Mittlerweile hört man überall in den Medien vom sogenannten Bildungsrahmen. Der Bildungsrahmen ist ein Konstrukt, in dem alle Ausbildungen, Weiterbildung, Fortbildungen und Hochschulabschlüsse in einer Skala von 1 bis 8 eingeteilt werden. Dabei ist der Dr. in der 8 angesiedelt und damit der höchste zu erreichende Abschluss in Deutschland.
Der Master soll bei 7 eingeordnet werden und ist damit der zweithöchste Abschluss in Deutschland. Genauso wie die alten Universitätsabschlüsse aus der Diplom – Zeit.
Der Bachelor wird auf der Nummer 6 des Bildungsrahmens eingereiht. Dabei kommt es dann nicht mehr an ob dieser an einer Hochschule oder Universität gemacht wurde. Gerade bei dieser Nummer 6 des Bildungsrahmens gibt es jedoch für viele ein Problem. Denn auch Weiterbildungsabschlüsse wie der Meister, staatlich geprüfte Techniker, Fachwirte und die geprüften Betriebswirte sollen auch auf der Nummer 6 eingeordnet werden.
Viele Vertreter von Hochschulen sehen sich hier gekränkt. Sie sehen die den Bachelor nicht auf derselben Ebene wie die Weiterbildungen sondern darunter.
Wir von Karriere und Bildung haben daher auf der Plattform xing.de eine Umfrage gestartet.
Wir fragten:
In der Presse wird häufig über Gleichwertigkeit beruflicher Fortbildung und einem Hochschulstudium diskutiert. Denken Sie, dass eine Fortbildung (z.B. staatlich geprüfter Techniker) einem Studienabschluss gleichgesetzt werden kann?
Es kamen folgende Antworten heraus:
26 % Ja
44 % Nein
29 % Es kommt auf den späteren Aufgabenbereich an
1 % keine Ahnung
Es nahmen 77 Personen an der Umfrage teil
Somit sind 55 % der Umfrageteilnehmer der Meinung dass es möglich ist oder auf den späteren Aufgabenbereich ankommt.
Ich bin der Meinung, dass die Gleichwertigkeit von beruflicher Weiterbildung und dem Bachelor sehr wohl gegeben ist. Wer z.B. geprüfter Betriebswirt ist hat einen langen Weg hinter sich. Er hat eine Berufsausbildung die schon für sich ca. 3 Jahre dauert. Des Weiteren hat der geprüfte Betriebswirt Berufserfahrung gesammelt und eine erste Weiterbildung zum Meister, staatlich geprüften Techniker, Fachwirt oder Fachkaufmann bestanden.
Ich denke sehr wohl, dass die berufliche Erfahrung, sowie die lange Zeit der Weiterbildung eine Gleichwertigkeit zum Bachelor rechtfertigt.
Gleichwertig heißt aber nicht gleichartig. Ein Bachelor kann Bereiche besetzen für die eine berufliche Weiterbildung nicht so geeignet ist. Umgekehrt gilt dasselbe. Wir müssen uns einfach von monotonen Bildungsstrukturen trennen und der Vielfalt im Bildungsbereich eine Chance geben.
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