Wie man als Unternehmer gute Mitarbeiter rekrutiert

Der Erfolg eines Unternehmens hängt immer von denen ab, die es tragen – den Mitarbeitern. Wer auf Dauer erfolgreich sein möchte, braucht demnach entsprechend gutes Personal. Denn selbst die beste Geschäftsidee ist nichts wert, wenn der Firma die nötigen Fachkräfte fehlen, um sie umzusetzen. Besonders in einer Zeit, in der Branchen immer häufiger wegen Fachkräftemangel klagen, ist es für Unternehmer immer wichtiger geworden, effektive Methoden der Personalgewinnung zu finden.

In diesem Artikel erfährst du, mit welchen Methoden die Branchenführer professionelle Fachkräfte finden und für sich gewinnen.

Anforderungen an Arbeitgeber und Bewerber

Traditionelle Stellenanzeigen können sich nur schwer gegen die Konkurrenz an Werbe-Methoden im Recruiting-Bereich durchsetzen und gehen so in der Masse unter. Zusätzlich gilt als Faustregel: Je qualifizierter ein Kandidat, desto höher sind demnach seine Anforderungen an den Arbeitsplatz. Das gilt bereits bei der Art und Weise der Personalsuche.

Der Arbeitgeber stellt gewisse Ansprüche. Für eine qualifizierte Stelle benötigt der Anwerber die nötigen Kenntnisse und fachliche Expertise. Dabei punkten Unternehmen vor allem, wenn sie Transparenz bieten. Sagt die Stellenausschreibung zu wenig über den Arbeitsplatz aus, oder ist sie unklar geschrieben, so schreckt das potentielle Bewerber schnell ab. Erfolgreiche Unternehmen stellen sich vor und zeigen klar auf, was sie vom Arbeiter fordern.

Selbst wenn eine große Zahl an Bewerbungen für eine angebotene Stelle beim Arbeitgeber ankommen: Oft fehlen den Interessenten die nötigen Kompetenzen und Skills. Sie sind für die Stelle nicht geeignet.

Wandel in der Personalgewinnung

Das Rekrutieren von Mitarbeitern – gängig als Recruiting bekannt – ist ein sich mit der Zeit verändernder Prozess. Mit dem Schritt in ein digitales Informationszeitalter durchlaufen die Prozesse der Personalgewinnung einen Wandel. Eine gute Stellenanzeige zu schreiben und auf die Meldung des geeigneten Interessenten zu warten, rentiert sich oft nicht mehr. Denn so eine Anzeige verliert sich im Strom von Informationen und Neuigkeiten. Auch ein Stellenangebot in Fachzeitschriften ist kostspielig und riskant. Unternehmen müssen demnach die Qualität ihrer Personalabteilung erhöhen. Dafür fehlen jedoch oft Ressourcen und das Team ist klein besetzt. In diesem Fall greifen Arbeitgeber zu externen Personalberatern.

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Partner in der Personal-Akquise

Seriöse Headhunter und Recruiter sollten Firmen dabei weniger als Konkurrenz der internen Abteilung sehen. Teils fehlen einem Unternehmen das Know-how und die Zeit, um die Ressourcen für die Gewinnung von Mitarbeitern umzuleiten. Demnach ist die Kooperation mit einer professionell ausgebildeten Personalberatung eine Investition für die Zukunft. Vielmehr sind sie engagierte Partner, die den Rekrutierungsvorgang effizienter und erfolgreicher gestalten.

Aktive Suche nach Personal

Zwar finden sie oft Erwähnung im selben Satz, aber es gibt einen Unterschied zwischen Personalberater und Headhunter. Beide bieten erfolgsversprechende Methoden im Bereich Recruiting, die Differenz liegt hierbei in der Herangehensweise. Ein Personalberater übernimmt den gesamten Vorgang der Rekrutierung. Er gestaltet die Stellenanzeige, wertet die eingesendeten Bewerbungen dem Anforderungsprofil entsprechend aus und präsentiert dem Arbeitgeber die am meisten geeigneten Anwärter.

Headhunter hingegen suchen geeignete Bewerber und sprechen sie direkt an, werben zudem bereits für das Unternehmen. Dabei gehen sie aktiv auf den potentiellen Kandidaten zu und zeigen individuell die Vorzüge des Stellenangebots. Zusätzlich weckt der persönliche Kontakt das Interesse der angesprochenen Person und sie erhält ein seriöses Bild des Unternehmens. Oftmals ist kein klarer Trennstrich zwischen den Typen der Personaler zu setzen. Ein Personalberater wendet zum Beispiel gegebenenfalls die direkten Methoden eines Headhunters an.

Wann lohnen sich professionelle Personalfirmen?

