Industriemechaniker oder Mechatroniker – was lohnt sich mehr

Die deutsche Industrie gehört zu den stabilsten Bereichen überhaupt. Das ist vor allem auch dem schnellen technischen Fortschritt geschuldet. Die Deutschen verstehen es gute Produkte zu produzieren und diese dann auch an den Mann zu bringen. Damit das funktionieren kann, brauchen wir natürlich gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Zwei Berufe gehören zu den sehr beliebten und auch gefragten Ausbildungsberufen in der Industrie. Doch welcher der beiden Berufe lohnt sich mehr – Industriemechaniker oder Mechatroniker?

 

Die Ausbildung zum Industriemechaniker

Damit sie besser entscheiden können ob die Ausbildung zum Industriemechaniker oder Mechatroniker besser für sie ist, möchte ich ihnen die Berufe Kurs vorstellen. Wer Industriemechaniker lernen möchte, muss dafür in der Regel 3,5 Jahre Lernzeit einplanen. Die Prüfung selber wird von der jeweiligen IHK abgenommen. Die Ausbildung selber findet meistens im dualen System statt. Dabei wechseln sich Berufsschule und Betrieb bei der Qualifizierung der zukünftigen Fachkräfte ab.

Was viele vielleicht nicht wissen ist, dass Industriemechaniker echte Allrounder im Betrieb sind. Sie lernen nicht nur notwendige Kenntnisse um Materialen wie Metall zu bearbeiten, sondern auch die Fehlersuche, Reparatur und Wartung von Maschinen. Gerade weil das Aufgabenspektrum so groß ist, muss sich ein Industriemechaniker nach seiner Ausbildung auf bestimmte Bereiche spezialisieren. Einige gehen in Richtung Maschinenbedienung, Programmierung etc. Andere kümmern sich gleich nach der Ausbildung eigenverantwortlich um die Wartung und Reparatur von Maschinen. Wieder andere Industriemechaniker wollen mehr Verantwortung übernehmen und entscheiden sich für eine Aufstiegsfortbildung zum Meister oder staatlich geprüften Techniker.

Wer diesen Beruf erlernen möchte, sollte einen mittleren Bildungsabschluss oder höher mitbringen. Nur 17 Prozent der Auszubildenden in diesen Beruf haben einen Hauptschulabschluss oder keinen Abschluss. Alle anderen haben mindestens einen mittleren Bildungsabschluss. So bringen 64 Prozent einen Realschulabschluss mit und 18 Prozent sogar eine Hochschulreife. Eine gute Schulbildung ist also häufig eine wichtige Voraussetzung um in diesem Beruf Fuß zu fassen.

Auch die Ausbildungsvergütung ist bei diesem Beruf nicht gerade schlecht. So wird bereits im ersten Lehrjahr eine Vergütung zwischen 830 Euro und 930 Euro bezahlt. Im vierten und letzten Lehrjahr liegt das Einkommen bereits zwischen 1000 Euro und 1120 Euro was nicht von schlechten Eltern ist. Eine gute Informationsquelle für weitere Fakten zu diesem Beruf, finden sie u.a. auf der Seite BerufeNet. Sie haben nun schon einiges über den Beruf des Industriemechanikers erfahren und können sich unter der angegebenen Quelle auch noch genauer darüber informieren. Um aber zu erfahren ob Industriemechaniker oder Mechatroniker besser zur Ausbildung geeignet ist, möchte ich ihnen auch noch den Mechatroniker vorstellen

 

Berufsausbildung zum Mechatroniker

Im Gegensatz zum Beruf des Industriemechanikers, gibt es den Mechatroniker noch nicht so lange. Dieser Beruf wurde deshalb geschaffen, weil es heute kaum mehr einen Bereich gibt, in welchem Mechanik, IT und Elektronik nicht verschwimmen. Ein Mechatroniker bzw. eine Mechatronikern soll also in allen Disziplinen fit sein, um als Schnittstellenkraft zu dienen und natürlich auch um effizienter arbeiten zu können. Schließlich ist es recht praktisch, wenn Mechanik, IT und Elektronik von einer Person bearbeitet werden können.

Auch die Berufsausbildung zum Mechatroniker bzw. zur Mechatronikerin dauert drei Jahre und schließt mit einem Facharbeiterbrief ab. Die Prüfungen werden nicht nur von den IHKs abgenommen, sondern auch die Handwerkskammern bilden Mechatroniker aus.

Bezüglich der Aufgabenbeschreibung habe ich mir erlaubt, ein paar Zeilen von BerufeNet (21.12.2015) zu kopieren. Schließlich kann ich das auch nicht treffender schreiben. „Mechatroniker/innen bauen aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Bestandteilen komplexe mechatronische Systeme, z.B. Roboter für die industrielle Produktion. Sie stellen die einzelnen Komponenten her und montieren sie zu Systemen und Anlagen. Die fertigen Anlagen nehmen sie in Betrieb, programmieren sie oder installieren zugehörige Software.“

Dass es sich dabei um hochkomplexe Aufgaben handelt, werden sie sich sicherlich vorstellen können. Das rechtfertigt auch das relativ hohe Gehalt, eines ausgebildeten Mechatronikers, das etwa zwischen 2800 Euro und 3400 Euro liegt. Das ist durchaus ein gutes Einkommen und noch nicht mal das Ende der Fahnenstange. Durch eine Aufstiegsfortbildung zum Meister oder staatlich geprüften Techniker, ist da noch viel mehr drinnen. Eine Vergütung die bei 5000 Euro ist dann durchaus in größeren Unternehmen und mit langjähriger Erfahrung im Bereich des Möglichen. Um noch weitere Informationen über den Beruf zu erhalten, können sie nicht nur BerufeNet als Quelle nutzen, sondern auch andere Webseiten sind gute Infoquellen. Erwähnen möchte ich hier die Seite www.absolventa.de.

 

Industriemechaniker oder Mechatroniker – was lohnt sich nun mehr

Ein Industriemechaniker ist eher ein Spezialist wohingegen ein Mechatroniker eher Generalist ist. Schließlich lernen Mechatroniker während der Ausbildung verschiedene Bereiche kennen. Wer also gerne an der Schnittstelle Elektronik und Mechanik arbeitet, findet mit der Ausbildung zum Mechatroniker die bessere Qualifizierung. Wer sich eher auf die Mechanik etc. spezialisieren möchte, wählt eher die Berufsausbildung zum Industriemechaniker.

Bezüglich des Einkommens während und nach der Ausbildung, brauchen sie sich keine Sorgen machen. Diese sind bei den beiden Berufen nicht so unterschiedlich.

Auch die Ausbildungsdauer ist gleich und die späteren Zukunftschancen sind bei beiden Berufen ganz gut. Wer vor der Wahl steht, Industriemechaniker oder Mechatroniker, sollte sich die Berufe genau am besten in Praktika anschauen und dann entscheiden, was am besten gefällt.

 

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Über Josef Altmann

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