Es gibt viele interessante Möglichkeiten Karriere zu machen. Ein wichtiger Baustein, wie wir in einem früheren Artikel bereits erörtert haben, ist Weiterbildung. Eine weitere wichtige Frage, die sich für viele stellt ist, ob eher Generalisten oder Spezialisten gefragt sind.
Was verstehe ich unter einem Generalisten? Ein Generalist ist jemand, der sich nicht nur in einem Bereich, sondern in vielen unterschiedlichen Bereichen gut auskennt. Ein Beispiel ist der Wirtschaftsingenieur. Seine Hochschulausbildung besteht zum Teil aus betriebswirtschaftlichen Lehrinhalten und zum anderen Teil aus technischen Lehrinhalten.
Ein Spezialist ist dagegen jemand, der sich voll und ganz in seinem Gebiet auskennt. Ein gutes Beispiel ist der Fachinformatiker. Er kennt sich im IT – Bereich aus. Er wird sogar je nach Fachrichtung ausgebildet, sodass sein Betätigungsfeld noch mehr eingeschränkt wird.
Es gibt also im Groben zwei unterschiedliche Karrieretypen. Doch welcher ist nun der bessere Kandidat für eine Karriere? Hierzu müsste man noch festhalten, welche Arten von Karriere es gibt. Meiner Ansicht nach gibt es hier wieder zwei unterschiedliche Karriereschienen. Zum ersten die Karriere in einer Führungslaufbahn und zum zweiten eine Fachkarriere.
Für eine Fachkarriere sind vor allem in mittleren und größeren Betrieben die sogenannten Stabsstellen vorgesehen. Zu diesen gehört z.B. die Buchführung oder das Controlling. Die Führungslaufbahn ist die Karrieremöglichkeit die wir fast alle kennen. Sie geht z.B. los vom Schichtleiter in der Fabrik über den Abteilungsleiter bis zum Produktionsleiter. Selbstverständlich sind die Wege im kaufmännischen Bereich identisch.
Doch wer ist nun der bessere Kandidat für welchen Karriereweg. Meiner Meinung nach ist eine Fachkarriere für den Spezialisten am besten geeignet. Wenn wir den Bereich des Rechnungswesen noch einmal ansprechen. Hier ändert sich doch so viel in kurzer Zeit. Wie kann da ein Generalist, der auch noch Marketing und ich weiß nicht was sonst noch macht. In so einem Bereich kann der Spezialist eine volle Kompetenz und sein Fachwissen ausspielen.
Der Generalist eignet sich am besten für eine Führungslaufbahn. Er kann auch einmal über den Tellerrand schauen. Der Generalist kann so verschiedene Abteilungen überblicken und kann so seine Untergebenen Mitarbeiter besser im Sinne des Unternehmens führen.
Viele von euch werden jetzt sagen: „Das weiß ich doch sowieso!“ Wer jedoch genau in die Betriebe schaut findet oft ein anderes Bild vor. Wie viele werden nur wegen einer guten fachlichen Kenntnis in Führungspositionen gesteckt, in der sich diese gar nicht zurecht finden. Warum finden sie sich nicht zurecht? Genau, weil sie eben nicht so leicht, wie ein Generalist über den Tellerrand schauen können. Genauso falsch ist ein Generalist z.B. in einer Fachposition wie der Buchhaltung aufgehoben.
In kleineren Unternehmen ist dies oft nicht möglich. Der Unternehmer ist halt nun mal Generalist zu sein. Ob er das will oder nicht. Er lagert aber dennoch stark spezialisierte Bereiche wie die Buchhaltung und/oder die Steuerberatung aus.
Gibt es eigentlich einen spezialisierten Generalisten? Ich weiß es nicht. Geben mag es das bestimmt. Gerade Frauen sollen ja multitaskingfähig sein J . Die Regel wird das aber nicht sein.
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Also ich denke, dass das Zeitalter der Generalisten vorbei ist. Ich lerne durch meinen Job sehr viele Leute kennen und muss leider sagen, dass viele das Problem haben, dass Sie sich im Laufe der Jahre zu Generalisten entwickelt haben und so die ursprüngliche Kompetenz in Ihrem Job verloren haben.
Wir haben sehr viele Generalisten und sehr wenige Spezalisten. Wir würden aber noch mehr Spezialisten mit dem Blick über den Tellerrand hinaus brauchen.
Markus Baldauf
IT Personalberatung
Hallo,
ich denke, dass kommt auch immer etwas auf den Bereich an.
Mir kommt es immer so vor, als würden Spezialisen mit
generalistischen Fähigkeiten gesucht. Die Anforderungen
steigen oft in beide Richtungen.
freundliche Grüße
Josef Altmann