Ist der Fachkräftemangel nur ein Mythos

Gerade eben bin ich auf einen spannenden Artikel bei karrierebibel.de gestoßen. Dort hat Martin Gaedt den Gastartikel „Mythos Fachkräftemangel: Es reicht, ihr Jammerlappen!“  veröffentlich, was natürlich ein ganz spannendes Thema unserer Zeit ist. Wie es die Überschrift schon vermuten lässt, geht er mit der der zeigen geht er dabei hart zur Sache, was ich auch verstehen kann.

 

Auch in meinem Bekanntenkreis höre ich oft vom großen Jammern der Unternehmen, aber es macht Keiner aktiv was. Ich kann nur jedem Unternehmenslenker und Personal den Rat geben, sich auf die Bewerber bzw. den Arbeitsmarkt einzustellen. Unternehmensfreundliches Marketing sollte sich nicht nur an die Kunden, sondern auch eine der wichtigsten Ressourcen in jedem Unternehmen richten – das Personal.  Es gibt schon viele Firmen, die dies mittlerweile begriffen haben, aber leider noch nicht alle.

 

Ein Beispiel: In einem Unternehmen, in dem ein Bekannter von mir arbeitet wird, schon seit Monaten eine Person für eine ganz bestimmte Stelle gesucht. Nur weil die Bewerber nicht hundert Prozent genau die Kompetenzen haben, wird eben niemand eingestellt. Es fehlt oft nur ein Kurs z.B. im Bereich Fremdsprachen und der Käse wäre gegessen. Leider sind einige Unternehmen wirklich so kurzsichtig oder faul, dass sie nicht bereit sind Mühen einzugehen. Ich würde ja nichts sagen bzw. schreiben, wenn diese Firmen dann nicht so auf hohem Niveau jammern würden.

 

Ein weiterer Punkt, der mir im Beitrag auch sehr gut gefällt ist die Missachtung der dualen Ausbildung. Im Artikel heißt es dazu: „In der Gesellschaft geht das Gefühl um, nur Akademiker seien etwas wert.“  Auch mir stößt diese Haltung immer sehr sauer auf. Es ist schön und gut, dass wir bessere Zugangsmöglichkeiten zum Studium haben. Das heißt aber noch lange nicht, dass jeder an die Hochschule muss um was wert zu sein. Ich predige schon immer, dass wir in Deutschland nicht nur Theoretiker brauchen, sondern auch qualifizierte Praktiker. Dies wird meiner Meinung nach noch eine zentrale Aufgabe der Kammern. Diese müssen wieder viel mehr Aufmerksamkeit auf eine tolle Errungenschaft unserer Großväter – die duale Ausbildung.  Ein Beispiel ist der Beruf der Krankenpfleger. Nur weil dieser Beruf bei uns eine Berufsausbildung und nicht wie in anderen Ländern ein Studium ist, heißt das noch lange nicht, dass die Ausbildung weniger wert ist. Nicht der Name gibt einer Bildung die Qualität, sondern der Inhalt. Oberflächlichkeit können wir uns – wenn wir schon auf so hohem Niveau jammern – einfach nicht leisten. Firmen müssen aktiv werden und nicht immer nur nach dem Staat schreien.

Über Josef Altmann

Mein Name ist Josef Altmann, ich komme aus Furth im Wald und bin Fachwirt, Betriebswirt und Online Marketing Consultant IHK. Auf dieser Seite finden Sie mehrere hundert Artikel, sowie einen Bereich für Ihre Weiterbildungssuche. Außerdem helfen wir Ihnen gerne bei Ihren Bewerbungsunterlagen. Neben Karriere und Bildung betreibe ich noch weitere Blogs und Websites. Überdies biete ich auf online-marketing-altmann.de ein Dienstleistungs- und Beratungsangebot.

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