung hat den Vorteil, dass du sowohl technisches als auch kaufmännisches Wissen aufbaust. Das ist also ideal für eine Stelle im Büro wo man auch technisches Wissen einbringen muss.

Neben dem Fachwirt steht dir auch ein Meister oder staatlich geprüfter Techniker als weitere Qualifikation zur Verfügung. Alle drei Fortbildung* sind etwa auf demselben Niveau, wobei du als staatlich geprüfter Techniker oft höhere Chancen bezüglich Gehaltes, Verantwortung und Aufgabenfeld hast.

Am Besten schaust du dir dazu meinen Artikel „staatlich geprüfter Techniker oder Meister“ hier auf karriere-und-bildung.de an.

Anpassungsweiterbildungen als Alternative

Neben einer solchen Aufstiegsfortbildung, mit der du dann anschließend auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife studieren könntest, würden sich Anpassungsweiterbildungen anbieten. So könntest du verschiedene Kurse machen und dann vom Außendienst im technischen Bereich in den Innendienst wechseln.

Allerdings solltest du dafür auch immer die Stellenanzeigen in dem Bereich anschauen, wo du hinwillst. Wenn dort eher Meister, Technischer Fachwirte oder gar staatlich geprüfte Techniker zu finden sind, dann ist es die bessere Wahl eine Aufstiegsfortbildung zu machen, als nur Anpassungsweiterbildungen.

Du siehst auch hier wieder, dass es extrem viele Möglichkeiten gibt, aber das Ganze dann doch sehr stark von deinen Zielen und deiner aktuellen Situation abhängt.

FAZIT:

Ich denke in diesem Artikel habe ich viele sehr wertvolle Tipps gegeben. Vor allem die Selbstfindung inklusive der eigenen Ziele, ist ein unheimlich entscheidender Baustein für den Erfolg.

Du solltest dir darüber im Klaren werden. Im Ideal machst du das schriftlich und wenn du selber nicht weiterkommst, solltest du dir Hilfe holen. Ein guter Karriereberater oder vielleicht eine kostenlose Beratung der Arbeitsagentur können hilfreich sein. Wenn du ein vertrauensvolles Verhältnis mit deinem Arbeitgeber hast und deine weitere Karriere dort planst, könntest du dich auch mit deinem Chef zusammensetzen. Informationen und Kommunikation sind hier auch sehr entscheidende Erfolgsfaktoren.

 

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