Das Gerücht, dass nur die Spitzenreiter der Branchen zu Personalern greifen sollten, bleibt unbegründet. Gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen ist es sinnvoll, sie einzuschalten, wenn Firmen:

  • vakante Stellen schnell mit qualifizierten Personen besetzen müssen
  • auf dem freien Markt nicht die geeigneten Jobsuchenden finden
  • über eine Personalabteilung mit fehlenden Ressourcen und Know-how verfügen
  • potentielle Kandidaten subtil und direkt ansprechen wollen
  • Arbeiter aus anderen Firmen abwerben wollen
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Worauf Firmen bei Personalberatern achten

Bei der großen Zahl an Anbietern, gibt es unter anderem eine Zahl an weniger seriösen Beraten. Ob zum Beispiel ein Headhunter sein Handwerk versteht messen Arbeitgeber an:

  • Der Website
  • Referenzen
  • Persönliches Auftreten
  • Nötige Branchen- und Marktkenntnisse
  • Langjährige Erfahrung

Ein unprofessioneller Headhunter kann einem Unternehmen sogar potentiell schaden, indem er Bewerber abschreckt. Ein weiteres Indiz für amateurhaftes Verhalten ist das Versenden einer großen Anzahl an Mails, mit dem Gedanken, dass sich die passende Person unter den Empfängern findet. Ein guter Personaler prüft explizit und liefert Ergebnisse, die individuell auf die gesuchte Stelle passen.

Vorteile einer externen Beratung

Langfristig spart ein Unternehmen Zeit und Geld mit dem Einschalten externer Personaler. Bei einem ungeschulten Team kann es passieren, dass sie während Personalmangel Mitarbeiter voreilig einstellen. Unzureichend qualifizierte Arbeiter füllen zunächst die Lücke, belasten jedoch im Endeffekt das allgemeine Betriebsergebnis. Dies verhindert die qualitative Identifizierung geeigneter Kandidaten durch Personalberater. Durch die vorher betriebene intensive Recherche und der direkten Interaktion zum potentiellen Mitarbeiter versichern Recruiter, dass dieser langfristig die Stelle kompetent besetzen kann.

Dabei ist solch ein Recruiting selbst in einem begrenzten Zeitraum möglich, mit messbaren Erfolgen. Für den Betrieb selbst verkürzt sich der Aufwand der Personalsuche also signifikant. Obwohl das Geld in eine externe Personalabteilung geht, spart ein Unternehmen so viel Zeit – diese kann es dann in wichtigere Projekte investieren.

Empfehlungen innerhalb der Firma

Neben Personalberatung und den gängigen Stellenanzeigen in Print und Web gibt es die Option von Anstellungen aus einem internen Impuls. Hierbei können Mitarbeiter ihren Bekannten für das Unternehmen empfehlen. Dies bringt gleich mehrere Vorteile.

  1. Mitarbeiter würden eine Person nicht empfehlen, wenn sie diese nicht selbst als tauglich sehen
  2. Da der Mitarbeiter einen Freund oder Bekannten in den Betrieb bringt, steigt die Bindung zur Arbeit weiterhin an
  3. Firmen sparen die Kosten für Anzeigen und Bewerbungsgespräche
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Interne Personalbeschaffung

Nicht nur von außen holen sich Unternehmen neue Arbeitskräfte. Eine neu geschaffene oder durch das Verlassen eines Arbeiters zu besetzende Stelle, erfordert nicht immer neue Gesichter. Findet sich innerhalb des eigenen Personalbestands eine qualifizierte Person, kann das Unternehmen diese für die neue Stelle einsetzen. Für das Unternehmen bietet das einige Vorteile

  • Die Arbeitskraft ist bereits effektiv integriert, was der internen Personalabteilung Kosten spart
  • Der Arbeiter kann die Bedeutung der neuen Position besser einschätzen, da er das Umfeld des Unternehmen kennt
  • Die Kosten für das Recruiting und die Einarbeitung, auch Onboarding genannt, fallen gering aus

Besonders überzeugend ist die interne Personalbeschaffung zudem für den Aspekt des Employer Branding. Jenes umfasst, wie sich ein Arbeitgeber selbst vermarktet. Darin enthalten ist zum einen das eigene Image, das ein Unternehmen nach außen zeigen möchte, zum anderen die Wahrnehmung durch die Konkurrenz am Arbeitsmarkt.

Bei einer erfolgreichen internen Personalbeschaffung punkten Betriebe also mit dem Einhalten von Versprechen bezüglich der Entwicklungsmöglichkeiten. Diese nennt es konkret im Firmenangebot und unterstreicht es mit Beispielen erfolgreicher Weiterbildungen. Ist ein Arbeitgeber also erfolgreich im Employer Branding und kann mit den Möglichkeiten einer Weiterbildung innerhalb des Betriebs werben, so überzeugt das zusätzlich potentielle Interessenten.

Die Loyalität der Mitarbeiter festigen

Die Personalsuche ist gelungen, der Kandidat steigt in das Unternehmen ein. Damit die qualifizierte Fachkraft weiterhin im Betrieb bleibt, bemüht sich die Firma um die Gunst des Arbeiters. Verlässt Personal das Unternehmen, bedeutet das nicht nur den Verlust einer Fachkraft, sondern zusätzliche Kosten für die nächste Rekrutierung. Laut Schätzungen betragen diese rund 40 Prozent des Jahresgehalts eines neuen Mitarbeiters.

Es lohnt sich also, die Mitarbeiter von sich zu überzeugen. Beginnen Unternehmen damit schon beim ersten Schritt der Anwerbung, ist eine langanhaltende Loyalität zur Firma wahrscheinlicher. Worauf Unternehmen dabei besonders achten sollten, findest du hier.

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